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Weil es nun mal einfach Spaß macht.

Willkommen auf meinem Fictionblog!

 Alles, jede einzelne Fanfiction, die ihr hier lesen werdet, wird, sofern ich es nicht anders angebe, Slash sein. Sollte euch Slash oder Homosexualität an sich abstoßen, sucht ihr euch besser einen anderen Blog.

Hier werde ich, nach und nach, alle meine Fanfictions hochladen. Ich erbitte eure Geduld; Das ist ein langwieriger Prozess.

Zusätzlich zu den einzelnen Fanfics findet ihr hier unter Vorhergehendes auch eine (nicht so ganz) kurze Einleitung zum Thema Slash, Rating und Warnings. Außerdem werdet ihr eine Einführung in die Band erhalten, um die sich alle meiner bisherigen Geschichten drehen - die ärzte.

 Natürlich werden nach und nach auch andere Themen hier auftauchen. Ihr könnt euch bereits über einen Vortrag zum Thema 'Diskordianismus' freuen.

 Ich wünsche euch viel, viel Spaß.

 

 

2.11.08 21:38


Zwischenstand

Eine kleine Meldung. Etwas, dass noch vor dem Prolog kommt, sozusagen.

 Alles, was ihr hier lesen werdet, wird Homosexualität behandeln. Sollte euch das stören oder sogar anwidern, dann habt ihr hier nichts zu suchen. Ich werde auf Spammails nicht reagieren.

Ich möchte außerdem darauf hinweisen, dass alles, was ich schreibe, frei erfunden ist. Ich herhebe keinen Wahrheitsanspruch. Die Band 'die ärzte' sind real existierende, frei denkende Personen. Ich verdiene keinerlei Geld mit dem Schreiben dieser Fanfictions.

6.11.08 09:19


Vorhergehendes

Slash sind Geschichten, die die homosexuelle Anziehung zwischen Charakteren behandeln.

Die Definition von Slash kann von Fandom zu Fandom unterschiedlich ausfallen. In der engsten Auslegung bezeichnet "Slash" nur Geschichten über homosexuelle Beziehungen zwischen Männern, die im Original keine solche Beziehung haben. Als übliches Label kann "Slash" aber auch einfach nur den homosexuellen oder homoerotischen Inhalt einer Story anzeigen.

Für Geschichten über homosexuelle Beziehungen zwischen weiblichen Charakteren werden auch die Bezeichnungen femslash oder femmeslash verwendet. Als Abgrenzung zu Slash sind die Begriffe "general fiction" - "allgemeine" Fiction (genfic) und "heterosexual fiction" - "heterosexuelle" Fiction (hetfic) in Gebrauch.

Slash wird keineswegs nur von Menschen, die selbst homo- oder bisexuell sind, geschrieben. Die Mehrzahl der Slash-Schreiber und -Leser ist weiblich und heterosexuell.

Die Alterseinstufung von Slash-Storys, meist nach dem US-amerikanischen System für Spielfilme angegeben, kann von "G" bis "NC-17" reichen; der Inhalt kann sich auf sehnsuchtsvolle Gedanken und Blicke beschränken oder pornographisch sein.

Aus Wikipedia übernommen.



Hier gibt es dann eine kurze Ratingliste...Englisch ist doch eine schöne Sprache...

G - Suitable for all readers. No sex, violence or offensive material.

PG - May not be suitable for younger readers. Generally very tame in terms of violence and language.

PG-13 - Generally recommended for teenagers or older. May contain moderate violence and some stronger language, but not too graphic. Sexual themes may be implied, but are not explicit.

R - Suitable for mature readers. Contains some adult content. The fiction may contain strong language, heavy violence, or some heavier sexual content.

NC-17 - Absolutely for adults only. Likely contains extreme violence, strong language and/or explicit sexual content.



Es gibt natürlich noch tausende Zwischenstufen, aber die kann man für sich allein festlegen.

Dazu kommt noch eine Warnings-Liste, in denen die häufigsten Fanfic-Warnungen erläutert werden.

Hier geht es dann los:

PWP = Plot, what Plot? Sexszenen ohne Hintergrundgeschichte

Sap = Hier geht es romantisch-kitschig zu!

WAFF = Warm and fuzzy feeling...siehe Sap.

Romance = siehe Sap

Com(edy)/Silly = Witzig, zum Teil aber auch dämlich. So blöd, dass man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll

Rape/Non-Con = Vergewaltigung, einer oder mehrere Charaktere der fic werden vergewaltigt. (Non-Con=Non-consensual sex)

Death = Einer der Hauptcharaktere oder mehrere sterben, möglicherweise auf explizite Art und Weise.

BDSM = Bondage, Sado-Masochismus...muss ich das erklären? Fesselspiele, Kerzenwachs usw...

D/s = Dominance/submission, Meister/Sklave Beziehungen, Herr/Haustier...usw.

Bloodplay = Blutspielchen, meistens in der Verbindung mit Messerspielchen.

Darkfic = Hier geht es düster und depressiv zu!

Angst = Die Charaktere/ der Charakter durchlebt traumatische Situationen, Angstzustände usw.

Torture = Folter, körperlicher und geistiger Art

Gewalt = Körperliche Gewalt

H/C = Hurt/Comfort, meist in Verbindung mit Rape usw...einer der Hauptcharaktere wird von einem anderen geholfen, versorgt, betreut um ihm zu helfen.

UST = Unresolved Sexual Tension, es knistert stark, aber die Charaktere kommen nicht zum Zuge bzw.Beide wollen, aber es kommt immer etwas dazwischen.

First time = Einer der Charaktere erlebt sein erstes Mal

Masturbation = Selbstbefriedigung

Voyeurism = Ein Charakter bespannt/bespitzelt einen Anderen.

Language = Es werden böse Wörter verwandt...^^

OC = own Chara, selbsterfundener Charakter

OOC = Out Of Character, einer der Charaktere handelt auf für ihn untypische Art und Weise

Mary-Sue/Gary-Stu = Mary-Sues tauchen häufig in Hetero-Fanfictions auf und bezeichen abslout perfekte Lebewesen weiblichen Geschlechtes, die alles können, super aussehen und jeden männlichen Charakter im Nu um den Finger wickeln. Ein Gary-Stu ist die männliche Entsprechung.

Lemon = Sex, deutlich beschrieben
Lime = Sex, angedeutet
Zitrus = Lemon und Lime durcheinander

7.1.09 19:25


Die Woche. Eine Geschichte in sechs Teilen

Titel: Die Woche

Pairing: FU/Rod

Rating: R

Warnings: Lime, Depri

 

Gewidmet: Meiner liebsten Anne^^

 

 

Die Woche

 

 

Montag

 

Am Montag war Rodrigo betäubt.

 

Am Montagabend hatte Jan Schluss mit ihm gemacht. Als sie alleine im Studio waren, als endlich alle anderen verschwunden waren, hatte er ihn verlassen. Einfach so. Mit dieser kalten, unbeteiligten Stimme und dem neutralen Gesichtsausdruck. Als würde ein Fremder vor ihm stehen.

Ruhig hatte er mitangesehen, wie ein Schwall von Gefühlen über Rodrigos Gesicht schoss.

Überraschung, Unverständnis (Schmerz?), Schock (Wut?), nacheinander spiegelte sich alles in Rodrigos sanften Gesicht. Dann atmete Rodrigo tief ein, alle Regung verschwand. Rodrigo senkte den Kopf, leckte sich kurz über die Lippen und murmelte ein mehr oder weniger verständliches „OK…“, bevor er ging.

Das war nicht die Reaktion, die er erwartet hatte, dachte Jan, leicht überrascht. Aber egal. Er hatte das richtige getan und er hatte es rechtzeitig getan. Er war doch, trotz allem, recht zufrieden mit sich.

 

Dienstag

 

Am Dienstag war Rodrigo verletzt.

 

Er spielte alles ein, was er musste, er sang alles ein, was er zu Singen hatte. Aber er hörte weder bei Belas, noch bei Farins Parts zu. Er fragte weder Bela, noch einen der Tontechniker wie es ihm gehen würde, er antwortete nicht auf den gewöhnlichen Smalltalk. Smalltalk konnte ganz schnell zu so gefährlichen Fragen wie „Und wie geht’s dir so, Rod?“ führen. Und er wollte diese Frage nicht beantworten. Er konnte nicht, wie Jan, jedermann mit einer sarkastischen Antwort wie „Es regnet, ich bin müde. Wenn der Tee nicht zu heiß ist, hat es sich heute wenigstens gelohnt, aus dem Bett zu kommen.“ abfertigen. Also war er einfach so kompetent wie nur möglich und versuchte den Tag zu überleben.

Ab und zu würde es passieren, dass Bela und Farin sich unterhalten würden und Rod würde dazukommen. Dann würde Jan sich umdrehen und weggehen, immer mit einer Entschuldigung. Rodrigo schaffte es nicht, einen neutralen Gesichtsausdruck zu behalten, wenn das geschah.

Jan wiederum, schaffte es nicht immer, sich sofort wieder Bela zuzuwenden, wenn sein Blick immer noch den Schmerz in Rodrigos Gesicht abspielen würde.

Plötzlich war er nicht mehr ganz zufrieden.

 

Mittwoch

 

Am Mittwoch war Rodrigo stolz.

 

Er ignorierte Fragen über seinen Zustand nicht mehr, hörte bei Farins und Belas Parts zu, so wie immer, versuchte gar nicht erst, Belas Einfällen mit Logik entgegenzuwirken. Er machte sogar Kaffee, bevor er einen weiteren Part einspielte. Er schaffte sogar ein höfliches Lachen über einen von Belas Witzen.

Er war nett zu den Tontechnikern. Aber er spielte oder sang jeden Part zweimal ein, war trotz allem viel zu ruhig, seine Antworten waren zu langsam und meist nur halbherzig. Jan wusste nicht was er mit diesem stolzen Gehabe anfangen sollte, deshalb wartete er auf Rodrigo, als dieser gerade das Studio verlassen wollte. Nun stand er vor ihm und bemerkte den Schauer, der Rodrigo den Rücken hinunterlief. Wortlos drückte er Rodrigo sein T-Shirt in die Hand, das seit zwei Tagen auf Jans Couch lag. Als Rod es ansah, erstarrte er für einen Moment, schluckte schwer und sah Jan mit einem hilflosen Gesichtsausdruck an. Dieser merkte erst da, dass er einen Fehler gemacht hatte. Rodrigos Lippen zitterten, als ob er etwas sagen wollte und Jan überlegte ob er jetzt einen Arm heben und Rod die Haare aus dem Gesicht streichen sollte.

Doch gerade als er seinem Arm den Befehl gab, sich zu heben, sah Rod zu Boden, drückte das Shirt an sich und rannte aus dem Gebäude.

Jan hatte das plötzliche Verlangen, sich eine zu knallen.

 

Donnerstag

 

Am Donnerstag war Rodrigo gedemütigt.

Er sprach kaum ein Wort, egal zu wem. Sobald er feststellte, dass er für die nächste Zeit nichts einspielen musste, verschwand er und verkroch sich auf dem Dach des Studios. Bela musste jedes Mal durch das ganze Gebäude, um zu ihm gelangen. Und er tat es mehrmals. Schließlich bekam er ein raues „Mir geht’s gut.“ für seine Bemühungen. Farin kam jede Stunde einmal und meckerte ihn wegen seines unprofessionellen Verhaltens an und verlangte, dass er sofort wieder nach unten kam. Jedes Mal bekam er dafür Blicke zugeworfen, die Fragen aufgeworfen hätten, hätte sie jemand außer Jan sehen können.

Jan spielte in der Zwischenzeit lieblos seine Songs ein. Er provozierte Rod weiterhin, bis schließlich wieder einmal sie beide alleine im Studio waren. Als Jan das merkte, sah er Rod kalt an und sagte: „Rod! Was machst du  noch hier? Verschwinde!“

Er musterte Rodrigo noch eine Weile, bevor er sich umdrehte. Rodrigo traf in der Zeit eine Entscheidung:

Er drehte sich schnell zu Jan um und küsste ihn. Es war ein sanfter, flehender Kuss. Jan war überrascht, weshalb er sich auch erst küssen ließ. Er kam wieder zu sich, als Rodrigo eine leise Frage gegen seine Lippen murmelte. Jan unterbrach den Kuss und grinste höhnisch. „Sorry, keine Zeit. Muss nach Hause…da wartet ein schönes Abendessen auf mich.“ Diese Worte waren ein härterer Schlag in den Magen als alles andere. Rodrigo zuckte zurück und sah sich um, versuchte wahrscheinlich, sich wieder zu fassen, vermutete Jan, bevor er ging. Er fühlte sich seltsam, schlecht. Fast wünschte Jan, er hätte über das Abendessen gelogen.

 

Freitag


Am Freitag war Rodrigo verzweifelt.

 

Das war das genaue Gegenteil eines ausdrucksstarken Gesichtes. Er kam pünktlich, aber jeder der ihn auch nur kurz musterte, wusste, dass man Rod heute besser nichts Zerbrechliches anvertrauen sollte.

Er weinte nicht und er hatte auch keine hysterischen Anfälle oder etwas in der Art. Aber sein bleiches Gesicht, seine zitternden Hände, die er versuchte in den Hosentaschen zu verstecken und die schimmernden, gesenkten Augen, sorgten dafür, dass er sehr vorsichtig behandelt wurde.

Farin war noch so geduldig, sich zwei hoffnungslos miese Bass-Parts anzuhören, bevor er Rod mit einem Musiklexikon in eine Ecke schickte. Überraschend war, dass Rod diesen Befehl ohne ein Widerwort befolgte.
Mittags brauchte Rodrigo dann dreimal so lange um die Hälfte seines Essens zu verspeisen. Danach versteckte er sich wieder in seiner Ecke und las weiter, obwohl er sich beim besten Willen nicht daran erinnern konnte, was er eigentlich die ganze Zeit über las.

Um Neun wurde er dann von Bela erschreckt, der ihn noch einmal besorgt ansah und dann daran erinnerte, das es schon spät sei und er sich aus seiner Höhle wagen könnte. Rodrigo schaffte ein schwaches Lächeln und nickte. Bela verließ den Raum.

Kurze Zeit später kam Jan herein, der seine Jacke suchte und überrascht war, Rodrigo noch hier zu sehen. Dieser wiederum musterte ihn eine Weile, bevor er anfing, sein Hemd aufzuknöpfen.

Nach kurzer Zeit landete es auf dem Boden.

„Warum?“ flüsterte Rodrigo leise.

Jan starrte ihn an und antwortete nicht.

„Warum?“ wiederholte Rodrigo, als er langsam seine Hose herunterzog.

„Rod. Tu das nicht.“ brachte Jan warnend heraus.
Er drehte sich hastig um und wollte gehen, aber Rodrigo war schneller. Jan dachte, dass die Ansicht von Rodrigo, nur in Shorts, der gegen die Tür knallte, bis zu den Haarwurzeln errötet, lustig sein müsste. War sie aber nicht.

„Warum?!?“ schrie Rodrigo jetzt.

 

Jan merkte plötzlich, dass er sich wahrscheinlich rechtfertigen sollte. Aber wie? Seine Zunge fühlte sich zu groß für seinen Mund an und sein Blut war, trotz der Situation, auch nicht gerade in der oberen Körperhälfte.

“Rodrigo-“

 

“Bin ich nicht attraktiv genug?”

Jan sah ihn an und überlegte, ob er antworten sollte, wurde aber glücklicherweise von Rodrigo unterbrochen, der auf ihn zukam. Aus Reflex trat Jan zwei Schritte zurück, aber Rod kam nicht näher, sondern blieb in der Mitte des Raumes stehen, die Arme ausgestreckt.

Als würde er sich bewundern lassen wollen, betrachten lassen wollen…kaufen lassen wollen? Nein. Nehmen lassen wollen. Kostenlos.

 

“Bin ich nicht attraktiv…” murmelte Rodrigo noch einmal, verwirrt und flehend. „Jeden Tag sagst du etwas über mein Aussehen. Was ist falsch? Sehe ich nicht gut genug aus? Sehe ich zu gut aus?“ Zum ersten Mal seit Tagen sah Rodrigo ihm in die Augen und zum ersten Mal überhaupt war es Jan, der Schwierigkeiten hatte, diesen Blick zu ertragen. „Habe ich dich enttäuscht?“ Rodrigos Stimme war inzwischen beinahe unhörbar. Jan schüttelte den Kopf.

„Habe ich…habe ich mich verändert? hat sich etwas verändert? Was?“

Nichts, dachte Jan. Nichts hat sich verändert.

Er sah Rodrigo nicht an. Ein einzelner Blick auf ihn, auf die fast nackte, verletzte Gestalt und er könnte sich nicht mehr beherrschen. Das durfte nicht passieren.

„Sieh mich an! Was habe ich getan???” Jan schüttelte wieder den Kopf. Er sah kurz auf und sah die Unsicherheit, die Verwirrung, die sich auf Rodrigos Gesicht widerspiegelte. „Aber…was…?“ Rodrigo sprach nicht weiter, knetete nervös seine Hände und kaute auf seiner Unterlippe herum. Er sah einem Kind nicht unähnlich, dachte ein unbeteiligter Teil in Jan. Jan hatte Rodrigo schon häufig emotional gesehen, aber nie so wie jetzt. Und dann sah Rod wieder auf, ihm in die Augen.

 

„Aber ich lie-“

Jan sprang nach vorne, mit einer Geschwindigkeit, von der er nicht wusste, dass er sie besaß. Aber das war egal, alles war besser als weiter diese Verletzlichkeit mit ansehen zu müssen, sich weiter diesem Blick aussetzen zu müssen und vor allem war alles besser als diese Worte aus Rodrigos Mund kommen zu lassen.

 

Die Worte, mit denen Jan nicht zurechtkommen konnte. Nicht zurechtkommen wollte.

 

Also drückte er Rodrigo an sich und presste ihre Münder aufeinander, um etwas zu formen, dass man erst nach einiger Zeit als Kuss bezeichnen konnte. Er hielt ihn, drückte ihn an sich, hauptsächlich um Rodrigo daran zu hindern, auch nur daran zu denken, etwas zu sagen. Deswegen strich er durch das dunkle Haar, deswegen griff er nach Rodrigos Händen, deswegen ließ er sich gegen die Fensterscheibe fallen und schlang einen Arm um Rodrigos Hüfte.

 

Rodrigo war still, was auch daran lag, dass er im Moment mit Jans Zunge in seinem Mund zu kämpfen hatte. Und dann, ganz langsam, begann er zögerlich, den Kuss zu erwidern und dann, nicht ganz so langsam, begann er den Kuss richtig zu erwidern. Er klammerte sich an Jan, zog an seiner Kleidung, zerriss sie stellenweise und küsste und wollte und weinte und klammerte sich immer noch an Jan, schluchzte in den Kuss, vor Verlangen, dass ein bloßer Lover nicht mehr befriedigen konnte.

Als Jan das merkte, sammelte er seine ganzen Kräfte und legte seine Hand auf Rodrigos Brustkorb, spürte noch das wild klopfende Herz und drückte langsam, brach den Kuss so sanft wie nur möglich.  Er konnte so etwas einfach nicht. Als Rodrigo dann die Augen öffnete, noch verunsicherter als jemals zuvor, legte Jan eine Hand in seinen Nacken und küsste ihn sanft, noch einmal und noch einmal und noch einmal, ließ Rodrigo nicht zurückküssen, drückte ihn weiter weg und hörte nicht auf, ihn mit Küssen zu überschütten.

Schließlich war Rodrigo eine Armlänge von ihm entfernt. Mehr gab es nicht zu sagen oder zu geben. Draußen regnete es, Tropfen fielen auf die Fensterscheibe, spiegelten sich auf Rodrigos Gesicht, so dass es aussah, als würde er weinen. Jan weigerte sich, eine andere Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

Dankbar dafür, dass Rodrigo sein Gesicht nicht sehen konnte, drehte er sich zum Fenster um, um Rodrigo ein wenig Privatsphäre zu geben. Er hörte keine Kleidung rascheln und er hörte nicht, wie Rodrigo den Raum verlies. Jan hörte überhaupt nichts.

Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte er sich mies. Zum ersten Mal in einer sehr langen Zeit, schämte er sich für seine Taten.

 

 


Am Samstag kam Rodrigo nicht ins Studio.

 

ENDE

20.1.09 21:50


Der Treppensturz

Titel: Der Treppensturz

Pairing: Farin/Rod

Rating: NC-17

Warnings: Lemon, First Time

Notes: Das hier ist eine...na ja... Art Challenge, dass ich mit P4E am Laufen hatte…die Plot Vorgabe war das Pairing und die Tatsache, dass Farin Rod beim Umziehen überrascht.

Und es ging darum, wer zuerst fertig war.

 

ÄTSCHI BÄTSCH!!! ICH WAR ERSTE!!!

Viel Spaß (trotz alledem) und wenn es euch gefallen hat, kommentiert doch bitte!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Rod knallte die Tür zu und lehnte sich schwer atmend und mit heißem Gesicht dagegen. Was war denn los mit ihm? Das war doch lächerlich, das war doch gar nichts, eine Umarmung, zwar ungewollt, aber was zur Hölle…?

Er vergrub eine Hand in den Haaren. Farin und er waren ohne Bela, der noch weitersaufen wollte, zum Hotel zurückgegangen. Sie waren die Treppen hoch und Rod hatte nicht auf seine Füße, sondern auf Farin geschaut, der grade etwas erläuterte und dabei wild in der Gegend herumgestikulierte.

Dann war es passiert, er war ausgerutscht, hatte eine Stufe nicht richtig erwischt und kippte rückwärts. Rod schloss die Augen und machte sich auf einen äußerst schmerzhaften Sturz gefasst- der nie folgen sollte, auf jeden Fall nicht nach hinten. Er spürte, wie er am Handgelenk gepackt und dann nach vorne gezogen wurde. Dann landete er in einem Paar Arme und als er dann vorsichtig die Augen öffnete, da erkannte er, dass er wohl in Farins Arme gezogen worden war. Sein Gesicht lag in Farins Halsbeuge, seine eigenen Arme lagen um Farins Rücken verschränkt, Farins Hand, die ihn am Handgelenk gepackt hatte, war hochgerutscht und umfasste seinen Ellenbogen, die andere lag auf Rods linkem Schulterblatt. Rods Lippen drückten gegen Farins Hals und mit jedem einzelnen Atemzug atmete er Farins ganz persönlichen Duft ein. Seine Knie waren weich, aber das lag am Beinahe-Sturz und nicht an Farins Geruch- das hoffte Rod zumindest.

Sie standen eine Ewigkeit einfach so da, bis sich Rod leicht von Farin wegdrückte. Farin musterte ihn, fragte „Geht’s?“ und Rod antwortete mit einem leisen „Ja…danke.“ Dann waren sie weitergegangen und da stand er nun. Rod seufzte. Seufzte noch mal. Fuhr sich wieder mit einer Hand durch die Haare. Er stieß sich von der Tür ab und stellte sich vor den Spiegel. Während er blind sein Spiegelbild betrachtete, leckte er sich unbewusst über die Lippen und schreckte zurück, als er immer noch Farins Geschmack spürte.

Er musste sich ablenken. Irgendwie. Vielleicht half eine kalte Dusche. Gute Idee. Das würde bestimmt helfen, klappte in der Pubertät ja auch. Er knöpfte sein Hemd auf und zog es aus. Dem folgten das Unterhemd, dann die Schuhe und danach die Socken. Rod öffnete den Gürtel und dann den Hosenknopf und den Reißverschluss. Er zog die Hose herunter und stieg aus ihr heraus. Seine Hände legten sich an den Saum seiner Shorts. Und dann spürte er plötzlich einen Blick auf sich. Erschrocken drehte er sich zur Tür.

In der Farin stand. Und ihn mit einem seltsamen Blick ansah. „F- Farin…“ Rod spürte, wie seine Wangen heiß wurden, als er sich überdeutlich der Tatsache bewusst wurde, dass er im Moment nichts als Shorts trug, während Farin noch vollkommen angezogen war. „Rodrigo.“ Farin trat einen Schritt in den Raum und schloss die Tür hinter sich. Rod schluckte. „Ich…was…was willst du hier?“ „Oh, ich denke, dass weißt du…stimmt’s?“ Farin trat wieder einen Schritt auf ihn zu. Und Rod wich einen Schritt zurück. „Du musst keine Angst haben.“ Ein Schritt Farin, ein Schritt Rod. „Ich…ich habe keine Angst!“ „Ach nein?“ Farin machte einen Satz nach vorne und Rods Rücken stieß gegen die Tür des Kleiderschranks.

Farin stand direkt vor ihm. „Warum zitterst du dann?“ Farin lächelte sanft und strich mit einem Finger über Rodrigos Wange. Rod zitterte tatsächlich, seine Hand umklammerte den Türgriff so fest, dass seine Knöchel weiß hervortraten. Er wollte nicht antworten, aber Farin blickte ihn so fest und unergründlich aus seinen blauen Augen heraus an, dass Rod, ohne es zu merken oder etwas dagegen tun zu können, doch etwas sagte. „Ich…ich weiß es nicht…“ Er zuckte zusammen, als Farin sich nach vorne beugte und ihm etwas ins Ohr flüsterte und er zitterte noch stärker, als er Farins Lippen an seinem Ohr spürte. „Nicht flunkern…“ Rod schaute ihn hilflos an. „Ich…aber…ich…weiß es wirklich nicht…“ Farins Hände lehnten sich links und rechts von Rods Kopf gegen die Schranktür.

„Willst du, dass ich dich küsse?“

Rods Augen weiteten sich. Er wandte den Blick nach links und rechts und suchte verzweifelt nach einem Ausweg, den er nicht fand, nicht finden wollte. „Du hast meine Frage nicht beantwortet.“ „…Ich…“ Farin beugte sich weiter nach vorne, seine linke Hand umfasste mit Daumen und Zeigefinger Rodrigos Kinn und hob es sanft an. „Ich weiß die Antwort bereits, Rodrigo…aber du musst es noch sagen.“

Rod schluckte. Er schloss die Augen. „…ja…küss mich…“ hauchte er. Er spürte wie sich Farins anderer Arm um seine nackte Hüfte schlang und ihn näher an Farins Körper zog. Und dann legten sich seine Lippen auf Rods. Hinter Rods Lidern explodierten Sterne, er vergas glatt zu atmen und als er spürte, wie Farins schlanke Hand zu seiner Wange wanderte, da stöhnte er leise und konnte es noch gar nicht fassen, dass sich ein einfacher Kuss so unglaublich anfühlen konnte. Seine Hände lösten ihren verkrampften Halt von der Tür und schlangen sich um Farins Nacken, damit Rod nicht zusammensackte und den Kuss unterbrach.

Nach einer Ewigkeit trennte sich Farin von ihm und Rod fühlte sich, als müsste er gleich sterben, würde Farin jetzt gehen. Er drückte sich an Farins Körper, klammerte sich beinahe panisch an ihn. „…Verlass mich nicht, Jan.“ Und Farin zog ihn noch näher an ihn heran, als wolle er mit ihm verschmelzen und flüsterte. „Nie…“ Er trat einen Schritt zurück und zog Rod mit sich, Richtung Bett. Schließlich standen sie direkt davor und Jan hatte es geschafft, Rodrigo und sich einmal umzudrehen, so dass es Rodrigos Kniekehlen waren, die an den Rand des Bettes stießen.

„Rodrigo…willst du mit mir schlafen?“

Rodrigo sah ihn an, schluckte einmal und obwohl er noch nie mit einem Mann Sex gehabt hatte, obwohl er fürchterliche Angst davor hatte, nickte er. Weil er Jan vertraute. Jan ließ ihn langsam und vorsichtig auf das Bett herunter und als Rod sicher lag, da zog er sich das eigene Hemd aus. Er öffnete seine Hose und Rodrigo kam ihm zuvor, schob sie herunter, bis Farin aus ihr herausschlüpfen konnte.

Dann kletterte Jan auf das Bett und auf Rodrigo. Rodrigo erlebte den Rest kaum mit, Jans Hände waren überall gleichzeitig auf seinem Körper und als dann auch noch seine Zunge hinzukam, da stöhnte er so laut, dass Jan kurz aufsah und ihn anlächelte. Er zwang sich, den Kopf zu heben, als Jans Zunge am Saum seiner Shorts angekommen waren und die Hände ihr da dann Gesellschaft leisteten. Dann waren seine Shorts auch schon verschwunden, genau wie Jans.

Wie im Traum bekam Rod mit, wie Jan ihm ein Kissen unter den Hintern legte und seine Beine anwinkelte. Dann etwas feuchtes, kaltes an seinem Eingang, ein kurzer Schmerz und soviel süße Lust, dass Rod glaubte, sein Herz müsse gleich stehen bleiben. Dann waren die Finger, wie Rod inzwischen wusste, wieder weg und er schluchzte beinahe aufgrund des Verlustes. Er sah plötzlich Jans Gesicht über sich und langte nach oben um ihn zu sich herunter zu ziehen.

Dann wieder ein Schmerz, größer dieses Mal und auch länger anhaltend, aber Jan küsste ihn und ließ seine Zunge über Rodrigos Lippen streichen, bis dieser den Mund öffnete. Und laut stöhnte. Er sah in Jans Gesicht, der ihn begierig anblickte und dann nach unten sah und Rod folgte seinem Blick und dann sah er es, Farin, der in ihn stieß, immer wieder in einem stetigen Rhythmus. Er konnte nicht länger zu sehen und warf den Kopf in den Nacken.

Rod fühlte sich wie im Rausch, er klammerte sich haltsuchend an Jan, der ihm süße Nichtigkeiten ins Ohr flüsterte, wie schön er sei, wie sehr er das gewollt hatte und nach einiger Zeit wurde diese Nichtigkeiten immer heißer und änderten sich dazu, dass er so eng wäre, dass Jan es kaum noch aushalten könnte und dann, dass er ihn liebte. Und Rod riss die Augen auf, blickte ihn an und erlebte den wundervollsten Orgasmus, den er je hatte. Sein Blickfeld wurde am Rand grau und immer dunkler und er keuchte vor sich hin, während er sich noch immer an Jan klammerte und er schaffte nur noch ein heiseres „Ich liebe dich auch…“ bevor er in Jans Armen einschlief.

 

Ende

20.1.09 21:47


Der kleine Zauberer

Titel: Der kleine Zauberer

Pairing: Farin/Rod

Rating: Nc-17

Warnings: Bondage (aber wahrscheinlich nicht so, wie ihr denkt^^), PWP

Notes: Tja…das schwebt mir bereits seit einiger Zeit im Kopf herum. Ich hoffe es gefällt euch, wenn ja, dann kommentiert bitte!

 

Gewidmet: Dem kleinen P4e-chen, das mich dazu angehalten hat, diese Fic niederzuschreiben und die mich jedes Mal wieder aufs Neue inspiriert.

 

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„Ich hasse dich.“ Waren die, nicht grade einladenden Worte, die Farin entgegen schallten, als er den kleinen Umkleideraum betrat.

 

Verwundert sah er sich um. „Da sind schon wieder diese Stimmen! Oh Gott, nicht schon wieder! Was wollt ihr dieses Mal?“

 

„Ich bin hier, du Blödmann. Und ich hasse dich immer noch.“ Er trat weiter in den Raum und erblickte endlich den offensichtlich schlecht gelaunten Rodrigo.

 

Er ging auf ihn zu. „Du hasst mich? Das hörte sich heute Morgen aber ganz anders an…“

 

Rod funkelte ihn an.

 

„Sag mal…ich find das ja nett, dass du dich mir hier so einladend präsentierst…aber, warum bist du an die Heizung gekettet? Hätte der Tisch es nicht auch getan?“

 

„Du Arschloch! Du bist an allem Schuld!“ Rod trat nach Farin.

 

Dieser war jetzt ehrlich verwirrt. „Ich? Warum denn? Was hab ich denn gemacht? Oder hab ich was nicht gemacht? Hab ich irgendwas vergessen?“ Er sah auf die Uhr.

 

„Du hast doch heute gar nicht Geburtstag?“

 

„Darum geht es ja auch gar nicht! Hättest DU Bela nicht diesen verblödeten Kasten geschenkt, säße ich jetzt nicht in der Scheiße!“

 

„Welcher Kasten?“ Rod nickte nach links, Farin folgte seinem Blick und verstand ganz plötzlich.

 

„Ach der! Was kann ich denn dafür, dass Bela den ausprobieren wollte?“

 

Er zog den Kasten näher und besah sich den Deckel. Dunkler Hintergrund, mit grellen, orangefarbenen Buchstaben war der Schriftzug <i>‚Der kleine Zauberer’</i> draufgeschrieben. Darunter sah man einen fröhlich lachenden, sehr dicken Jungen mit spitzem Hut, Plastik-Zauberstab und blauem Umhang.

 

„Warum musstest du Bela ausgerechnet den schenken? Hätte es ’Der kleine Chemiker’ nicht auch getan?“

 

„Hätte ich ihm den geschenkt, wärst du jetzt nur noch ein Häuflein Asche. Sei mir dankbar.“

 

Damit hatte er anscheinend einen empfindlichen Nerv getroffen.

 

„Dankbar? DANKBAR!?! Ich sitze hier seit 2 ½ Stunden an die Heizung gekettet, ohne Zigarette, vollkommen allein und du sagst, ich soll dir dankbar sein??? Dafür schläfst du die nächsten 8 Jahre auf der Couch!“

 

Farin ignorierte die für ihn unwichtigen Teile von Rodrigos kleinem Ausbruch.

 

„Apropos: Wo ist unser kleiner Zauberer denn eigentlich?“

 

„Der ist auf dem Weg zum nächsten Spielwarengeschäft und kauft einen neuen Schlüssel.“

 

„Du hast Bela alleine in ein Spielwarengeschäft gelassen? Den sehen wir so schnell nicht wieder…“

 

Es herrschte kurze Stille, die Farin dazu nutze, sich bequemer vor Rodrigo niederzulassen.

 

„Was machst du da?“

„Ich mach es mir gemütlich, siehst du doch.“

„Warum?“

„Na, ich lass dich hier doch nicht einfach so allein…dann wäre ich ja ein schöner Lover…“

 

Rod sah verschämt zu Boden. Im Grunde tat es ihm bereits wieder Leid, dass er Jan so angeschnauzt hatte. Dieser konnte, eigentlich, ja nicht wirklich etwas dafür. Rod hatte schließlich nicht schnell genug ‚Nein!’ geschrien, als Bela ihn gefragt hatte, ob er ihm bei einem Zaubertrick helfen würde.

 

„…Du, Jan…?“ Farin sah lächelnd auf. Er erkannte am Ton, dass Rodrigo ein mächtig schlechtes Gewissen hatte.

 

„Was denn, Darling?“

 

„…Kannst du mir eine Zigarette anmachen?“

 

„Klar.“ Nichts passierte.

 

„Machst du es auch?“

 

„Eigentlich ist das doch die perfekte Gelegenheit, mit dem Rauchen aufzuhören…“

 

„Jan…!“

 

„Ehrlich jetzt…hast du noch nicht drüber nachgedacht?“

 

„Jan…bitte! Nicht jetzt!“

 

Farin seufzte, grinste dabei aber von einem Ohr zum Anderen. Er schob sich näher an Rod ran und fischte eine Zigarette aus dessen Hemdtasche.

 

„Hast du ein Feuerzeug?“

 

„…Hinten…links…“ Rod wurde rot, als Farin noch näher kam, sich richtiggehend an ihn presste und an Rodrigos Hintern griff um nach dem Feuerzeug zu suchen. Rod schloss die Augen und lehnte das Gesicht, so weit es ging, an Jans Hals, um diesen wunderbaren Duft, den sein Geliebter aussendete, tief einatmen zu können.

 

Wie jedes Mal fühlte er sich sofort benebelt. „…Rodrigo…“

 

„Jan…“ hauchte er gegen dessen Hals.

 

„Rodrigo…!“

 

Rod schrak zurück und blickte verwirrt in Jans schelmisch grinsendes Gesicht.

 

„…Was…?“

 

„Hinten links ist kein Feuerzeug…“

 

„Dann hinten rechts…“

 

„Das scheint dir ja zu gefallen…“ Er spürte wieder die Hände und dann setzte sich Jan auch schon zurück und hielt sein Feuerzeug in der Hand.

 

Er steckte Rodrigo die Zigarette zwischen die Lippen, sah diesen dabei tadelnd an und entzündete die Zigarette.

 

Rod nahm einen, Farins Geschmack nach, sehr, sehr, zu tiefen Zug. Sofort entspannte sich sein Gesicht.

 

„Ah…das tut gut.“

 

„Ich finde das wirklich nicht gut, dass du rauchst. Du hast mit deiner Arbeit schon Stress, du betätigst dich nicht sportlich und wenn ich nicht da wäre, würdest du dich nur von Junk Food ernähren.“

 

„Ja, Mamá.“

 

Nach recht kurzer Zeit, voller Schweigen, war die Zigarette aufgeraucht.

 

„Jan, tut mir leid. Wirklich, aber…aber…“

 

„Ist schon gut. Ist ja dein Leben, ich mach mir halt nur Sorgen um dich. Vergiss das nicht.“

 

Rod wollte etwas darauf erwidern, er wollte sagen, dass er sich auch jedes Mal verdammte Sorgen machte, wenn Jan mal eben so in Urlaub fuhr. Oder wenn er seine Motorradtouren machte.

 

Aber er sagte es nicht, denn Jan ließ ihm gar keine Gelegenheit dazu.

 

Urplötzlich lag seine Hand in Rods Schoß und drückte zu. Rod zog erschrocken die Luft ein und verschluckte sich prompt.

 

„Was machst du da?“

 

„Ist das nicht offensichtlich? Oder offenspürlich, nur gibt es das Wort nicht, was es zu einem Neologismus macht…“

 

„Jan, lass das!“

 

„Wieso? Es gefällt dir doch?“

 

„Wenn jetzt jemand reinkommt!“

 

„Bela braucht noch mindestens eine Stunde, bevor er wiederkommt. Das ist genügend Zeit…“ Er machte sich mit der anderen Hand an Rodrigos Hemdknöpfen zu schaffen.

 

„Wenn einer von der Crew…Ach du…heilige…“

 

„Schön das Mäulchen geschlossen halten, Roddi…“

 

„Ich will das nicht…Jan…“

 

Und Jan hörte tatsächlich auf. Er musterte Rodrigo lüstern.

 

Rods Augen waren glasig, seine Wangen bereits gerötet. Das Hemd war inzwischen offen und gab eine schöne Sicht auf Rodrigos Oberkörper, der sich bereits durch schwere Atemzüge schnell hob und senkte.

 

Und weiter unten sah man dann die nicht zu übersehende Beule in der inzwischen ganz bestimmt mörderisch unbequemen Lederhose.

 

„Du willst also tatsächlich, dass ich dich hier so zurücklasse? Damit, der nächste, der reinkommt, sich nicht beherrschen kann und dich einfach so durchvögelt? Das ich nicht lache…“

 

„Deswegen machst du es? Ich würde das schon wieder hinkriegen!“

 

Jan betrachtete ihn eine Weile.

 

„Weißt du, was das Schlimme ist? Du würdest es wahrscheinlich tatsächlich schaffen, die hier, “ seine Finger strichen über Rodrigos verdeckte Erregung. Rod biss sich auf die Unterlippe und keuchte verhalten.

 

„durch reine Willenskraft wieder zum Verschwinden zu bringen…und das kann ich leider nicht zulassen…“

 

Rod stöhnte laut auf und schrak sofort zusammen und blickte gehetzt zur Tür. Jan hatte seine Hose geöffnet und, wenn auch mit einigen Schwierigkeiten, heruntergezogen. Sein vollkommen erregtes Glied sprang förmlich auf, als das einengende Leder verschwand, was Rod beschämt und Jan grinsend zur Kenntnis nahm.

 

„Na, das ist doch mal ne Begrüßung…hallo mein kleiner Freund! Hast du mich vermisst?“

 

Er ließ Rodrigos bestem Stück keine Gelegenheit zur Antwort, die wahrscheinlich auch nie gekommen wäre, sondern umfasste es sofort mit einer Hand und begann, fest daran zu reiben.

 

„…Ah…!“

 

Rod hörte förmlich, wie sein Widerstand mit einem letzten Fiepen abstarb. Er konnte Jan nie widerstehen.

 

Dieser grinste ihn gierig an und verschloss seine Lippen mit den eigenen, drückte seine Zunge sofort zwischen Rods Lippen hindurch und wurde von Rodrigos in einen heißen Zungenkampf verwickelt.

 

Seine Hand begann, hastig die eigene Hose zu öffnen und herunterzuziehen. Seine andere Hand verließ ihren Platz an Rods Glied um der einen damit zu helfen und schließlich landete die Hose in Jans Kniekehlen. Rodrigos Hose wurde rasch und nicht besonders vorsichtig heruntergezogen, bis ein Bein frei war und sie nur noch am Schuh des Anderen hing.

 

Jan rutschte näher an Rodrigo heran und während er das tat, drückten seine Lippen Rods immer gieriger nach hinten, bis Rods Hinterkopf mit einem ‚Klonk’ an den Heizkörper stieß.

 

Rod spürte, wie seine Hüften auf Jans Oberschenkel gezogen wurden und konnte sich einen Biss in Jans Unterlippe nicht verkneifen. Er begann sofort damit, sein Becken gegen Jans Bauch zu stoßen.

 

Schließlich brach Jan den Kuss und sah sich hastig um. „Hast du was dabei?“ „Nein! Ist egal!“

 

„Ich will dir nicht wehtun…!“ Er machte Anstalten, wieder nach hinten zu rutschen.

 

Jetzt verlor Rod die Geduld. Er schlang seine Beine fest um Jans Taille und zog nah an sich heran.

 

„Fick mich, du gottverdammter Hurensohn!“ schrie er ihm beinahe entgegen und presste seine Lippen wieder auf die des Blonden.

 

Dieser sah ihn während des Kusses zweifelnd in die Augen und Rod erwiderte den Blick befehlend.

 

Schließlich gab Jan nach, hob Rods Hüften an und drang mit einem schnellen Stoß ihn diesen ein. Rod warf den Kopf in den Nacken und schrie triumphierend auf.

 

Jan bewegte sich nicht, wollte ihm eine Möglichkeit geben, sich daran zu gewöhnen. Rod hatte, kurze Zeit, Geduld mit seinem Lover. Aber diese währte nicht allzu lange.

 

„Mach endlich, Jan!“

 

Jan stieß wieder zu. „Härter!“

 

„Wenn du unbedingt willst…!“ Jan ließ sich von Rodrigos Wolllust anstecken und umklammerte seine Hüften fest mit den Händen und stieß immer wieder in Rod, nur auf sein eigenes Vergnügen bedacht.

 

Rodrigo hatte bereits früh damit begonnen, sich im selben Rhythmus, in dem Jan in ihn stieß, diesem entgegenzudrücken.

Inzwischen waren sie beide schweißnass und stöhnten laut und hemmungslos.

 

Jan spürte seinen eigenen Orgasmus kommen, wollte aber erst noch sehen, wie Rod sich nicht mehr beherrschen konnte und kommen würde.

 

Er schloss seine Hand wieder um dessen Glied und drückte beinahe brutal zu.

 

Rod stöhnte laut auf und Jan spürte seinen Samen gegen seine Bauchdecke schießen. Jetzt, wo er erreicht hatte, was er wollte, ließ auch er sich fallen und ergoss sich in Rodrigo.

 

Er sackte nach vorne und lag auf Rod, mit dem Gesicht in dessen nassen Hals.

 

Beide atmeten schwer und beruhigten sich nur langsam. Nach einer Weile richtete Jan sich auf und zog sich aus Rodrigo zurück. Rod lag noch immer mit geschlossenen Augen da und schien noch nicht wirklich in die Realität zurückgefunden zu haben.

 

Farin wischte den Samen von sich und Rod und zog sich wieder an, bevor er begann, Rod wieder herzurichten.

 

Als er fertig war, setzte er sich schwerfällig neben seine Geliebten, der sich sofort, so gut es ging, an ihn kuschelte. Niemand, dachte Jan lächelnd, würde darauf kommen, dass dieses verschmuste kleine Kätzchen hier eben grad noch ein sexsüchtiger Tiger war.

 

Und das war gut so. Jan teilte nämlich nicht.

 

Es war wieder einmal still, aber dieses Mal war es eine gemeinsame, glückliche Stille.

 

„Okay…“ meinte Rod schließlich keuchend, „ich vergebe dir.“

 

„Was?“

 

„Dass du Bela diesen vermaledeiten Kasten gekauft hast…“

 

Ende

 

Ich hoffe, es hat euch gefallen!

20.1.09 21:47


Beweis

Titel: Beweis
Pairing: Farin/Rod
Rating: NC-17
Warnings: Lemon, First Time, SAP

Notes: Ich…schreibe seit fast drei Monaten an dieser Fic. Endlich hab ich es geschafft sie zu Ende zu bringen, auch wenn sie mir nicht wirklich gefällt.

Sie ist ganz okay aber…na ja.

Bitte kommentiert!!!



„Was?!?“ Farin starrte fassungslos auf Rod, der nervös vor ihm stand. Rod, sein Bassist, der ihn mitten in der spanischen Ferienpampa aufgespürt hatte und nun mit einer Reisetasche um die Schulter vor ihm stand. Rod, der ihm gerade seine Liebe gestanden hatte und ihn jetzt mit großen, unsicheren Augen ansah.

„Ich liebe dich.“ Es erfolgte keine weitere Reaktion Farins und Rod wollte sich bereits umdrehen, als er plötzlich am Arm gepackt und in eine leere, dunkle Seitengasse gezerrt wurde.

Dort angekommen wurde ihm als erstes eine schallende Ohrfeige verpasst, die Rod kommentarlos hinnahm.

Er hatte sie verdient.

„Was soll der Quatsch, Rod? Plötzlich liebst du mich auch?“ zischte Farin mit wütenden Augen. Rod zuckte zusammen. Ein Teil in ihm hatte zwar gewusst, dass Farin so oder ähnlich reagieren würde, aber er hatte trotzdem auf etwas anderes gehofft.

Farin hatte aber eigentlich allen Grund, skeptisch zu sein. Schließlich hatte er sich dieselbe Blöße bereits einmal vor Rod gegeben und dieser hatte abgelehnt.

Vehement.

So senkte Rod nur den Kopf und wartete auf die nächste Reaktion Farins, die wahrscheinlich noch schmerzhafter sein würde. Aber mit der Reaktion, die dann endlich folgte hatte er nicht gerechnet.

Seine Reisetasche wurde von seiner Schulter gezogen und landete im Straßenstaub und er selbst wurde auf die Knie gedrückt. Als Rod sich endlich traute den Kopf wieder zu heben, starrte er direkt auf Farins Lendenregion, wo die schlanken Hände des Gitarristen bereits damit beschäftigt waren, seine Hose zu öffnen.

„Beweis es mir.“ Rod schluckte und sah hoch in Farins berechnende Augen. „Hier?“ Farin schnaubte nur und machte sich bereit sich wieder anzuziehen, als Rod verstand, dass das hier ein Test war und er ihn mit dieser Antwort so eben verpatzt hatte.

Also fischte er Farin aus dessen Hose, öffnete den Mund und lehnte sich schnell nach vorne. Obwohl er das noch nie zuvor gemacht hatte, ließ er Farins Glied in seinen Mund gleiten, fuhr mit der Zunge an der Unterseite entlang und tat sein verdammt bestes um es für Farin so angenehm wie möglich zu machen.

Nach kurzer Zeit spürte er, wie sich zwei Hände nicht übermäßig sanft in seinen Haaren vergruben und seinen Kopf vor und zurück dirigierten. Rod ließ es sich gefallen, auch, als Farin immer härter und tiefer zustieß und er kaum noch Luft bekam.

Schließlich schmeckte er Farins heißen Erguss in seinem Mund und schluckte, soweit er konnte, alles herunter, was sich als sehr schwierig erwies, denn seine Kehle schmerzte von den Stößen und die salzige Flüssigkeit machte das nicht besser.

Rod hatte noch nicht einmal genug Zeit sich aufzurappeln und seine Tasche wieder zu greifen als Farin bereits halb aus der Gasse verschwunden war.

„Komm mit.“

Sie gingen schweigend zu Farins Hotel und als sie auf seinem Zimmer angekommen waren, schloss Farin ab. Er lehnte sich gegen die Tür und blickte auf Rod, der sich nicht umdrehte, sondern stumm aus dem Fenster sah. Das Zittern konnte er aber nicht unterdrücken. Rod bewegte sich kein Stück, er nahm nicht einmal die Reisetasche ab.

„Du kannst die Tasche ablegen.“

Keine Antwort, aber Rod nahm sie sofort ab. Farin ging langsam auf den Bassisten zu und als er direkt hinter ihm stand konnte er sehen, wie sich Rods Rückenmuskeln vor lauter Anstrengung, sich nicht umzudrehen, sich wenn möglich überhaupt nicht zu bewegen, anspannten.

Farin lehnte sich nach vorne, bis seine Lippen nur wenige Zentimeter von Rods Ohr entfernt waren. „Warum bist du hier?“ Ein Zittern. „Das…das habe ich dir doch schon gesagt.“

Farins Finger vergruben sich unendlich langsam in Rods Haaren und schließlich zogen sie seinen Kopf ruckartig ein Stück zurück.
„Lüg mich nicht an. Warum bist du hier? “
Rod blinzelte mehrmals um die Tränen, die sich durch den Schmerz, den Farins Hand in seinen Haaren verursachte, gebildet hatten, wegzukriegen. „Ich lüge dich nicht an.“

Ihm wurde der linke Arm auf den Rücken gedreht und obwohl er sich nicht dagegen wehrte, war der Griff fest. Rod ging leicht in die Knie, wurde aber sofort wieder nach oben gezogen.

Es tat weh, es tat sogar ziemlich weh, aber das einzige was Rod von sich hören ließ war ein schmerzerfülltes Keuchen. „Sag die Wahrheit! Warum hast du nicht die zwei Wochen gewartet, bis ich wieder in Deutschland gewesen wäre?“ „Farin, bitte…“ Der Griff wurde noch ein wenig fester und die Stimme senkte sich auf ein kaltes Flüstern herab: „Sag. Es. Mir.“

„Ich…ich konnte es nicht mehr aushalten! Ich musste es dir endlich sagen! Farin, bitte…!“ Beide Hände lösten sich von seinem Körper und er wurde ein wenig grob nach vorne geschubst.

„Zieh dich aus. Und dann aufs Bett mit dir. Auf allen Vieren. “ Die Stimme war vollkommen emotionslos und als Rod den Kopf drehte, sah er dass es mit Farins Gesicht das gleiche war.

Es tat weh, ihn so zu sehen.

Aber er liebte ihn und er wusste, dass er diese Behandlung verdient hatte. Und deshalb tat er, was Farin wollte.


Nun kniete er, nackt, auf dem Bett. Er hatte den Kopf gesenkt, seine Wangen waren rot vor Scham, weil er ihn zwar nicht sehen konnte, aber Farins Blick auf seinem Körper deutlich spürte.

Schließlich, nach qualvollen Minuten des Ausharrens, spürte er Farins ebenfalls nackten Körper hinter sich.

Plötzlich war er noch unsicherer als zuvor.

„Farin, ich…“

Er hatte doch noch nie Sex mit einem Mann gehabt…

„Keinen Mucks. Verstanden?“ Rod erwiderte nichts sondern biss sich nur auf die Lippen. Er zuckte, als Farin in ihn eindrang. Farin hatte eine Menge Gleitgel benutzt, das war zu spüren, aber es war Rods erstes Mal und er war ansonsten nicht vorbereitet.
Es war mehr Schmerz als Freude für ihn. Er spürte wie sich Farin in ihm bewegte und biss noch ein wenig härter auf seine Unterlippe. Seine Finger krallten sich ins Laken und er kniff die Augen fest zusammen.

Er hörte Farin hinter sich keuchen.

Schließlich spürte er, wie der metallisch-bittere Geschmack von Blut seinen Mund erfüllte,
aber er tat nichts. Farin wollte nicht, dass er etwas sagte, also würde er auch nichts sagen. Wie sollte er ihn sonst davon überzeugen können, dass er ihn liebte?

Als Farin einmal aufstöhnte und sich in ihm ergoss, begannen Rods Arme zu zittern und als Farin sich dann auf ihn sinken ließ, knickte er ein. Rod lag einfach nur da, mit dem Gesicht im Kissen, das seine Tränen aufsaugte und zitterte unter Farin.

Aber dieser schlang seine Arme um Rods Hüften, drückte ihn an seinen muskulösen Oberkörper und atmete stoßweise gegen Rods Schultern und obwohl Rod kalt war und er Schmerzen hatte, wollte er diesen Augenblick nicht missen.

Nach einer Weile setzte Farin sich auf und drehte Rod auf den Rücken. Er hob beide Augenbrauen, als er die aufgebissene Lippe sah: „Was sollte das?“

Rod sah ihn nur an.

Farin erkannte seinen Fehler und stellte die Frage noch einmal: „Du kannst wieder reden, also, was sollte das?“
„Ich…ich hätte sonst nicht still sein können…und das wolltest du doch…“ Farin seufzte. Rod war unsicher. Was hatte er jetzt falsch gemacht? „Verzeihung…“

Farin stand auf und zog sich wieder an. „Ich gehe spazieren. Mach, was du willst, aber verlass das Hotelzimmer nicht.“ Damit war er auch schon aus der Tür.

Rod starrte eine Weile an die Decke, bevor auch er aufstand, was sich als dumme Idee erwies, denn seine ganze untere Körperhälfte schmerzte. Er zog sich die Shorts wieder an, bevor er sich zurück ins Bett legte, sich in die Decke einkuschelte, die, genau wie das Kissen bereits so sehr nach Farin duftete und leise weinte.

Farin hasste ihn. Das war aber auch klar. Rod hatte ja selber Schuld daran.

Sollte er wieder gehen?

Nein.

Er würde bleiben. Auch wenn es hoffnungslos war, dass Farin ihn jemals wieder lieben könnte.

Nach einer Weile stand er dann doch wieder auf und ging ins Badezimmer um zu duschen. Rod stand solange unter dem Wasser, bis dieses bereits wieder kalt war und selbst dann stand er noch lange unter dem Strahl. Erst, als er vollkommen ausgekühlt war, bemerkte er es überhaupt und stieg aus der Dusche. Er schlang ein Handtuch um seine Hüften und legte eines
um seine Schultern, trocknete sich aber nicht ab sondern legte sich wieder aufs Bett und fiel nach einiger Zeit in einen unruhigen Schlaf.


Farin wiederum schlenderte tief in Gedanken versunken durch die Stadt.
Rod war zu ihm gekommen, einfach so, ohne jede Ankündigung. Er hatte ihm gesagt, dass er ihn liebte und obwohl Farin es offensichtlich gemacht hatte, dass er ihm nicht glaubte und ihn wie den letzten Dreck behandelt hatte, war er geblieben.

Also liebte Rod ihn wirklich?

Musste wohl so sein, sonst hätte er nicht zugelassen, dass Farin all das mit ihm machte.

Bei diesem Gedanken schlich sich ein leises Lächeln auf Farins Lippen. Es wurde größer und breiter und schließlich strahlte Farin über das ganze Gesicht.

Rod liebte ihn! Wirklich und wahrhaftig!

Dann erlosch das Grinsen wieder. Aber so wie er ihn behandelt hatte…er musste sich bei ihm entschuldigen. Sofort und auf der Stelle.

Und dann konnten sie, vielleicht, glücklich zusammen sein.

So schnell er konnte, steuerte Farin wieder auf das Hotel zu.

Als er endlich wieder an seinem Zimmer angekommen war, atmete er noch ein Mal tief durch, bevor er aufschloss und hineinging.

Drinnen sah er dann auf einen schlafenden Rod, der sich leicht zusammengerollt hatte.

Farin sah sanft lächelnd auf den Chilenen hinunter. Rod wirkte verletzlich und ziemlich hilflos, wie er da lag, obwohl, eigentlich sah er schon so aus, seit er hier angekommen war.

Der Ältere setzte sich neben ihn auf das Bett und strich mit einer Hand über den Oberarm, zog aber, aufgrund der Kälte, die von diesem ausging, die Augenbrauen hoch. Er legte auch noch seine andere Hand auf Rods Körper und seine Augenbrauen wanderten noch höher, bis sie beinahe an seinem Haaransatz angekommen waren. Er beugte sich ein bisschen herunter um ihn Rods Gesicht zu blicken und was er da sah, gefiel ihm gar nicht, denn Rods Lippen hatten bereits eine leichte Blaufärbung angenommen.

„Hey…“ Mit einem Ruck wachte Rod auf und schob sich hoch in eine sitzende Position.

„Farin…“ er senkte den Blick.
Farin verzog das Gesicht. Hatte er das angerichtet?

Er strich mit den Händen inzwischen an Rods Armen entlang und erzeugte so ein wenig Wärme. „Hat dich das alles so aufgewühlt?“ fragte er leise und rutschte dann weiter auf das Bett, hinter den unsicheren Rod und zog ihn an seinen warmen Körper.

„Aber keine Sorge…ich sorge dafür, dass dir wieder schön warm wird…“ Er drehte Rods Kopf zu sich und legte seine Lippen auf die des Anderen.

Rod spürte, wie ihm tatsächlich bereits etwas wärmer war, die Lippen Farins brannten beinahe schmerzlich auf seinen eigenen, aber er war weit davon entfernt, etwas dagegen zu tun. Eine warme, schlanke Hand strich über seinen Oberkörper und wanderte weiter nach unten, bis sie schließlich unter das Handtuch schlich und sein Glied umfasste. Rod keuchte auf und Farins Zunge schlüpfte in seinen Mund. Dort begann sie die andere anzustupsen und Rod fing nach einer Weile an zögerlich, aber immerhin, mitzumachen. Er schloss die Augen, Farins Hand machte ihre Sache so gut…
Schließlich löste Farin den Kuss wieder. Er blickte Rod an und drückte ihn langsam hinunter, auf das Bett.

Rod sah ihn beinahe ängstlich an, war sich nicht sicher, was jetzt folgen würde. Farin rutschte nach unten und als er Rods Glied in den Mund nahm, erstarrte dieser und sackte dann, ohne jegliche Kraft mehr, in sich zusammen.

Von Kälte konnte keine Rede mehr sein, sein ganzer Körper schien in Flammen zu stehen und Rod keuchte immer wieder den Namen des Mannes, der dafür verantwortlich war: „Farin…Farin…Farin…“

Nach kurzer Zeit kam Rod, mit einem erstickten „Gott…“ auf den Lippen. Farin rutschte wieder nach oben und nahm den verwirrten Rod in seine Arme.

„Ist dir immer noch kalt?“ Ein leichtes Kopfschütteln. Farin holte tief Luft.

„Rod…ich liebe dich. Es tut mir so leid, wie ich dich behandelt habe...“

Rods Kopf schoss nach oben und er sah Farin ungläubig an. „Du…du liebst mich? Ich hab das nicht kaputtgemacht?“

Farin küsste ihn erneut. „Dich trifft schon Mal überhaupt keine Schuld…ich hab mich wie ein absolutes Arschloch verhalten…“

Rod blickte ihn an. „Ich…ich dachte du hasst mich...“ „Wie könnte ich?“

Farin sah in Rods dunkle Augen und versuchte ihm, alleine mit seinem Blick klarzumachen, dass er es ernst meinte, dass er Rod liebte und das es ihm Leid tat, wie er ihn behandelt hatte.

Rod erwiderte seinen Blick und dann, ganz vorsichtig, legte er eine Hand auf Farins Wange.

„Du…liebst mich.“ Er beugte sich vor und gab Farin einen schüchternen Kuss auf die Lippen, nur ganz kurz, bevor er sich wieder zurücklehnte und Jan ansah.

„Natürlich tue ich das. Und du?“
Rod lächelte sanft.

„Ich liebe dich mehr als mein Leben…“

ENDE

20.1.09 21:45


Besenschrank

Titel: Besenschrank
Rating: R
Pairing: FU/Rod



„Was zur Hölle soll das heißen?“

„Ich liebe dich. I love you, je t’aime, yo te quiero, ai shiteru…“ Rod unterbrach ihn. „Darüber macht man keine Scherze, Farin!“

„Ist ja auch nicht als Scherz gedacht. Ich meins ernst. So wahr ich Farin Urlaub heiße.“ „Du heißt aber nicht Farin Urlaub! Du heißt Jan Ullrich Max Vetter-Marciniak!“

„Du weißt genau, was ich meine!“ „Nein, weiß ich nicht!“ Kurze Stille.

„Du…du hast mich geküsst!“ „Jep. Hats dir gefallen? Soll ich weitermachen? Könnte ein bisschen eng werden, aber wenn du dich gegen die Tür lehnst…“

„NEIN! Du sollst nicht weitermachen! Meine Güte, wie oft denn noch? Ich bin weder schwul, noch liebst du mich! Wir sind nicht auf der Bühne, falls dir das entgangen sein sollte!“

„Hältst du mich für blöd, dass ich das hier mit einer Bühne verwechseln könnte? Das gibt Strafe!“

„Farin, nimm deine Hand von meinem Hintern!“

Ein klatschendes Geräusch.

„Au! Was war das, verdammt noch mal?!?“ „Das, mein süßer, kleiner Rodrigo, war ein Vorgeschmack dessen, was du bekommst, wenn du mich weiterhin nicht ernst nimmst und für doof hältst.“

„WAS???“ „Und schrei nicht immer so. Ich kann dich gut verstehen, okay?“

„ICH SCHREIE, WANN ICH WILL, DU WAHNSINNIGER, NOTGEILER MISTKERL!!!“

Mehrere klatschende Geräusche, immer wieder unterbrochen von jaulenden Lauten, die sich verdächtig nach Rodrigo anhören.

„Hör auf!“

Noch ein klatschendes Geräusch.

„Farin!“

Klatsch.

„Ja?“

Klatsch. Klatsch.

„Hör auf!“

Klatsch.

„Sag: Bitte, liebster Farin, hör bitte auf, ich liebe dich doch auch. Dann höre ich auf.“
Klatsch.

„Nie im Leben!“

Klatsch.

„Okay. Dein Problem, ich hab Zeit…“

Klatsch.

„Farin!“

Klatsch.

„Lass es!“

Klatsch.

„Okay! Okay, ich sag’s ja!“

„Na dann…schieß los.“

Ein Seufzen.

„Bitte, liebster Farin, hör bitte auf, ich liebe dich doch auch.“

„Geht doch. Kann ich dann jetzt endlich zur Sache kommen?“

„Nicht.“

„Was?“

„Ich liebe dich auch nicht.“

„Soll ich etwa wieder anfangen?“

„Nein!“ „Also.“

Dieses Mal hält die Stille länger an. „Farin, hör…“

Ein schmatzendes Geräusch.

Man hört Stoff rascheln.

„Fa…rin…nicht…ich…ich bin kitzlig…“

„Ach…tatsächlich?“

„Oh Mist…“

Ein Reißverschluss wird aufgezogen.
„Dein Hintern ist bestimmt schon ganz rot…er fühlt sich…so warm an…“

„Jan, du Mistkerl…Perversling…mich einfach so zu verführen…“

„Ich bin ein schlimmer…Finger.“ Man hört das Grinsen förmlich aus den Worten heraustriefen.

„Ein…ein ganz…schlimmer…Finger…oh…“

Wieder ein schmatzendes Geräusch, dieses Mal von raschelndem Stoff begleitet.

„Dreh dich um, Rodrigo…“

„Jan, ich hab noch nie…“

„Das will ich ja auch hoffen…ich hatte gehofft, dich entjungfern zu können.“

„Mach dich nicht lustig über mich.“

„Tu ich nicht. Ich würde nie auf den Gedanken kommen mich über eine…Jungfrau…lustig zu machen.“

„Jan…!“ „Sssssch.“

„…Jan, was machst du da…?“ „Willst du das wissen?“ „Nein…nicht wirklich.“

„Na also. Lehn dich mit den Händen…ja. Gut, genau so. Und jetzt entspann dich.“

„Was meinst du…Heilige Maria Mutter Gottes!“

Es kommt keine Antwort.

„Jan! Oh Gott, JAN!“

Ein seltsames, entfernt an ein Schmatzen erinnerndes Geräusch. „Ja?“

„Ich…hast du…etwa…was…was ich denke, was…du getan hast?“

„Ich hab das Gleitgel vergessen, da musste die gute, alte Zunge herhalten. Und jetzt aufpassen und weiter entspannen. Sonst tut’s nur unnötig weh…“

„Was…?“

Die Stimmen verstummen. Man hört nach einer Weile nur noch keuchende und stöhnende Geräusche.

Ende. Kommis sind sehr, sehr erwünscht.

20.1.09 21:44


Feuer

Pairing: Rod/Farin

Rating: R

Warnings: Schlechte Feuer-Wortwitze? Rod ist Seme.

 

„Pass auf!“ Rod zog Farin von dem Grill weg. Gerade rechtzeitig- eine Flamme loderte auf und hätte ihm mit Sicherheit mindestens die Brauen versengt. „Puh.“ Farin ließ sich nach hinten, in Rods Arme fallen.

 

„Das war knapp. Danke, mein Held!“ Grinsend drehte er sich um und legte seine Arme um Rods Nacken. „Darf ich meinem Helden danken?“

 

„Aber immer doch!“ Immer noch  grinsend lehnte Farin sich nach vorne und ging auf ein heißes Zungenspiel mit seinem chilenischen Engel ein.

 

„Ich wundere mich…“ murmelte er, nachdem sie sich wieder getrennt hatten. „Ich wundere mich, warum ich mich noch nie an dir verbrannt hab. Ich meine…du bist doch mal ein selten feuriger Typ!“

 

Rod lächelte und hauchte einen weiteren Kuss auf Farins Lippen.

 

„Das kommt daher, dass ich für dich immer nur auf Sparflamme bin…“

 

„Ach…tatsächlich? Und wie sieht’s aus, wenn ich Öl ins Feuer kippen würde?“

 

„Dann würdest du dahinschmelzen…!“ Rod zog Farin bereits langsam in Richtung Schlafzimmer. Der Grill war ihm in diesem Moment scheißegal.

 

„Na, das wollen wir ja mal sehen!“

 

ENDE!!!

20.1.09 21:44


Mondo Bondage

Titel: Mondo Bondage
Rating: Nc-17
Pairing: Farin/Rod
Warnings: Nichts, es ist allerdings eine absolute PWP

Es gilt dasselbe wie eigentlich immer: Wenn es euch gefallen hat, bitte ich euch, zu kommentieren. Und zwar euch alle^^

Und sonst: Enjoy!



Rod stand im Aufnahmeraum, die Hände an den Kopfhörern, aus denen ‚Mondo Bondage’ tönte, die Augen geschlossen und konzentrierte sich ganz und gar aufs Singen.

Er ging vollkommen darin auf und nahm um sich herum nichts mehr wahr.

Deswegen hörte er auch nicht, als sich die Tür plötzlich öffnete und kurz darauf leise wieder schloss.

Er spürte es aber, als ihm jemand die Kopfhörer in den Nacken schob und die Hände auf seine Hüften legte.

Er zuckte zusammen und drehte sich halb um, erhaschte aber nur einen kurzen Ausblick auf ein schwarzes T-Shirt, bevor er wieder umgedreht wurde.

„Schön weitersingen…“ wurde in sein Ohr geflüstert.

„Jan…! Was…“ „Ah, Ah, Ah…einfach singen…“ eine Hand legte sich über seine Augen.

„Ignorier mich einfach…oder versuch es zumindest…“ Rod sah das teuflische, verführerische Grinsen zwar nicht, konnte es aber aus der Stimme heraushören und er verfluchte sich für sein Gedächtnis, das ihm zahllose Begebenheiten vor Augen führte, an denen er dieses Grinsen bereits im Gesicht seine Liebhabers gesehen hatte.

Nächte voller süßer Hilflosigkeit, in denen er ihm vollkommen ausgeliefert war und nach denen er jedes Mal tagelang nicht richtig sitzen konnte…

Im Halbdunkel eines Besenschranks gestohlene Küsse…

Im Nervenkitzel einer jederzeit möglichen Entdeckung auf dem Rücksitz eines Autos…

Direkt vor, während oder nach einem Konzert in einem leeren Gang…

Wilde Berührungen während eines Kinofilms…

Stunden andauernde Spiele auf der großen Couch, bis er halb wahnsinnig vor Erregung war und seinen ‚Meister’ um Erlösung anflehte…


Ihm lief ein Schauer den Rücken hinunter.

Wieder diese sündige Stimme in seinem Ohr:

„Ich hab doch noch gar nicht angefangen…sind wir heute ungeduldig?“

„Jan…“

„Ich hab doch gesagt, dass du mich ignorieren sollst…“ die Worte wurden dicht neben seinem Ohr geflüstert.

Rod schluckte, atmete tief durch und fing wieder an zu singen.

Jans Hände wanderten nach oben und knöpften dabei sein Hemd auf und die Fingerspitzen, die dabei ab und zu ‚zufällig’ über seine Haut glitten, reichten bereits aus um Rods Stimme kurz erzittern zu lassen.

Dann war das Hemd offen.

Die Hände trennten sich und während die eine anfing, federleicht über Rodrigos Brustkorb zu streichen und dabei ganz bewusst die Brustwarzen ausließ, schlich sich die andere nach unten und drehte eine immer kleiner werdende Spirale um den Bauchnabel.

Schließlich tauchte der Finger kurz hinein, drehte sich einmal und aus dem ‚Hilflos wunderschön’ des Refrains wurde ein Stöhnen.

Ein leises Lachen hinter ihm.

Der Finger verschwand wieder und die Spirale ging von neuem los, dieses Mal größer werdend.

Die obere Hand hatte inzwischen ein Einsehen und widmete sich mit grenzenloser Sorgfalt seinen Brustwarzen.

Ein Mund saugte sich an seinem Hals fest, verteilte Küsse und Bisse überall auf der dunklen Haut.

Und die Spirale kam an seinem Hosenbund an. Rod spürte, wie Farins Lippen, die sich gerade unter seinem Ohr ein Plätzchen ausgesucht hatten, wieder dieses unwiderstehliche Lächeln formten.

Er stöhnte wieder und dieses Mal ging ‚ deine Tiefe spüren’ verloren.

Geschickte Finger öffneten seinen Hosenknopf und den Reisverschluss- und wanderten wieder nach oben.

Sie drückten seinen Kopf nach hinten, legten ihn auf Jans Schulter und Jans Mund nahm neues Gebiet in Angriff.

Er verwöhnte die sich ihm ungeschützt darbietende Kehle und Rodrigo konnte kaum noch Singen, der größte Teil des Gesangs bestand inzwischen aus Stöhnen und Keuchen und nur ab und zu tauchte ein Textfetzen darin auf.

Seine Beine zitterten und sofort schlang sich ein Arm um seine Hüfte und stützte ihn.

„Obacht…nicht dass du mir zusammenknickst…“

Rodrigo nickte nur, er wusste, dass Jan ihn nie fallen lassen würde. Seine Hände legten sich um Jans Kopf, streichelten durch die Haare und sein Körper war bereits so sensibel, dass das Gefühl von Jans feuerroten, weichen Haaren an seinen Fingern ein Seufzen hervorrief.

Die Hände wanderten zu Jans Wangen und zogen ihn weg von der Kehle und hin zu Rodrigos suchenden, gierigen Lippen.

Rod war so versessen auf den Kuss, dass er Jan zuerst verfehlte und seine Lippen neben dem Mund landeten und Rod wimmerte, als ihm das, was er so verzweifelt wollte, verwehrt blieb.

„Jan…Jan…Jan…!“

„Sssssssch…“ Jan gab Hilfestellung, packte Rods Kinn und zog ihn zu sich.

Nun gaben Rods Knie endgültig nach. Als er Jans Lippen auf seinen spürte und die Zunge in seinen Mund schlüpfte, stöhnte er noch einmal und kam dann, was ihn selbst überraschte.

Er keuchte ein atemloses „Jan…“ gegen die Lippen und ließ sich fallen.

„Jan…du…bist irre…“ Rod lächelte müde und genoss das Gefühl, von Jan gehalten zu werden.

Er ließ sich aufheben und erkannte an der vorbeischwebenden Studioausrüstung, dass Jan ihn in den leeren Aufenthaltsraum brachte.

Er wurde auf die Couch gelassen und nickte weg.

Nach einiger Zeit wachte er wieder auf und blickte leicht orientierungslos auf den im Sessel sitzenden Jan, der ihn grinsend musterte und dabei über einen Lautsprecher Musik hörte.

Als er sah, dass Rod wach war, nahm Jan die Kopfhörer ab und lächelte ihn sanft an.

„Wieder wach, Dornröschen?“

„Ja. Was…hörst du da?“

Nun nicht mehr lächelnd sondern grinsend rutschte Jan vom Sessel, kniete sich neben Rod und setzte ihm die Kopfhörer auf.

„Meine Lieblingsversion…“

Rod hörte eine Weile zu. Und dann, als der erste Refrain einsetzte, da wurde er, an einer ganz bestimmten Stelle, knallrot.

„Das…das…ist die Aufnahme…von…eben???“

„Jep. Du bist wirklich ein Gesangstalent, weißt du das?“ grinste Jan und zog Rod in einen verspielten Kuss.

Ende

20.1.09 21:43


Ich gehöre nicht dazu

Pairing: Farin/Rod

Warnings: Fluff

Rating: PG

 

 

Rod krümmte sich vor Lachen und fiel fast vom Sofa. Er umschlang seinen Bauch fest und lachte und lachte und lachte.

Farin sah ihn beleidigt an und schwieg. Schließlich schaffte Rod es, sich einigermaßen zu beruhigen und er setzte sich wieder aufrecht hin.

„Das war jetzt echt übertrieben.“ Der Bassist begann wieder zu kichern, fasste sich aber schnell wieder. Die beleidigte Miene Farins entspannte sich ein wenig. „Ich…komm, Farin, das ist doch absurd. Warum nicht Bela?“

„Weil Dirk es mich nie mehr vergessen lassen würde.“ Das stimmte, dachte Rod. Wahrscheinlich würde Bela noch auf Farins Grabstein schreiben lassen: „Haha, ihr werdet nicht glauben, was ich euch gleich erzähle…“

„Und?“

„Was…und?“

„Machst du’s? Ich kann sonst niemanden fragen.“

Rodrigo seufzte. Das würde so peinlich werden. Für sie beide.

„Okay. Ich geb dir…ich…ich geb dir Tanzunterricht.“

 

Jetzt standen sie beide in der Mitte des Wohnzimmers, sich gegenüber und keiner wagte es, den anderen anzusehen.

„Warum willst du überhaupt tanzen lernen? Bisher hat’s dich doch auch nie gestört.“

„Es…“ Farin zögerte. „Es gibt da jemanden.“

Rod zog beide Augenbrauen hoch. Also herrschten wieder Frühlingsgefühle im Hause Urlaub.

„Das…ist ja schön.“

Sie starrten beide noch eine Weile Löcher in den Teppich, dann fasste sich Rod ein Herz.

 

„Also. Ähm…gut. Als erstes, musst du sie…richtig anfassen.“ Farin grinste.

„Nicht so! Ich meinte die Grundhaltung. Also, du musst die Arme um ihre Hüfte legen und sie festhalten. Aber nicht zu fest! Und sie legt ihre Arme dann um deine Schultern.“

 

Da beide nicht mehr Körperkontakt als unbedingt nötig wollten, wurde bereits dieser einfache Anfang kompliziert. Schließlich seufzte Farin und zog Rod in einer einzelnen schwungvollen Bewegung näher. Zu nah.

Rod wurde herangezogen und stolperte ihn Farin hinein.

„Ähm…das kommt erst danach Farin…“ Farin ließ ihn schnell wieder los.

„Entschuldige. Ich…aber das ist doch absurd, wir sind zwei erwachsene Männer und haben unsere Gefühle…ja…wohl unter Kontrolle. Rod war so damit beschäftigt, sein plötzlich rasendes Herz zu beruhigen, das ihm entging, dass Farin so klang als wollte er sich selbst zur Räson rufen.

 

„Okay. Versuchen wir es noch mal. Und du hast Recht…“

Gleiche Haltung, dieses Mal näher zusammen.

„Das klappt doch schon ganz gut.“

Rod trat mit dem großen Zeh auf die Fernbedienung und schob sie dann aus dem Weg.

„Also…das hier ist eigentlich ganz einfach. Du musst dich nur im Takt der Musik mit ihr bewegen…schön langsam. Und du musst sie festhalten…“ Die ersten Töne füllten den Raum. Die beiden begannen sich langsam zu bewegen.

Schließlich, nach einer Ewigkeit, wie es schien, hörte das Lied plötzlich auf. Farin stellte überrascht fest, dass Rod seinen Kopf an Farins Brust gelehnt hatte.

 

Als der tranceartige Zustand des Tanzes verflog, schien auch Rod wieder aufzuwachen. Er zog schnell den Kopf zurück und sah Farin, knallrot geworden, an.

Jetzt war Farin der Wissende und Halt gebende. Er lächelte Rod sanft an.

„Und…was kommt dann nach dem Tanz?“ flüsterte er heiser und strich Rodrigo gedankenverloren durch die weichen Haare. Rod wagte es nicht, aufzusehen, als er, ebenfalls flüsternd, antwortete:

 

„Dann…dann drückst du deinen Tanzpartner an dich…und…und…“ Er schluckte und schloss die Augen. Seine Wangen röteten sich.

Farin drückte Rod näher an sich und hob sein Kinn langsam mit Daumen und Zeigefinger an.

„Und dann?“

Rod kniff die Augen fest zu. „Dann küsst du ihn…“ flüsterte er kaum hörbar.

Nichts passierte. Ein Handrücken streichelte sanft seine Wange. Schließlich wagte Rod es, die Augen wieder zu öffnen.

„Will der Tanzpartner denn auch geküsst werden?“ wurde er, immer noch flüsternd, gefragt.

Schüchtern nickte Rod. Farin lächelte. „Na, wenn das so ist…“

 

Unendlich sanft legten sich Farins Lippen auf Rods, verschloss sie in einem schmetterlingsgleichen Kuss. Rod schoss wieder die Augen und erwiderte den Kuss zurückhaltend. Er spürte wie Farin weiter durch seine Haare strich und vergrub auch seine Hände in den blonden Schopf des Größeren.

 

Schließlich, nach einer weiteren Ewigkeit, wie es Rod schien, löste Farin sich von Rod und sah ihn verliebt an.

„Nächste Woche üben wir dann den Tango, ok?“ Rod nickte lächelnd.

 

Ende^^

20.1.09 21:42


Haustier

Titel: Haustier

Rating: R? Nc-17?

Pairing: Farin/Rod

Warnings: BDSM…

 

 

Jan grinste, als er seine Wohnung betrat und leise die Tür hinter sich schloss.

 

Er zog sich die Schuhe aus und hängte die Jacke ordentlich auf der Garderobe auf. Immer noch grinsend schlenderte er erwartungsvoll Richtung Schlafzimmer, wobei er beim bloßen Gedanken daran, was ihn da erwarten würde, einen Schauer der Erregung fühlte.

 

Schließlich war er am Schlafzimmer angekommen und öffnete die Tür geräuschlos.

 

Rodrigo kniete noch immer auf dem Bett. Nun, nicht das er eine andere Wahl gehabt hätte.

 

Seine Hände waren mit einem Lederband an einem Haken über dem Kopfende angebunden. Nicht zu straff, Jan wollte seinem Eigentum nicht die Schultern auskugeln oder so was.

 

Um seinen Hals sah man das silberne Halsband blitzen, das seinen Kopf etwas nach vorne zog, da es am Gitter des Bettes befestigt war. Reines Silber. Es war nicht billig gewesen, aber dafür war es qualitativ hochwertig und hatte einen besonderen Verschluss, der verhinderte, dass es zu eng wurde. Jan wollte nicht, dass Rod irgendwann durch einen Unfall oder eine Unachtsamkeit seinerseits gewürgt wurde.

 

Ein schwarzes Band war über seine Augen gebunden und hinterließ Rod in vollkommener Dunkelheit. Das Band war natürlich aus Seide. Und absolut pechschwarz. Schwarz stand Rodrigo einfach immer noch am Besten. Und Jan wollte nur das Beste für sein Haustier.

 

Rod keuchte, das konnte man hören. Man hörte auch sein Stöhnen und das intensive Luftholen. Kein Wunder. Er war etwa eine halbe Stunde weg gewesen und eine halbe Stunde lang einen angeschalteten Vibrator im Hintern zu haben, war sicherlich ziemlich…sagen wir…anstrengend.

 

Ganz besonders wenn man dazu auch noch einen Cockring trug, der zu frühe Erlösung verhindern sollte.

 

Jan leckte sich über die Lippen, als er Rodrigos schweißbedeckten Rücken betrachtete und sich ausmalte, was er in der nächsten Zeit alles mit seinem Kleinen anstellen würde.

 

Aber bevor es dazu kam…

 

Er brauchte erstmal ein schönes, kaltes Wasser.

 

Leise verließ Jan den Raum wieder und ging in die Küche, um sich ein Glas mit Wasser zu füllen und auch noch zwei Eiswürfel hineinzutun.

 

Dann ging er langsam zurück ins Schlafzimmer. Er trat neben das Bett und stellte das Glas vorsichtig auf dem Nachtschrank ab.

Der flauschige Teppich hatte seine Schritte unhörbar gemacht und deshalb zuckte Rod auch erschrocken zusammen, als Jan anfing zu sprechen.

 

„Ich hoffe, das Warten war nicht allzu langweilig für dich…“

 

Rod schwieg. Jan hatte ihm befohlen, nicht zu sprechen.

 

„Hast du Durst?“ Und wie er den hatte, seine Kehle fühlte sich staubtrocken an.

 

Rod seufzte erleichtert, als ein Eiswürfel gegen seine Lippen gedrückt wurde…

 

Und dann plötzlich wieder weggezogen wurde.

 

„Na, wenn du nichts sagst…muss ich ja davon ausgehen, dass du keinen  Durst hast…“

 

Hatte Jan sein eigenes Verbot vergessen?

 

Höchstwahrscheinlich nicht. Er wollte ihn damit wohl testen. Würde Rod jetzt etwas sagen, würde er etwas zu trinken bekommen. Und später dann bestraft werden.

 

Würde er nichts sagen, würde er auch nichts zu trinken bekommen. Und seine Kehle tat jetzt bereits weh. Er fühlte sich förmlich ausgedörrt.

 

Also?

 

Der Eiswürfel wurde wieder gegen seine Lippen gedrückt.

 

Rodrigo erzitterte. Er öffnete die Lippen und saugte am Eiswürfel und die Erleichterung, als kühles Nass über seine Lippen floss, war unbeschreiblich.

 

Der Eiswürfel verschwand wieder. Er wimmerte.

 

„…bitte, Herr…!“ Jan drückte den Würfel wieder gegen seine Lippen und Rodrigo öffnete den Mund und ließ ihn hineingleiten.

 

Nach einiger Zeit war der Eiswürfel weg. Rodrigo seufzte wieder. Das war soviel besser…

 

Er schnappte erschrocken nach Luft, als der Vibrator plötzlich aus ihm herausgezogen wurde. „Na…der ist ja schon heißgelaufen…“

 

Das leise Summen des Vibrators stoppte jäh. Die Hand seines Besitzers wanderte sanft streichelnd seinen Schenkel entlang. An der Hüfte angekommen gesellte sich die andere Hand hinzu und beide strichen über Rodrigos Seiten hinauf und schließlich zu seinen Armen.

 

Dort blieben sie eine Weile und massierten die angespannten Muskeln mit leichtem Druck. Rod entspannte sich ein wenig. Eine Hand wanderte wieder hinunter zu seinem Hals, überprüfte, ob das Halsband nicht doch zu eng saß oder das Band zerrte.

 

Schließlich massierte Jan den Nacken seines Kleinen. Rod stöhnte genüsslich und ließ den Kopf hängen.

 

„Geht es noch…? Oder ist es unangenehm?“ Rod schüttelte nur den Kopf.

 

Die Hände verschwanden schnell.

 

„Ach…plötzlich hältst du dich wieder an die Befehle…? Ziemlich dreist…“ Rod biss sich auf die Lippen.

 

Jetzt darfst du wieder reden. Warum hast du eben etwas gesagt, obwohl du doch ganz genau wusstest, dass es verboten war?“

 

Rodrigo schluckte. Und schluckte noch einmal. Seine Kehle war immer noch trocken. Der Eiswürfel war nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen.

 

„Ich…ich war mir nicht sicher, ob du- ob ihr mir etwas zu trinken geben würdet…Herr.“

 

„Ach so.“ Da wusste Rodrigo, dass er etwas Falsches gesagt hatte. Jans Ton verriet alles darüber.

 

„Du missachtest also nicht nur meine Befehle, du hast auch noch keinerlei Vertrauen in mich... Ich bin enttäuscht.“

 

„Herr, ich…so war das nicht gemeint…“

 

„Kein Wort mehr. Ich war wohl in letzter Zeit zu lasch, was deine Erziehung angeht…“

 

Rodrigo hörte wie Stoff raschelte und spürte, wie Jan aufstand.

 

Dann war ziemlich lange nichts mehr. Und das war immer das Gemeinste. Sein Herr würde, machte er etwas falsch, nie sofort mit der Bestrafung anfangen. Er ließ Rodrigo immer erst zappeln, so dass dieser sich ganz in Ruhe sämtliche Schreckensszenarien ausmalen konnte.

 

Plötzlich straffte sich das Lederband um seine Hände und Rodrigo wurde nach oben gezogen, bis er aufrecht kniete.

 

Das Halsband blieb wo es war und zog seinen Kopf nun in einem ziemlich unbequemen Winkel schräg nach unten.

 

„Tut es dir Leid, Rodrigo?“

 

„J-Ja…“

 

„Das glaube ich dir nicht…“

 

Jans flache Hand landete mit einem lauten Knall auf seinem Hintern. Rod zuckte erschrocken zusammen.

 

Schon kam der nächste Schlag. Und wieder der Nächste. Und wieder der Nächste.

 

Rod biss sich auf die Lippen und kniff die Augen fest zusammen.

 

Spanking war, normalerweise, eher schon etwas, was ihn anturnte…

 

Auf dem Schoß seines Herren liegen und sich von ihm den Hintern versohlen zu lassen, wobei sein Glied andauernder Reibung am Sofastoff oder dem Hosenstoff Jans ausgesetzt war, machte Rodrigo sehr, sehr heiß.

 

Dazu kam dann noch das unbeschreibliche Gefühle des…Gehörens und der Gewissheit, dass sein Herr ihn vollkommen unterwarf.

 

Heute schien es Jan allerdings nicht im Geringsten darauf angelegt zu haben, dass es ihm gefiel und Rod fand schnell heraus, dass er diese Variante nicht mochte. Es tat richtig weh, sein Hintern schien in Flammen zu stehen, aber jedes Mal, wenn er wegzuckte, folgte ein noch stärkerer Schlag.

 

„Herr…“

 

„Ich sagte: Kein Wort mehr!“ Jan untermalte seine Antwort mit einer Serie extrem harter Schläge.

 

Rodrigo schluchzte. Er hatte wirklich versucht, es zurückzuhalten, aber sein Versuch war vergeblich.

Es war kaum noch auszuhalten, zu den Schmerzen der Schläge, der sich langsam in ein stetiges Pochen umwandelte, kamen die unbequeme Haltung und die Tatsache, dass sich seine Armmuskeln langsam aber sicher verkrampften.

 

Er spürte, wie sich Tränen  unter dem Seidenband hervorstahlen und seine Wangen hinunterliefen.

 

Rodrigo biss sich auf die Lippen um sein Flehen und Wimmern zu unterdrücken.

 

Er hatte die Augen fest zugekniffen.

 

Plötzlich hörten die Schläge abrupt auf.

 

„Tut es dir jetzt Leid?“

 

„…Ja! Ja, ja, ja, ja, ja…! Bitte aufhören…!“

 

Das Lederband und das Halsband wurden beide losgelöst, das Halsband blieb umgebunden, die Hände gefesselt.

 

Rodrigo sank zusammen, rollte sich zu einer schützenden Kugel zusammen.

 

„Hey…“ Eine streichende Hand auf seinem Rücken, er zuckte automatisch zurück.

 

„Rodrigo…“ Zwei Hände, an seiner Schulter. Rod konnte immer noch nicht sehen, konnte deshalb den sorgenvollen Blick nur erahnen.

 

„Bin ich zu weit gegangen…?“

 

Er wurde hochgezogen und an Jans Brust gedrückt, klammerte sich an ihn.

 

„Warum musstest du das auch unbedingt machen…? Du weißt genau, dass ich dich nicht gerne bestrafe…“

 

„Es tut mir Leid…“

 

„Ist in Ordnung…“

 

„Ich liebe dich…ich liebe dich…“

 

„Ich weiß.“

 

Rodrigos Kinn wurde angehoben und Jans Lippen legten sich auf seine. Seine Zunge schlüpfte zwischen Rodrigos schmale Lippen und er erkundete das ihm bekannte Terrain sorgfältig, als ob er erwarten würde, dass es sich seit ihrem letzten Kuss geändert hatte.

 

„…Herr…“

 

Rodrigo hob seine gefesselten Hände, legte sie um Jans Nacken und drückte sie noch fester zusammen.

 

„Herr…bitte…“ er stöhnte leise und drängte seine Hüften gegen Jans.

 

„Was willst du, Haustierchen?“

 

„Ich…ich will…Erlösung…bitte.“

 

„Aha…“ Ein leises Lachen.

 

„Ich denke, das sollte möglich sein.“

 

Seine Hand schlich sich zwischen sie.

 

Rod keuchte auf, als der Cockring endlich abgezogen und achtlos zur Seite geworfen wurde.

 

„Herr…“ Er klammerte sich noch fester an seinen Herren. Jan umfasste sein Glied. „Du darfst anfangen.“ Rod seufzte erleichtert und stieß zu, unkontrolliert, immer schneller und härter.

 

Er biss sich auf die Lippen und schloss genüsslich die Augen, sein Mund stand weit offen.

 

Schließlich packte Jan sein Glied fester. Rod stöhnte und warf den Kopf in den Nacken, er stöhnte laut und kam heftig.

 

Kraftlos sackte er nach vorne, legte sein Kinn auf Jans Schulter, kuschelte sich so nah es ging an ihn heran. Ihm tat zwar immer noch alles weh, aber gleichzeitig fühlte er sich leicht und frei.

 

„…Herr…Jan…“ Nach kurzer Zeit war er eingeschlafen.

 

Jan saß noch eine Weile mit ihm so da und wand sich schließlich aus seiner Umarmung, legte Rod sanft zurück aufs Laken.

 

Er lächelte. Wenn Rod schlief, sah er aus wie ein unschuldiges Kind, eine Ansicht, die durch die gefesselten Hände, das Halsband und den Samen auf dem Bauch und den Schenkeln, einen ziemlich unanständigen Touch bekam.

 

Er küsste ihn sanft auf die Stirn.

 

„Mein kleines Haustierchen…was wäre ich ohne dich…“

 

ENDE!!!

20.1.09 21:41


Harem

Titel: Harem

Pairing: Farin/Rod

Rating: Nc-17

Warnings: Bondage, Spanking, D/S, Dienstmädchenoutfit, SEX

Wörter: 1772

Beta: Niemand

Gewidmet: Der lieben miacharisma, der ich versprochen habe, dass ich ihr eine Farin/Rod zu Weihnachten schenke und die, wie ich hoff, Spaß an Farins sadistischer Ader hat.

Merry Christmas, my dear!

 

Farin war auf der Suche nach Rod. Er betrat die Umkleide und sah sich suchend um, aber bis auf Belas neueste Eroberung war diese leer.

Farin warf der hübschen Frau einen kurzen Blick zu. Wirklich hübsch, dass Dienstmädchenoutfit passte sehr gut. Bela hatte halt einen guten Geschmack, dass musste man ihm lassen…

„Hey, Sorry, aber weißt du wo…Rod?!?“ „Glotz nicht so blöd.“ Murrte dieser. Farin betrachtete ihn noch einmal langsam von oben bis unten. „Ähm…was trägst du da?“ Farin wusste genau, was Rodrigo da trug, aber er wollte es aus Rods Mund hören. „Als wenn du das nicht wüsstest. Und starr mich nicht so an!“ Farin machte es trotzdem. „Warum trägst du dieses Kleid?“ „Bela.“

Nun war Farin beeindruckt. „Wie hat er DAS denn geschafft?“ „Ich hab beim Wettsaufen verloren.“ Farin nickte abwesend und trat auf Rod zu. Er betrachtete ihn noch einmal genauer und runzelte die Stirn. „Sag mal…hast du dir die Beine rasiert?“ Rod wurde rot und trat ein paar Schritte zurück. „Ja, auch wenn es dich nichts angeht. Jan, hör sofort auf mich so anzustarren!“ „Wie starre ich dich denn an?“ Farin stand inzwischen dicht vor dem nervös gewordenen Rod. „So halt! So…so…notgeil!“

Jan grinste. Er umfasste Rods Kinn und hob seinen Kopf. „Ich bin nicht notgeil…ich genieße nur die Aussicht…und außerdem dürfen Spielzeuge keine Widerworte geben…böses Haustier…“ Jan drückte Rod gegen die Wand und stützte sich mit den Händen links und rechts von Rods Kopf ab. „Jan, du spinnst. Geh weg!“ „Seit wann erteilst DU denn hier die Befehle? Du wirst mir in letzter Zeit sowieso zu aufsässig…“ Er leckte sich über die Lippen. „Das werde ich beheben müssen…es ist Zeit für eine kleine Lektion…“ Er drückte Rod einen Kuss auf die Lippen. Dieser riss die Augen auf und schubste Farin weg. „Bist du jetzt völlig übergeschnappt?“

Er verstummte, als Farins Hand seinen Mund zudrückte. „Ah, ah, ah…so nicht Haustierchen…du tust was ich sage…klar?“ zischte ihm dieser entgegen. Rod starrte ihn an. Farin nahm die Hand wieder weg und Rod rannte Richtung Tür.

Er rannte tatsächlich dagegen, so panisch war er inzwischen und rüttelte verzweifelt am Türknauf. „Heilige Scheiße“, dachte Rod und hämmerte gegen die Tür. „Hallo, kann mich jemand hören? Irgendwer?“ „Rod, hör mit dem Gehämmer auf.“ „Bela? Lass mich hier raus, Farin, er…“ „Ich lass dich nicht raus.“ Rod erstarrte. „WAS!?!“ „Glaub mir, hinterher wirst du mir danken…“ Rod hörte sich entfernende Schritte. „Bela? Bela! Bela, lass das! Komm zurück! Lass mich hier raus!“

Rod schnappte erschrocken nach Luft, als Farins Hand ihn am Genick gegen die Tür drückte. „Das war ungezogen…das gibt Strafe, Haustierchen…“ Er spürte mit Entsetzen, wie sich kaltes Metall um seine hinter dem Rücken gehaltenen Handgelenke schloss. „Wo hast du die her?!?“ „Eigentlich ist das egal…aber ich werde dir trotzdem sagen: Bela hat sie vorsorglich hier deponiert. Ich muss ihm eine Belohnung geben…die Idee mit deinem Kleidchen war echt nicht schlecht…“ „Was meinst du damit?“ „Na, ich hab ihm gesagt, er soll dich in einen Raum bringen, damit ich dich…in Besitz nehmen kann, um es einmal so zu nennen…aber das hier war seine Idee…“ „Warum hat er das gemacht?“ „…Ich will es mal so ausdrücken: Glaubst du, er trägt sein Halsband nur als Schmuck?“ „Du Mistkerl!“ Er wurde noch ein wenig fester gegen die Wand gepresst. „Du bist viel zu frech…aber es macht Spaß, sich seine Bettgenossen selbst zu zähmen. Bela ist manchmal auch so aufsässig …“

Rod spürte, wie Farins andere Hand unter den Rock seines Dienstmädchenoutfits wanderte und seinen Hintern umfasste. Er wurde rot, was Farin zu einem leisen Lachen animierte. „Du trägst ja nicht mal Unterwäsche…was für ein unanständiger Junge du doch bist…“ „Nimm deine Finger da weg!!!“ Rod wurde herumgewirbelt und prallte recht schmerzhaft auf den Tisch. Er wurde erneut am Hals gepackt und auf die Tischplatte gedrückt.

Farin holte aus und verpasste Rod einen Schlag auf den Hintern mit der flachen Hand.

„Au! Du Wichser!“ Noch ein Schlag.

„Farin, hör auf damit! Lass mich gehen!“ Noch ein Schlag, dieses Mal extra hart.

Rod schrie erschrocken auf. „Was habe ich dir eben über Befehle gesagt?“

„Arschloch!“ Drei kurze, schnelle Schläge hintereinander ließen ihn dann doch verstummen.

„Das war’s nicht…überleg noch mal…“

„Farin!“ Wieder ein Schlag.

„Du redest dich hier um Kopf und Kragen, mein Lieber…also? Was habe ich gesagt?“ „…Dass…dass du sie erteilst…“ knurrte Rod. „Na geht doch!“ Der Griff um seinen Nacken verschwand und eine Hand drückte Rod jetzt an den gefesselten Handgelenken gegen den Tisch. Mit der anderen schob Farin seinen Rock hoch. „Uh…der ist ja schon ganz rot…“

Rod keuchte leise, ganz leise, als er Farins Fingerspitzen über seinen Hintern gleiten fühlte. Sie fühlten sich kühl an und linderten das Brennen, dass die Schläge verursacht hatten, etwas. Wenn auch nicht viel. Farin hörte ihn aber trotzdem. „Und empfindlich scheint er auch zu sein…“ Farin legte den Handrücken auf das Ende von Rods Wirbelsäule und fuhr langsam tiefer. „Farin…hör auf…“

Langsam, ganz langsam, damit Rodrigo nichts davon mitbekam, beugte sich Farin hinunter und schließlich küsste er Rods Hintern einmal. Dieser zog scharf die Luft ein. „Farin…!“ „Ja?“ hauchte dieser gegen die empfindliche Haut dort unten und entlockte Rod so ein weiteres Keuchen. „Hör…auf…bitte…“ Er richtete sich wieder auf. „Könntest du das letzte Wort noch einmal wiederholen?“ „Du verdammter Mistkerl!“ „Sorry, aber das war es nicht…das hast du dir jetzt selbst eingebrockt…“

Und er begann von neuem mit seiner Behandlung, was Rods Hintern anging. Dieses Mal hört er aber nicht nach ein paar Schlägen auf sondern machte immer weiter, mal fester, mal sanfter und immer in einem unregelmäßigen Rhythmus, damit Rodrigo sich nicht daran gewöhnen konnte.

Rod versuchte immer wieder, sich aufzurichten, oder nach hinten hin auszutreten, aber weil er Farin nicht sehen konnte, war seine Trefferquote sehr gering, um nicht zu sagen, nicht vorhanden. Das allerschlimmste aber an der Sache war, dass Rod spürte, wie er immer erregter wurde. Bei jedem Schlag rieb sein Glied durch den Rock hindurch an der Tischkante, bei jedem Schlag durchfuhr ein Stromstoß seinen Körper, als er erst den Schmerz des Schlages, dann das sanfte Streichen der Hand und zuletzt den Luftzug an der eben noch malträtierten Stelle spürte. Und schließlich konnte Rod nicht mehr. „Bitte…!“ Die Schläge hörten sofort auf und Rod wurde nach oben gerissen. Er spürte Farins Körper an seinem Rücken, wie dicht sie zusammenstanden, wie warm dieser doch war, wie die Muskeln sogar unter dem T-Shirt noch zu spüren waren…

„Sag’s noch einmal…“ Und wenigstens für den Moment vergas Rod seinen Stolz, schluckte ihn herunter, um nicht komplett den Verstand zu verlieren. „Bitte…“ Eine schlanke Hand strich an seinem Schenkel entlang zu seiner Erregung. „Noch einmal…“ „Bitte…!“ Die Hand schloss sich um sein Glied. „Noch mal…!“ „Bitte!“ Und die Hand setzte sich noch während Rod sprach in Bewegung.

Rods gefesselte Hände krallten sich hinter seinem eigenen Rücken in Farins Shirt, als seine Beine weich wurden und er einzig und allein vom starkem Arm um seiner Hüfte hochgehalten wurde, während seine Hand Rod vollkommen um den Verstand brachte. Rod hatte die Augen geschlossen, Schweiß lief an seinen Schläfen entlang, er keuchte und stöhnte immer wieder ein einziges Wort. „Bitte…bitte…bitte…bitte…“ Als Farin sein Kinn auf Rods Schulter legte und ihm einen Befehl ins Ohr flüsterte, da befolgte Rod diesen ohne darüber nach zu denken und ergoss sich dann in Farins Hand. „Stöhn für mich, Haustierchen…lass mich hören, wie sehr es dir gefällt…“

Farin ließ ihn los und Rod sank auf den Boden, wo er atemlos nach Luft schnappte. Er hörte nichts und sah nichts, das einzige, was zu ihm durchdrang war sein eigener Herzschlag und das Rauschen in seinen Ohren. Ihm wurde schwindlig. Rod sackte bereits leicht nach vorne, spürte aber sofort zwei Hände an seiner Schulter, die ihn aufrechthielten. Mühselig öffnete er ein Auge und dann das andere. Vor ihm kniete Farin, der ihn musterte. „An deiner Ausdauer müssen wir wohl noch arbeiten…geht’s?“

Ein schwaches Nicken war alles, wozu Rod in der Lage war. „Na so sieht das eher nicht aus…“ Rod sackte nach vorne und lehnte sich, immer noch schwer atmend, mit der Stirn an Farins Schulter. Er hörte Farin seufzen. Nach einer ganzen Weile öffnete Rod die Augen und richtete sich wieder auf. „Na endlich, Haustierchen…mir sind schon die Beine eingeschlafen…“ Rod wurde nach hinten gedrückt, bis er auf dem Fußboden lag.

Teilnahmslos sah er zu wie Farin eine Tube aus der Tasche fischte und sich eine klare Masse auf den Finger strich. Dann machte es aber ‚Klick’ bei ihm und er ahnte, was Farin mit diesem Finger vorhatte. Reflexartig drückte Rod die Beine zusammen und richtete sich halb auf.

„Entspann dich, Haustierchen. Das ist nur zu deinem Besten. Ficken werde ich dich sowieso, aber es liegt an dir, ob wir beide Spaß dran haben werden oder nicht. Und ich tue meinen Haustieren nicht gerne weh.“ Farins Hände, den befeuchteten Finger sorgfältig weggestreckt, drückten seine Beine leicht auseinander und Rod ließ sie gewähren. Er hatte keinerlei Grund dazu, es war absolut verrückt, was er hier gerade zuließ, aber aus einem seltsamen Grund vertraute er Farin.

Und das war eine kluge Entscheidung, wie sich herausstellte. Seine Welt begann wieder, sich zu drehen, als er spürte wie Farin ihn weitete, aber dieses Mal nicht aus Erschöpfung, sondern aus Lust. Als Farin schließlich fertig war, war Rod vor Erregung bereits halb ohnmächtig und als er vorsichtig in ihn eindrang, da wurde Rod tatsächlich kurz Schwarz vor Augen. Die Stöße und Bewegungen Farins bekam er kaum mit, seine ganze Welt bestand nur noch aus einem Wirbel aus Farben, Gefühlen und Sinneseindrücken.

Er krallte sich an der Person fest, die ihn zu sich hoch zog, in ihren Schoß und ließ sich einfach treiben. Ohne dass er es merkte, murmelte er träge Worte von sich hin, die sich mehr und mehr mit Stöhnen und Keuchen vermischten. Er hob den Kopf und sah seltsam klar gezeichnet Farins Gesicht vor sich, das Gesicht seines neuen Herrchens, wie er feststellte.

Rod brauchte Farin. Dieser war dazu bestimmt, sein Herrchen zu sein. Warum hatte er sich so dagegen gesträubt? Er gehörte zu Farin. Wahrscheinlich gehörte er sogar Farin. Und mit diesem Gedanken kam Rod schließlich zum zweiten Mal, die Augen weit aufgerissen und das Stöhnen von Farins Lippen verschluckt. Er spürte Farins Erguss in sich, der ihn ausfüllte und ließ sich willenlos in dessen Arme sinken.

Und Rod war Bela noch nie so dankbar gewesen, wie in diesem Augenblick.

 

ENDE

20.1.09 21:40


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