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Mitternachtsimbiss

Titel: Mitternachtsimbiss
Pairing: Farin/Rod
Rating: NC-17
Warnings: Lemon, PWP, First Time


Farin gähnte.
Er konnte nicht schlafen. Tja, sonst wäre er ja auch nicht wach.

Leise vor sich schmatzend, tapste er durch die Wohnung seines Freundes Rod. Er und Bela hatten sich mit Rod getroffen und einen tollen Abend gehabt.

Erst wollte er in die Küche, um sich einen Mitternachtsimbiss zu machen, aber dann bemerkte er den Lichtschein im Wohnzimmer.

Neugierig öffnete er die Tür leise noch einen Spalt. Und noch einen, weil er wissen wollte, wer von seinen Freunden da grade mitten in der Nacht fernsah.

Es war Rod.

Dieser saß, in Schlafanzughose und einem T-Shirt, auf dem Sofa und sah stumm auf den Fernseher.

Farin blinzelte und sah noch einmal genauer hin.

Er schlich sich in den Raum und bemerkte, dass Rod irgendetwas zum Mund führte.

Ein paar Schritte zur Seite und er sah, was genau das war.

In Rods Schoß lag eine Schüssel mit Schlagsahne und neben ihm stand eine weitere, bis oben hin voll mit Erdbeeren.

Rod nahm sich immer eine Erdbeere, tauchte sie in die Schlagsahne und steckte sie dann in den Mund.

Jetzt machte er eine kurze Pause und leckte sich die Finger ab, jeden einzeln und Farin spürte, wie sich das warme und aufregende Gefühl von Erregung in ihm breit machte.

Gebannt starrte er auf Rod, während er langsam näher trat.

Er räusperte sich.

„Hey…konntest du auch nicht schlafen?“

Rod drehte schnell den Kopf zur Seite und sah ihn erschrocken und verlegen an, bevor er ihn wohl wirklich erkannte.

„Ach, du bist’s…“ „Wer denn sonst?“

Farin setzte sich neben Rod aufs Sofa. „Hattest du Hunger?“

Rod sah ihn an, nickte einmal und wandte sich wieder seiner Sahne zu.

„Nerv ich dich?“ Ein Kopfschütteln.

Farin betrachtete Rod eine Weile, wie Rod weiter as und dabei den Fernseher betrachtete.

Dann langte er nach vorne und wischte Rod Sahne aus dem Mundwinkel. Er betrachtete seinen Finger eine Weile und hielt ihn dann Rod hin.

Dieser betrachtete ihn und lehnte sich dann nach vorne.

Sie sahen sich tiefer in die Augen als jemals zuvor und Rod öffnete den Mund. Farin hielt den Finger ein wenig weiter nach vorne und sein Finger verschwand in Rods Mund.

Er zog scharf die Luft ein.

Rod senkte den Blick, ein wenig Röte schlich sich auf seine Wangen.

Farin zog den Finger wieder heraus.

Er griff nach der Sahne tauchte den Finger tief hinein und hielt ihn dann wieder Rod vors Gesicht.

Dieser blickte ihn unsicher an und rückte näher zu Farin. Er griff nach Farins Hand und hielt sie fest, während er den Finger langsam abschleckte und noch lange nachdem die Sahne verschwunden war, weiterleckte.

Farin grinste.

Er griff nach der Erdbeere und hielt sie Rod hin. Rod beugte sich nach vorne, doch gerade, als er hineinbeißen wollte, zog Farin sie wieder weg, weiter nach hinten. Rod lehnte sich weiter nach vorne und Farin zog sie weiter zurück und als Rod sich dann so weit nach vorne gelehnt hatte, dass er beinahe das Gleichgewicht verloren hatte, da steckte Farin sich schnell die Erdbeere in den Mund, schnappte Rod und küsste ihn leidenschaftlich.

Er navigierte die Erdbeere nach vorne und stieß mit ihr Rods Lippen auseinander und folgte ihr dann in Rodrigos Mundhöhle.

Er stieß sie mit der Zunge immer wieder gegen Rods Gaumen, bis die Frucht aufplatzte. Dann löste er den Kuss wieder.

Rod lief ein wenig des Saftes aus dem Mund und Farin kam ihm zuvor und leckte diesen weg.

Rod starrte ihn sprachlos an.

Farin grinste lüstern. Er zog Rod das T-Shirt aus und grinste noch breiter, als er Rods errötetes Gesicht bemerkte.

Wieder tauchte er seinen Finger in die Schlagsahne, krümmte diesen dieses Mal allerdings um eine kleine Menge der Sahne herauszuheben.

Er drückte Rod nach hinten und ließ die Schlagsahne dann in dessen Bauchnabel tropfen.

Das reichte bereits aus um Rod zum Keuchen zu bringen, aber als Farin sich dann herunterbeugte um sie aus dem Bauchnabel zu holen und das mit der Zunge, da stöhnte er sogar schon.

Farin richtete sich halb auf, holte sich die Schüssel mit der Schlagsahne und tauchte die Zunge herein.

Dann lehnte er sich über Rodrigo und streckte die Zunge halb heraus.

Rod stützte sich auf und schleckte sie von seiner Zunge und der Kontakt ließ beiden einen Schauer den Rücken hinunterlaufen.

Er wollte sich wieder fallenlassen, aber Farin hielt ihn oben und zwang ihn beinahe zu einem frivolen Zungenspiel.

An dessen Ende ließ Rod den Kopf zurücksinken und starrte Farin beinahe erschrocken über ihr Verhalten an.

Er wollte etwas sagen, hatte aber sofort Farins Finger auf den Lippen. Dieser schüttelte den Kopf.

Er holte sich wieder eine Erdbeere und steckte sie vorsichtig zwischen die Zähne, bevor er Rods Schlafanzughose umfasste und langsam und genüsslich herunterzog.

Er spreizte Rods Beine und noch während dieser ihn unsicher ansah, nahm Farin die Erdbeere wieder und strich mit ihr über Rodrigos Schenkel, von da einmal an seinem bereits versteiften Glied entlang und ließ sie dann in kleinen Kreisen zu seinem Anus fahren.

Rod keuchte und sah ihn entsetzt an und Farin lachte leise und steckte sich die Erdbeere in den Mund. Er zerkaute sie genüsslich und als Rod ihn mit offenem Mund anstarrte, da leckte Farin sich über die Lippen und flüsterte ein gegrinstes „Lecker…“

Rod stöhnte wieder und schloss die Augen.

Er spürte wie sich Farin aufrichtete und sich dann wieder auf ihm niederließ und konnte nicht anders als lustvoll zu stöhnen, als er Farins nackte Haut auf seiner eigenen spürte.

Dann stießen zwei Finger voller Schlagsahne an seine Lippen und er öffnete sie bereitwillig.

Die Finger ließen sich keine Zeit und spielten mit seiner Zunge, bis sie nach einer Weile wieder verschwanden und dafür an einem anderen Ort platziert wurden.

Rod stöhnte wieder leise und die Finger drangen in ihn ein, noch während Farin mit einer weiteren Erdbeere im Mund seine Lippen wieder in Beschlag nahm.

Rod spreizte die Beine noch weiter und krallte seine Finger in Farins Rücken, der gegen seine Lippen lächelte und noch einen dritten Finger hinzunahm.

Dann schien er zufrieden zu sein, doch er tat etwas, mit dem Rod nun nicht mehr gerechnet hatte.

Er tauchte seine Zunge noch einmal tief in die Sahne, rutschte weiter nach unten und drang mit seiner Zunge dann in Rod ein.

Dieser hätte beinahe laut aufgeschrieen und biss sich im letzten Moment auf die Lippen um seine Geräusche zu dämpfen.

Er stöhnte gedämpft, sein Becken zuckte, so hart musste er darum kämpfen, stillzubleiben und sich nicht Farins Zunge entgegenzudrängen.

Ihm traten Tränen in die Augen, sein Mund formte halbstumme Wörter, meistens dieselben und am allerhäufigsten „Bitte…“ und seine Finger krallten sich so hart ins Laken, dass die Knöchel überdeutlich zu sehen waren.

Nach einer Weile, kurz vor seinem Orgasmus, fing Rodrigo an, unkontrolliert zu zittern. Doch als er hinunterlangen wollte, um sich selbst anzufassen, da griffen Farins Hände nach oben und verschlangen Rods Finger mit den eigenen.

Rod drückte die Hände fest, war dankbar für den Halt, den sie gaben, selbst wenn er wusste, dass sie nur dazu da waren, seine eigenen Hände zu fesseln.

Er sah nach unten und in dem Moment sah Farin hinauf, an Rodrigos Erregung vorbei und ihm direkt in die Augen und es war dieser Blick, der Rod letztendlich über die Schwelle schubste.

Er kam hart, sein Rücken bog sich durch, er riss die Augen auf und sah doch nichts, seine Finger krallten sich noch fester in Jans Hände und sein Mund öffnete sich um lautlose, unsinnige Wörter hervorzustoßen.

Dann war alles auf einen Schlag wieder vorbei, Rod sackte knochenlos auf das Sofa zurück.

Farin richtete sich wieder auf, leckte sich noch einmal über die Lippen und sah zufrieden auf den willenlosen Rodrigo unter sich.

Er grinste und zog Rod an den Oberschenkeln zu sich.

Das erste, was Rodrigo spürte, als er in die Realität zurückkehrte, war das Gefühl des Ausgefülltseins, dass Farin auslöste, als er in ihn eindrang.

Rod schloss die Augen, ließ sich treiben, wurde aber trotzdem mitgerissen, als Farin anfing, zuzustoßen.

Er öffnete die Augen langsam wieder und sah Farin an, der lächelte und in ihn stieß, wobei er immer schneller und härter wurde.

Er spürte, wie er wieder hart wurde, als er sah, wie nun Farin die Augen schloss und sich ganz dem Augenblick hingab.

Er richtete sich mühsam auf, drückte Jan einen Kuss auf die Lippen und klammerte sich dann an ihn.

Er fing an, die Stöße zu erwidern. Seine Hüften drängten sich Jan entgegen, bis sie den perfekten Rhythmus gefunden hatten.

Beide öffneten die Augen, Jan lehnte seine Stirn gegen Rods und verschloss seine Lippen mit den eigenen.

Doch er löste sich nicht, als ihnen die Luft ausging. Rod wollte grade selber wieder zurückweichen, als er Farins Hand an seinem Hinterkopf spürte, der ihre Münder zusammenhielt.

Er wurde beinahe panisch, des Luftmangels wegen, doch gerade, als sein Blickfeld anfing, grau zu werden, da drückte Jan ihm die eigene Luft in die Lungen.

Rod sog sie gierig ein und verstand plötzlich.

So hingen sie aneinander, einer atmete für den anderen und der bloße Gedanke daran, was sie gerade alles teilten, jagte Rod einen Schauer durch den Körper.

Und so kam er, gleichzeitig mit Jan, wieder, dieses Mal nicht so hart, dafür aber um einiges intensiver.

Er sank zurück, zog Farin mit sich und so lagen sie dann zusammen auf dem Sofa, hörten dem Atem des anderen zu und genossen die Intimität des Augenblicks, die sie teilten.

ENDE

7.1.09 19:18


K.Ein Einziges Wort

Als Jan die Augen wieder öffnete, war er sich sicher, dass er im Schlaf gestorben und in den Himmel gekommen war.

Denn wie sonst könnte ein Engel auf ihn herabsehen?

Er musste im Paradies sein. Der Engel beugte sich über ihn und sah ihn an, ohne zu lächeln, aber auch nicht böse oder gelangweilt. Er blickte einfach, ohne jegliche Wertung im Gesicht, auf ihn herab.

Eine ganze Weile lag Jan einfach nur so da und starrte den Engel an, versuchte sich so viel wie möglich von dieser Schönheit einzuprägen.

Der Engel kam ihm bekannt vor. Aber warum?

Langsam stützte Jan sich auf die Unterarme und richtete sich etwas auf. Der Engel setzte sich auf die Knie zurück und musterte ihn weiterhin. Stumm, ohne ein Wort zu sagen.

Und da wusste Jan plötzlich, wer er war. Er sah ihn beinahe jeden Tag, er sprach sogar oft mit ihm. Aber das war nicht möglich.

„Wer…“ weiter kam er nicht. Der Engel, der keiner war, stand plötzlich und ruckartig auf und lief weg, ohne sich umzudrehen.

„Warte!“ Als Jan auf die Füße gesprungen war, war der Junge bereits durch das Loch im Zaun geklettert, der das Abbruchgebiet absperrte.

Es machte keinen Sinn, ihm zu folgen. Warum auch? Er würde den Engel morgen wieder sehen.

Jan lächelte.

Am nächsten Tag hatte er sich wieder auf die Wiese gelegt. Die Sonne hatte geschienen, deshalb hatte Jan einen Arm übers Gesicht gelegt und gewartet. Jeder seiner Sinne war darauf aus, den Engel als Erster zu entdecken. Jan sah blicklos ins Leere und rief sich in Gedanken das Bild des Engels vor Augen. Seine Haut hatte den weichen, samtigen Ton von hellem Zimt gehabt, von dem sich die dunklen, glänzenden Haare abgehoben hatten wie flüssiges Ebenholz. Der Engel war kleiner als er und hatte eine schlanke, kräftige, elegante Statur, an der nicht ein einziger Makel war, wie bei einem jungen Kater.

Aber es waren die Augen, dachte Jan überrascht, an die er sich am besten erinnerte. Diese unergründlichen, diese tiefen Kandisaugen, von der Farbe reifer Kastanien, die ihn anblickten, wie der Milchschaum auf einer Tasse Kaffee. So sanft und flüchtig.

Und trotzdem unvergesslich.

Der Engel kam an diesem Tag nicht mehr. Spät, als die Sonne bereits hinter den hohen Wipfeln der Steingebäude verschwunden war, stand Jan langsam auf. Seine Enttäuschung ließ ihm keine Ruhe, als er den Weg zu seiner Wohnung mit gesenktem Kopf zurücklegte. Hatte er sich getäuscht? Hatte er vielleicht nur geträumt?

Jan schlief an diesem Tag nicht. Er träumte. Er träumte von einem Engel, der vielleicht keiner war, der ihn besuchte und ihn ansah.

Noch bevor die Sonne sich am nächsten Tag über die Brüstungen der ersten Häuser hervorgehievt hatte, verließ Jan die Wohnung und machte sich auf den Weg zur Stadtbibliothek. Als er endlich in dem Raum war, in den er wollte, verzagte er plötzlich und wollte die vorhin noch so ersehnte Gewissheit nicht mehr haben, aus Furcht vor einer erneuten Enttäuschung. Schließlich wagte Jan doch einen Blick.

Und sah seinen Engel.

Das Gemälde hing schon seit der Gründung der Bibliothek an diesem Platz. Niemand wusste, wer es gemalt hatte, oder warum es dort hing. Aber es war der letzte Wille des Gründers gewesen, dass dieses Bild auf ewig an dieser Stelle hängen sollte. Und man hatte diesem Wunsch entsprochen.

Jan hatte die Angewohnheit, den Engel zu begrüßen und sich auch von ihm zu verabschieden. Und das machte er jedes Mal. Es hatte noch nie eine Ausnahme gegeben.

Manchmal waren es die einzigen Worte, die er in dem Gebäude von sich gab. „Hallo, Engel.“ und „Auf Wiedersehen, Engel.“ Es war ihm egal, wenn ihn Leute dabei sahen. Heute aber flüsterte er diese Worte nur. Stattdessen betrachtete Jan das Bild heute mit einer Sorgfalt, die er noch nie zuvor gezeigt hatte.

Sein Engel stand am Rande einer Klippe. Er hatte die Arme weit von sich gestreckt, so dass der ewige Wind des Gemäldes an seiner weißen Kleidung zerrte. Einen Fuß hatte er weit von sich gestreckt, so dass man sehen konnte, dass er weder Socken, noch Schuhe trug. Der Engel hatte die Augen geschlossen und schien auf jemanden zu warten, der ihn von seinem Sprung abhielt- jemand, der nie kommen sollte.

Auf einmal erstarrte Jan. Er konnte nicht glauben, was er da sah. Jan stand jedes Mal, jedes Mal wenn er in die Bibliothek kam, vor diesem Bild. Oft unterhielt er sich sogar mit dem stummen Engel. Und er wusste, dass die weiße Kleidung des Engels makellos war. Ohne jeden Fleck.

Aber auf den Knien des Engels waren Grasflecken.

Die nächsten zwei Tage war Jan nicht zu der Wiese gegangen. Er hätte sich sagen können, dass er zu viel zu tun hatte, aber das wäre eine Lüge an sich selber gewesen. Er wollte nicht enttäuscht werden, nicht herausfinden, dass sein Engel tatsächlich nicht mehr war als ein Traum. Darum mied er den Ort ihrer Begegnung.

~In seinem Traum stand Jan auf einer Klippe, die ins Meer hineinragte. Ein ehrgeiziger Windstoß, zerrte an seiner Kleidung und pfiff ihm um die Ohren, aber Jan hörte weder das Rauschen des Windes, noch das Tosen der Wellen unter ihm. Er wusste wo er war. Und seine Befürchtung bestätigte sich, als er vor sich den Engel an der Klippe stehen sah. Es war dieselbe Pose wie auf dem Gemälde in der Stadtbibliothek, aber Jans Perspektive hatte sich verändert. Er war derjenige, auf den der Engel gewartet hatte. Aber er konnte sich nicht bewegen, konnte nur zusehen, als der Engel sich langsam umdrehte, tief schluckte, und fiel…

„Rodrigo!“~

Schweißgebadet wachte Jan in seinem Zimmer auf. Er starrte auf seine ausgestreckte Hand, die sich um ein nicht existierendes Handgelenk geschlossen hatte um einen geträumten Sturz in die Tiefe aufzuhalten.

An diesem Tag hatte Jan eine Entscheidung getroffen. Er würde heute zu der Wiese gehen und auf seinen Engel warten. Wenn er ihn nicht sehen würde, würde er all dies vergessen und normal weiterleben. Wenn nicht…

…dann würde er den Sprung ins Ungewisse wagen.

Jan setzte sich erst langsam hin, bevor er sich schließlich ins Gras legte. Er beobachtete kurz die Wolken, bevor er die Augen schloss und wartete. Trotz seiner Anspannung schlief Jan irgendwann ein.

Als Jan die Augen wieder öffnete, war er sich sicher, dass er im Schlaf gestorben und in den Himmel gekommen war.

Denn wie sonst könnte sein Engel auf ihn herabsehen?

Er musste im Paradies sein. Der Engel beugte sich über ihn und sah ihn an, ohne zu lächeln, aber auch nicht böse oder gelangweilt. Er blickte einfach, ohne jegliche Wertung im Gesicht, auf ihn herab.

Eine ganze Weile lag Jan einfach nur so da und starrte den Engel an, versuchte sich so viel wie möglich von dieser Schönheit einzuprägen. Er wusste das er sie nie vergessen konnte, und dass das von jetzt an auch gar nicht nötig sein würde. Aber er versuchte es trotzdem.

Jan sah den Engel ruhig für eine Weile an. Dann sprach er.

„Hallo, Engel.“

Und der Engel lächelte. „Hallo, Jan.“

ENDE

7.1.09 19:20


Schlaf mit mir

Titel: Schlaf mit mir

Rating: R

Warnings: Rape (erwähnt), Sap, H/C

Pairing: Farin/Rod

 
_____________________________________________

Jan lag auf seiner großen, gemütlichen Couch. Er hatte eines seiner alten Lieblingsbücher wiedergefunden und las schon seit Stunden gebannt und ohne auf die Uhr zu achten. Inzwischen war es draußen tiefste Nacht und er gähnte leise, während seine Augen immer noch gebannt von Zeile zu Zeile flogen.

Dann klopfte es plötzlich. Es war ein zaghaftes Klopfen, als ob sich derjenige, der es verursacht hatte, nicht sicher war, ob er überhaupt klopfen wollte.

 

Jan schüttelte leicht den Kopf. Das Klopfen ertönte wieder. Dieses Mal war es ein wenig energischer.

 

Er seufzte, suchte nach seinem Lesezeichen und steckte es zwischen die Seiten, während er aufstand.

 

Das Buch wurde auf den Couchtisch gelegt und er ging zur Tür.

 

Draußen stand Rodrigo.

 

Jan starrte erst einmal gebannt auf ihn, weil er sich nicht vorstellen konnte, wie dieser hier hergekommen sein könnte. Er sah kein Auto.

 

Das nächste, was ihm auffiel, war das Rodrigo vollkommen durchnässt war. Dann bemerkte er, dass die Klamotten durch die Nässe schwer an seinem Körper hingen und seine Figur betonten.

 

Und dann bemerkte er dass Rodrigo an der Lippe und aus der Nase blutete und schämte sich sofort dafür, dass er  das nicht als erstes bemerkt hatte.

 

„Rod? Was…“

„Schlaf mit mir.“

„Was???“

„Schlaf mit mir. Auf der Stelle.“

 

Jan zog Rodrigo erst einmal in die Wohnung und brachte ihn ins Wohnzimmer, wo sich Rodrigo mechanisch hinsetzte und zu Boden sah.

 

Jan eilte ins Badezimmer und brachte ihm erst ein Handtuch.

 

„Trockne dich erstmal ab, okay? Ich mach’ dir nen’ Tee.“ Rod nickte.

 

Der Tee war fertig gebrüht und Jan brachte ihn wieder zu Rodrigo, der sich in der Zeit kein Stück bewegt hatte.

 

Jan ging noch einmal ins Badezimmer und holte einen feuchten Waschlappen. Dann erst setzte er sich neben Rod und sah ihn fragend an.

 

„Also. Was möchtest du von mir?“ Rodrigo sah nicht auf. Seine Stimme klang seltsam dumpf.

 

„Ich will dass du mit mir schläfst.“ Jan griff nach dem Waschlappen und dann nach Rodrigos Kinn. Er hob es sanft an und musterte das ihm vertraute Gesicht eine Weile, bevor er anfing, das Blut vorsichtig wegzutupfen.

 

Rodrigo schloss die Augen und atmete flach durch den Mund ein und aus. Ohne es wirklich zu wollen bemerkte Jan wie nahe ihm Rodrigo war und wie anziehend er im Moment doch aussah.

 

Aber irgendetwas war…falsch. Jan konnte es nicht beschreiben, aber irgendwas war anders.

 

Und als er dann wieder einmal aufsah und auch Rodrigo in dem Moment die Augen kurz öffnete, da wusste Jan plötzlich, was ihn so irritierte:

 

Es war nicht die Tatsache, dass etwas anders war, sondern die Tatsache, dass etwas fehlte.

 

Und er wusste auch was. Das Glänzen in Rodrigos Augen war verschwunden. Das Glänzen, das die unendliche Tiefe seiner dunklen Augen beleuchtete und sie mit Leben füllte war einfach weg.

 

Es war als sähe er auf einen ausgeschalteten Fernseher.

 

Leer.

 

Als ob Rodrigo seine Gedanken hatte lesen können und seine Augen verstecken wollte, schloss er sie schnell wieder.

 

Jan fühlte einen Schauer seinen Rücken hinunterlaufen. Der Anblick war schrecklich. Er ließ den Arm mit dem Waschlappen sinken.

 

„Rodrigo…was ist passiert?“

 

Rod ließ den Kopf sinken. „Nichts. Ich bin nur hier, damit du mit mir schläfst.“

 

„Rodrigo, lüg mich bitte nicht an.“

 

„Ich will dass du mit mir schläfst.“ wiederholte Rod, fast wie ein kleines Kind. Aber der Vergleich hinkte. Ein Kind war rein. Unschuldig. Wie Schnee.

 

Rodrigo wirkte, als wäre der Schnee mit Blut besprenkelt worden. Unschuldig, aber besudelt, ohne etwas dafür zu können.

 

„Du hast auch mit Bela geschlafen. Dann kannst du auch mit mir schlafen.“

 

„Rodrigo, du weißt doch gar nicht, was du da verlangst. So einfach ist das nicht. Sex hat- auch wenn das jetzt kitschig klingt- immer etwas mit Liebe zu tun!“

 

Rodrigo sah ihn an. Sein Blick war, wenn das möglich war, noch leerer als zuvor und er lächelte sanft, was überhaupt nicht zu seinen Augen passte.

 

„Ach, hat er das?“ flüsterte er kaum hörbar.

 

„Rodrigo…?“ Jan rutschte ein wenig näher zu seinem Freund. Rod zitterte, also legte Jan eine Decke, die immer neben seiner Couch lag, um ihn.

 

„Ich kann nicht einfach so mit dir schlafen. Du hattest noch nie vorher mit einem Mann Sex und außerdem…du würdest es sicher nachher bereuen, wenn du jetzt etwas überstürzt.“

 

„Woher willst du das wissen?“

„Was?“

„Woher willst du wissen, dass ich noch nie vorher von einem anderen Mann gefickt wurde? Ich weiß, wie es geht, Jan. Du hältst mich fest und ziehst mich aus…und dann…dann drückst du mich auf den Boden und hältst mich da fest und dann…“ seine Stimme erstarb.

 

Jan weitete die Augen. Er rutschte von der Couch und kniete sich vor Rodrigo, um seinen Blick besser einfangen zu können.

 

„Rodrigo…hast…wurdest du…etwa…wurdest du etwa…?“

 

„Es hat wehgetan.“ Rodrigo lächelte wieder sanft. Dann sah er zum ersten Mal von sich aus auf in Jans Augen. Seine Stimme zitterte ganz leicht.

 

„Muss es wehtun, Jan?“ Jan biss sich auf die Lippen, um die Tränen zurückzuhalten.

 

Er umfasste sacht Rodrigos Wange und streichelte sanft mit seinem Daumen darüber. „Nein. Nein, dass muss es nicht.“ seine Stimme war rau.

 

Dann drückte er Rodrigo fest an sich.

 

„Es tut mir so leid, Rodrigo…so unendlich leid…“ Rodrigo erwiderte die Umarmung kaum, er legte nur seine Hände auf Jans Schultern. „Es war doch nicht deine Schuld, dass es passiert ist…“ Sie blieben eine Weile in der Haltung.

 

Rodrigo schluckte kurz. „Jan…?“ Jan löste seine Umarmung und sah ihn sanft an.

 

„Ja?“ „Ich…ich möchte aber…trotzdem, dass…dass du mit mir schläfst. Ich- es kann doch auch schön sein…oder?“

 

„Es…es kann sich wunderbar anfühlen. Aber…Rodrigo…ich- ich will dich nicht ausnutzen. Ich…“

 

„Ich möchte, dass du mit mir schläfst. Bitte. Tu mir den Gefallen, Jan.“ Er sah auf, in Jans Augen.

 

„Ich…ich muss wissen, dass…dass es auch schön sein kann. Verstehst du? Ich will nicht, dass das die einzige Erinnerung an…an Sex, dieser Art...ist, die ich habe. Bitte…“

 

Jan stand seufzend auf. Er fühlte sich hin- und hergerissen.

 

Er hielt Rodrigo eine Hand hin. „Na komm. Aber, versprich mir, wenn du dich unwohl fühlst, dann sagst du es. Okay?“

 

Rodrigo nickte.

 

 

Jan zitterte unmerklich, als er Rodrigo sanft bedeutete, die Beine noch ein wenig weiter zu spreizen. Noch nie, nicht einmal mit Dirk, hatte er sich so auf seinen Partner konzentriert. Er hatte es so angenehm wie möglich für Rodrigo gemacht, hatte ihm jeden  Schritt des Vorbereitens erklärt und mindestens tausend Mal gefragt, ob er aufhören sollte, wenn Rodrigo leicht zusammengezuckt war.

 

Dann hatte er fast den Mut verloren, als er Rodrigo ausgezogen hatte und die Blutergüsse auf seinem Körper gesehen hatte.

 

Nun kniete er vor ihm, blickte noch einmal zu Rodrigo auf, der den Kopf in den Nacken gelegt hatte und die Augen geschlossen hielt.

 

Er war der Dominierende in diesem Gespann, aber er war noch nie so unsicher gewesen.

 

Dann stieß er so langsam wie es ihm möglich war, nach vorne und drang in Rodrigo ein, der leise aufkeuchte.

 

Jan hörte sofort auf. „Tut es weh? Soll ich-“ „Nein. Ich...es fühlt sich so…anders an als vorhin…es…es tut nicht weh…“ er neigte den Kopf und sah mit dankbaren Blick Jan an.

 

„Wie du gesagt hast…es muss nicht wehtun…“

 

Es war wieder da…

 

Jan hätte weinen können. Es war zwar nur ein schwaches, gedämpftes Flackern, aber das Leben war in Rodrigos Augen zurückgekehrt.

 

 

Von jetzt an würde er für immer darauf aufpassen.

 

ENDE.

7.1.09 19:21


Vorhergehendes

Slash sind Geschichten, die die homosexuelle Anziehung zwischen Charakteren behandeln.

Die Definition von Slash kann von Fandom zu Fandom unterschiedlich ausfallen. In der engsten Auslegung bezeichnet "Slash" nur Geschichten über homosexuelle Beziehungen zwischen Männern, die im Original keine solche Beziehung haben. Als übliches Label kann "Slash" aber auch einfach nur den homosexuellen oder homoerotischen Inhalt einer Story anzeigen.

Für Geschichten über homosexuelle Beziehungen zwischen weiblichen Charakteren werden auch die Bezeichnungen femslash oder femmeslash verwendet. Als Abgrenzung zu Slash sind die Begriffe "general fiction" - "allgemeine" Fiction (genfic) und "heterosexual fiction" - "heterosexuelle" Fiction (hetfic) in Gebrauch.

Slash wird keineswegs nur von Menschen, die selbst homo- oder bisexuell sind, geschrieben. Die Mehrzahl der Slash-Schreiber und -Leser ist weiblich und heterosexuell.

Die Alterseinstufung von Slash-Storys, meist nach dem US-amerikanischen System für Spielfilme angegeben, kann von "G" bis "NC-17" reichen; der Inhalt kann sich auf sehnsuchtsvolle Gedanken und Blicke beschränken oder pornographisch sein.

Aus Wikipedia übernommen.



Hier gibt es dann eine kurze Ratingliste...Englisch ist doch eine schöne Sprache...

G - Suitable for all readers. No sex, violence or offensive material.

PG - May not be suitable for younger readers. Generally very tame in terms of violence and language.

PG-13 - Generally recommended for teenagers or older. May contain moderate violence and some stronger language, but not too graphic. Sexual themes may be implied, but are not explicit.

R - Suitable for mature readers. Contains some adult content. The fiction may contain strong language, heavy violence, or some heavier sexual content.

NC-17 - Absolutely for adults only. Likely contains extreme violence, strong language and/or explicit sexual content.



Es gibt natürlich noch tausende Zwischenstufen, aber die kann man für sich allein festlegen.

Dazu kommt noch eine Warnings-Liste, in denen die häufigsten Fanfic-Warnungen erläutert werden.

Hier geht es dann los:

PWP = Plot, what Plot? Sexszenen ohne Hintergrundgeschichte

Sap = Hier geht es romantisch-kitschig zu!

WAFF = Warm and fuzzy feeling...siehe Sap.

Romance = siehe Sap

Com(edy)/Silly = Witzig, zum Teil aber auch dämlich. So blöd, dass man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll

Rape/Non-Con = Vergewaltigung, einer oder mehrere Charaktere der fic werden vergewaltigt. (Non-Con=Non-consensual sex)

Death = Einer der Hauptcharaktere oder mehrere sterben, möglicherweise auf explizite Art und Weise.

BDSM = Bondage, Sado-Masochismus...muss ich das erklären? Fesselspiele, Kerzenwachs usw...

D/s = Dominance/submission, Meister/Sklave Beziehungen, Herr/Haustier...usw.

Bloodplay = Blutspielchen, meistens in der Verbindung mit Messerspielchen.

Darkfic = Hier geht es düster und depressiv zu!

Angst = Die Charaktere/ der Charakter durchlebt traumatische Situationen, Angstzustände usw.

Torture = Folter, körperlicher und geistiger Art

Gewalt = Körperliche Gewalt

H/C = Hurt/Comfort, meist in Verbindung mit Rape usw...einer der Hauptcharaktere wird von einem anderen geholfen, versorgt, betreut um ihm zu helfen.

UST = Unresolved Sexual Tension, es knistert stark, aber die Charaktere kommen nicht zum Zuge bzw.Beide wollen, aber es kommt immer etwas dazwischen.

First time = Einer der Charaktere erlebt sein erstes Mal

Masturbation = Selbstbefriedigung

Voyeurism = Ein Charakter bespannt/bespitzelt einen Anderen.

Language = Es werden böse Wörter verwandt...^^

OC = own Chara, selbsterfundener Charakter

OOC = Out Of Character, einer der Charaktere handelt auf für ihn untypische Art und Weise

Mary-Sue/Gary-Stu = Mary-Sues tauchen häufig in Hetero-Fanfictions auf und bezeichen abslout perfekte Lebewesen weiblichen Geschlechtes, die alles können, super aussehen und jeden männlichen Charakter im Nu um den Finger wickeln. Ein Gary-Stu ist die männliche Entsprechung.

Lemon = Sex, deutlich beschrieben
Lime = Sex, angedeutet
Zitrus = Lemon und Lime durcheinander

7.1.09 19:25


Traum

Titel: Traum

Rating: R

Warnings: SAP, ist ein bisschen traurig und öhm…kp.

Pairing: Farin/Rod…so irgendwie…

 

Das Auto raste auf Rod zu, der wie Angewachsen auf der Fahrbahn stand. Farin hörte Belas Geschrei nicht, er rannte bereits auf Rod zu.

 

Alles wird schwarz.

 

Jan schreckte auf und hatte keine Ahnung wo er war. Er lag in einem Bett, aber warum? Draußen schien die Sonne, aber eben hatte es doch noch geregnet, was machte er hier? Wo war Rod? Was war passiert?

 

„Schatz?“ Jan zuckte zusammen und sah sich hektisch um. Rod kam ins Zimmer, durch eine Tür, die links an das Zimmer angrenzte. Das schien ein Bad zu sein. Rod musste geduscht haben. Seine Haare waren nass und glänzten noch mehr als sonst. Er trug nur Shorts und ein offenes Hemd.

 

„Rod? Was machst du hier? Du warst doch…!“ Rod stemmte gespielt eingeschnappt die Hände in die Hüften.

 

„Was ich hier mache, fragst du? Ich wohne hier, rein zufällig!“ Jan sah sich erstaunt um. „Und…was mache ich hier? Und warum hab ich…nur Shorts an?“ Er war verwirrt.

 

Rod setzte sich auf das Bett. „Weil du auch hier wohnst? Und du bis eben geschlafen hast?“ Als er Jans verwirrtes und unsicheres Gesicht sah, wurden seine Züge weich und seine Stimme sanft.

 

„Hey, Jan…was ist denn? Hast du schlecht geträumt?“ Rod rutschte auf Jan zu und nahm ihn schließlich in den Arm. Jan zuckte erschrocken.

 

„Ich…ich weiß es nicht. Ich…bin verwirrt. Was läuft hier?“

 

„Jan, du bist in unserem Haus…mit mir zusammen. Hast du das denn schon vergessen?“ Lächelnd hielt Rod die Hand hoch und zeigte Jan so den schlichten, silbernen Ring.

 

„Wir…sind verheiratet?“

 

„Schon seit drei Jahren. Und seit 5 zusammen. Ich liebe dich, Schatz.“

 

Jans Herz machte einen freudigen Hüpfer. Langsam, erst noch zögerlich, schlang er die Arme um Rod und zog ihn auf seinen Schoß. „Ich liebe dich! Ich leibe dich, ich liebe dich, ich liebe dich…“ murmelte er immer wieder, zwischen all den Küssen, mit denen er Rodrigo überschüttete.

 

Dieser lachte leise auf. „Ich weiß doch, mein Schatz! Ich liebe dich auch! Und jetzt zieh dich an, das Frühstück ist schon fertig.“ Jan nickte lächelnd. Rod hauchte ihm noch einen Kuss auf die Lippen und verschwand aus dem Raum. Jan ließ sich ins Kissen zurückfallen.

 

Er war mit Rod verheiratet! Also war das eben tatsächlich nur ein Traum gewesen. Jan seufzte glücklich und grinste die Decke an. Er drehte den Kopf und sah aus dem Fenster. Er sah einen großen Garten, -ihren Garten-, und dahinter Wald. Die Sonne schien, es war strahlend blauer Himmel. Fast zu schön, um wahr zu sein.

 

Beschwingt setzte Jan sich auf und eilte ins Bad. Alles war schön; sogar der bloße Anblick von seiner und Rods Zahnbürste zusammen in einem Becher brachte ihn zum Lachen. Er war mit Rod verheiratet! Rod liebte ihn und er liebte Rod. Alles war perfekt.

 

In dem Traum hatte Rod nichts von seinen Gefühlen gewusst, wurde Jan jetzt plötzlich klar. Aber auch da hatte er ihn geliebt, wie niemanden sonst auf der Welt.

 

Aber das war unwichtig. Er war hier, Rod war hier, alles war perfekt.

 

Dermaßen glücklich kam er auch in der Küche an, wo Rod bereits auf ihn wartete. Rod sprang auf und küsste Jan noch einmal, bevor sie sich beide setzten.

 

„Hast ja ganz schön lange gebraucht! Ich dachte schon ich müsste hier verhungern.“ lachte Rod um sah Jan dabei mit verliebtem Blick an.

 

Diesem war in der Zwischenzeit etwas aufgefallen.

 

„Rod, musst du nicht zur Arbeit? Rodrec und Rodinstruments?“ Rod sah ihn verwundert an. „Der Traum muss dich doch ganz schön verwirrt haben, Jan! Mal davon abgesehen, dass heute Sonntag ist…“

 

Er trank einen Schluck. „Ich hab die beiden doch schon vor zwei Jahren verkauft!“ Jan verschluckte sich an seinem Tee. „Du hast- WAS?“

 

„Rodrec und Rodinstruments verkauft. Damit ich mehr Zeit für dich hab. Weißt du nicht mehr? Du hast dich tierisch gefreut!“

 

Jan stand auf. Er war kreidebleich. „Rod, das hier…das hier ist…“ Jan steigen Tränen in die Augen. Er wollte es so gerne glauben…

 

Rod stand vor ihm. „Sag es nicht, Jan…bitte. Dann können wir hier für immer glücklich sein! Für immer! Und ich werde dich immer lieben!“

Sanft strich er mit dem Daumen die Tränen aus Jans Augenwinkeln.

 

Jan griff nach der Hand und hielt sie an seine Wange. „Das hier ist nicht real, Rodrigo. Du bist nicht real.“

 

 

Die Welt kippte. Rodrigo sah ihn noch mit Tränen in den Augen an und hauchte ein letztes ‚Aber ich liebe dich…’ bevor auch er sich auflöste.

 

Jan öffnete die Augen. Sofort bohrten sich tausend Nadeln in seinen Körper und besonders in seinen Kopf. Er stöhnte leise.

 

Was war passiert? Wo war Rod? Er musste ihn trösten, er sollte nicht weinen…

 

„Jan!“ Bela schob sich in sein Blickfeld. Jan lächelte schwach. „Du bist wieder wach!“ „Blitzmerker…“ flüsterte Jan schwach.

 

Von der anderen Seite sah er Rod. Kurz verschwamm alles vor seinen Augen, dann sah er wieder klar. Rod hatte rote, verweinte Augen. Auf seiner Wange war ein großer Bluterguss zu sehen, außerdem war die Haut aufgekratzt.

 

„Nicht weinen, Rod. Alles ist gut.“ schaffte Jan noch, dann wurde alles wieder schwarz.

 

Kurze Zeit später wachte er wieder auf. Bela saß neben dem Bett, das sich, wie Jan unschwer an der weißen Umgebung erkannte, in einem Krankenhauszimmer befand.

 

„Ich hab Rod niederschlagen müssen um ihn hier rauszukriegen. Er wollte sich partout nicht untersuchen lassen, bis du aufgewacht bist und dann wollte er warten, bis es dir auf jeden Fall besser geht. Ich glaub sie haben ihm gleich eine Beruhigungsspritze in den Arm gejagt. Er pennt auf jeden Fall im Nachbarzimmer.“

 

Jan nickte. Bela beugte sich über das Bett. Er war plötzlich sehr ernst. „Mach nie wieder solchen Scheiß, Jan. Jag mir nie wieder so einen Schrecken ein.“ Er seufzte. „Wobei du Rod ohne Zweifel das Leben gerettet hast, mit deinem Hechtsprung.“

 

Jan nickte wieder. Er sah sich immer noch um. Rod wusste nichts von seinen Gefühlen, sie waren nicht zusammen und schon gar nicht verheiratet. Kein eigenes Haus. Kein gemeinsames Glück.

Er war in der Realität. Juchhe.

 

„Man ist irgendwie enttäuscht, stimmt’s?“ Jan sah Bela verwundert an. „Was meinst du?“ „Die Realität. Mein ich. Enttäuschend. Nicht wahr?“ Bela stand auf. Er lächelte.

 

„Aber, letztendlich, hast du die richtige Entscheidung getroffen.“

 

Wer’s glaubt… dachte Jan nur und seufzte in Gedanken. Rod liebte ihn nicht…

 

„Ach, Jan?“ Jan sah Bela fragend an. „Du bist ein Idiot, weißt du das? Wenn ich einen Unfall gehabt hätte, 9 Stunden im Koma gelegen hätte und beim Aufwachen festgestellt hätte, dass der Mann, dem ich das Leben gerettet hab, die ganze Zeit bei mir gesessen und um mich geweint hätte, dabei jegliche Behandlung verweigernd…MIR würde das einen gewissen Hinweis geben. Schlaf gut.“

 

ENDE

7.1.09 19:38


Splitter

Schizophrenie, dachte Farin spöttisch, wurde überbewertet. Schizophren sein, das konnten viele. Da war nichts allzu besonderes dran. Zersplitterte Menschen waren so vorhersehbar, so langweilig.

Viel unterhaltsamer war es, ganz zu sein und nur so zu tun als ob. Es machte das ganze Spiel noch viel interessanter.

 

Und im Verstellen, im ‚Zersplittert sein’ hatte Farin inzwischen meisterhafte Künste erreicht.

Jan Vetter und Farin Urlaub. Sogar Bela, der es ja eigentlich besser wissen müsste, glaubte, dass Farin eine Erfindung Jans war. Eine Art…Kompensation um seine Träume ausleben zu können. Die Verkörperung des freudschen ‚ES’. Sozusagen. Als ob Farin es je nötig gehabt hätte, sich zu zersplittern, um zu kriegen was er wollte.

Niemand kam darauf, dass es genau andersherum sein könnte- und auch so war. Noch nie war jemand auf diesen, bei genauer Betrachtung, doch naheliegenden Gedanken gekommen. Dabei hatte Farin schon früh festgestellt, dass er Menschen nicht besonders mochte. Sie waren laut und dumm. Genau wie die meisten anderen Dinge. Sie störten. Farin hatte damals Spaß daran gehabt…Störfaktoren zu entfernen. Er hatte einen enormen Verschleiß an Haustieren gehabt, weil seine Mutter einfach nicht verstehen konnte, wieso eine Katze, ein Hund, ein Tier nach dem anderen einfach…verschwand.

Selbst als sie die kleine Feuerstelle hinter dem Haus fand. Die älteren Nachbarskinder waren in ziemliche Schwierigkeiten gekommen.

Denn niemand glaubte, dass ein Fünfjähriger zu so etwas in der Lage war. Und das war praktisch genug, um Farin darauf zu bringen, dass es recht nützlich sein konnte, unterschätzt zu werden.

 

Und so begann er, ‚Jan’ zu schaffen. Und niemand schöpfte Verdacht. Niemals. Immerhin war ‚Jan’ ein Engel. Freundlich, klug und zurückhaltend. Mi diesem weichen, blondem Haar und den freundlichen Augen.

 

Und die Dinge gerieten ins Rollen. ‚Jan’ wurde älter, durchlebte die typische, rebellische Phase – sie nicht zu erleben hätte für Aufmerksamkeit gesorgt – lernte Bela kennen. Gründete mit ihm eine Band. Löste sie wieder auf. Gründete sie wieder. Währenddessen wurden Farins Spiele erwachsener, aufregender, subtiler und immer zerstörerischer.

 

Später lernte Farin schließlich Rodrigo kennen. Und das Spiel näherte sich dem Höhepunkt.

Es war einfach gewesen, dafür zu sorgen dass Rodrigo sich hoffnungslos in ‚Jan’ verliebte. Es dauerte nicht lange, und er war ihm so verfallen, dass er sich von Farin behandeln ließ wie Dreck, nur um fünf Minuten lang Zugang zu ‚Jan’ zu haben. Rodrigo glaubte fest an die zersplitterte Persönlichkeit, an den guten, engelsgleichen, sanften ‚Jan’, der von dem bösen, teuflischen, brutalen Farin terrorisiert wurde.

 

Was er nicht wusste, war dies:

Farin warf vor jedem Treffen mit Rodrigo eine Münze. Bekam er ‚Jan’ zu sehen oder nicht? Würde Farin ihn benutzen und dann liegen lassen oder würde er ihm fünf tränenreiche, kitschige Minuten schenken? Er durfte es nicht zu früh zu weit treiben. Würde er zu weit gehen, würde er Rodrigo verschrecken. Und das wäre doch nur der halbe Spaß.

Rodrigo machte sich nämlich Hoffnungen. Er nährte in sich die naive, regelrecht märchenhafte Vorstellung Jan eines Tages vom bösen, bösen Farin zu befreien und wahrscheinlich mit ihm in den Sonnenuntergang zu reiten.

 

Farin wurde schon schlecht, wenn er nur daran dachte.

 

Er wartete ungeduldig auf den Tag, an dem er Rodrigo die Illusion schließlich schenken würde- um ihn dann restlich zu zerstören. An diesem Tag wäre das Spiel zu Ende. Aber noch machte es zuviel Spaß. Noch war es lustig, zuzusehen wie Rodrigos Augen sich mit Tränen füllten, sobald ‚Jan’ verschwand. Und gleichzeitig merkte Farin, wenn auch ein wenig irritiert, dass Rodrigos Liebe zu ‚Jan’ nicht stagnierte, nicht das Maß hielt oder sogar absackte, abflaute, sondern immer stärker wurde.

 

Rodrigo hatte ein starkes Herz, das musste man ihm lassen. Farin hatte lange auf ihn einhämmern müssen, bildlich gesprochen, bevor sich ein kleiner Riss aus Schmerz und Furcht und Zweifel zeigte. Seitdem arbeitete er mit unendlicher Sorgfalt daran, diesen Riss zu verbreitern und zu vertiefen. Ab und zu kittete er auch ein wenig. Um den Spaß herauszuzögern.

Er wollte ihn schließlich so sehr zersplittern sehen, dass niemand ihn mehr reparieren könnte. Und da musste er vorsichtig und gründlich zu Werke gehen. Rodrigo sollte vollkommen vernichtet sein. So sehr, dass der Tod wie ein Gnadenakt aussehen würde. Ein Gnadenakt, der ihm natürlich verwehrt bleiben würde. Denn niemand spielte mit Farins Sachen. Erst Recht nicht nachdem er mit ihnen fertig war. Es würde ein schöner Triumph werden, dieses Spiel zu gewinnen, wie all die anderen vorher. Rodrigo wäre sein Meisterstück. Zersplittert, dass keine Liebe der Welt ihn reparieren könnte. Zerstört und gebrochen, zu Farins Füßen liegend. Bettelnd. Und Farin könnte ihn verlassen, mit dem beruhigenden Gefühl im Bauch, einen sehr guten Job gemacht zu haben. Und er könnte sich ein neues Spielzeug suchen.

 

Vielleicht wäre es dann an der Zeit, sich Bela vorzunehmen. Rodrigo würde sich wahrscheinlich absetzen, vielleicht umbringen. Oder es zumindest versuchen. Beides war schon häufiger nach dem Spiel vorgekommen. Farin konnte es sich bereits vorstellen, Rodrigo in der geschlossenen Psychiatrie zu besuchen, natürlich als ‚Jan’. Die Vorstellung, Rodrigos panisches, tränenüberströmtes Gesicht zu sehen, bevor er ihn schreien hören würde. Und dann zuzusehen, wie seine Angst betäubt wurde und ihn so noch hilfloser machte.

 

Das Mitleid, dass Bela mit dem armen ‚Jan’ haben würde, der schon wieder verlassen worden war, würde ihm den Eröffnungszug für das nächste Spiel anbieten.

 

Immerhin…jeder brauchte ein Hobby.

7.1.09 19:39


Wissen

Titel: Wissen

Rating: PG

Warnings: Verwirrend

Pairing: Überraschung.

 

 

Rod wusste, dass er nach drei Schritten nach links musste.

Denn Farins Flur war dunkel und hätte er sich nicht so gut ausgekannt, hätte er sich ordentlich hingelegt. Drei Schritte und das Drehen nach links später und es knisterte kurz, bevor das Flurlicht flackernd Helligkeit umherwarf. Rod seufzte.

 

Er wusste, dass er nicht allzu viel verlangen konnte, aber manchmal fragte er sich, warum Farin nicht lüften konnte, bevor er abtauchte. Die Luft war stickig und warm. Definitiv nicht angenehm. Rod seufzte wieder und tastete sich mit dem großen Zeh zuerst vorwärts. Er öffnete die Fenster weit und ließ Licht und Luft hinein. Endlich konnte er wieder etwas sehen und musste sich nicht nur auf seine Erinnerung und seinen Tastsinn verlassen. Er betrat die Küche und machte sich daran, einen großen Salat zu machen. Dann räumte er einen Weg ohne Hindernisse ins Bad und Schlafzimmer frei und legte frische Shorts und ein T-Shirt, sowie den Rasierer und weiche Handtücher heraus. Dann stellte er die Dusche, mit einigem Probieren, schon mal auf die richtige Stellung, damit er gleich nicht mehr groß daran herumwerkeln musste.

 

Mit Erstaunen bemerkte Rodrigo, wie viel Routine bereits in seinen Bewegungen lag. So häufig hatte er das doch gar nicht gemacht, oder? Fünf oder Sechs, höchstens Zehn Mal.

Seufzend fuhr er sich mit den Händen durch die Haare und durchnässte dabei die Hälfte, die die Wärme des Duschwassers überprüft hatte. Er begann daran, sich an diese Begebenheiten zu gewöhnen. Das war nicht gut; hatte man sich erst einmal an Farin Urlaub gewöhnt, dann war es nur noch ein kurzer Schritt bis zur Liebe. Und von da aus war der Schritt zum gebrochenen Herzen sogar noch kürzer.

Und Rod wollte sich nicht das Herz brechen lassen. Nicht von Farin Urlaub. Mit diesem Entschluss stieg er die Kellertreppe herunter, in Farins privates Aufnahmestudio. Aber Farin war an keinem der Instrumente zu hören und auch nicht zu sehen. Auch am Mischpult war niemand.

 

Rod drehte sich verwirrt um die eigene Achse. Wo war er?

Ein tiefes Atmen verriet es ihm schließlich. Rod drehte sich in die richtige Richtung. Farin saß, den Kopf in die Hände gestützt und die Ellenbogen auf den Knien, auf dem Sofa. Rod ging behutsam auf ihn zu. Es war unmöglich zu sagen, in welcher Laune Farin war.

„F-Farin?“ Er stand nun dicht vor ihm, aber Farin reagierte gar nicht. „Farin?“ Rod streckte zögerlich die Hand aus.

Farin schlug sie weg.

 

Rod ging behutsam in die Knie. „…Jan?“ Er benutzte diesen Namen nicht häufig, nur in Situationen wie dieser. Und er fühlte sich immer noch fremd auf seiner Zunge an. Aber Jan konnte reagieren, immerhin. Und der blonde Schopf hob sich etwas und dunkel umrandete, gerötete Augen blickten Rod an wie ein gepeinigtes Tier.

„Es passt nicht. Es…es klingt leer. Wir kriegen es nicht hin…“ Das war einer der Gründe, warum er hier war und nicht Bela. Der wäre ausgeflippt, wenn er gehört hätte wie Jan von sich in der Mehrzahl sprach. Aber es war wichtig, dass er es tat. So konnte Jan zwischen sich und dem anderen, Farin, unterscheiden. Rod lächelte sanft und strich Jan über die Wange. Jan lehnte sich dankbar in diese Berührung. Noch ein Unterschied: Farin hätte ihn weggeschubst und wäre wie ein gefangenes Tier umhergetigert oder auf sein Motorrad gestiegen um den Horizont zu jagen, bis der Tank alle war. Aber Jan brauchte Körperkontakt; er sehnte sich danach. Rod hatte sich erst daran gewöhnen müssen, aber inzwischen konnte er zwischen den beiden unterscheiden und wusste, wann er auf Abstand gehen sollte und wann nicht. „Na komm,“ sagte er mit einem Lächeln. „es wird auf jeden Fall nicht besser, wenn du dich totärgerst. Du musst essen. Und duschen. Und schlafen.“ Er strich Farin noch einmal durchs fettige Haar und musste den Reiz unterdrücken, danach die Hand an der Hose abzuwischen. Dann zog er Jan vorsichtig hoch.

„Aber Farin will…“ „Farin ist nicht hier, Jan. Nur du und ich.“ unterbrach Rod Jans halbherzigen Einwand. Er zog den widerstandslosen Jan hinter sich her. „Na los. Ich hab Salat gemacht. Der wird sonst schlecht.“ Er lächelte noch einmal sanft und küsste Jan auf die Nasenspitze. Jan lächelte und nickte kurz. Dann folgte er Rod.

 

Rodrigo gab ihm Kraft; Kraft, Farin zu widerstehen, wenn dieser auf einem seiner selbstzerstörerischen Trips war. Und deshalb brauchte Jan Rod und wollte es sich nicht mit ihm verscherzen. Er wusste, das Farin ganz andere Sachen von Rod wollte als er selber. Er wollte Rodrigo lieben, mit ihm zusammen sein, für ihn da sein, wie er immer für Jan da war. Farin wollte, um es einmal zusammenzufassen und nett auszudrücken, eher etwas…Körperliches.

Und Jan wollte nicht, dass Farin Rod so benutzte und damit wahrscheinlich sein Herz brach. Denn Rod liebte Farin. Jan bemerkte die Blicke, die Farin von ihm bekam. Es machte Jan ein wenig eifersüchtig, aber er liebte Rod zu sehr um etwas dagegen zu unternehmen.

 

Sie saßen zusammen am Esstisch und Rod beobachtete Jan, wie er as. Farin tobte darüber, dass er nicht weiter an dem Song feilen konnte, obwohl dieser doch noch nicht fertig war; aber mit dem Salat schien etwas von Rod in Jan reinzufließen und er schnitt Farin einfach von sich ab. Stattdessen konzentrierte er sich auf Rodrigo; darauf, wie sich das Sonnenlicht in seinen Haaren spiegelte und wie seine Hände auf der Tischplatte lagen. Jan lächelte beim Essen und Rod lachte und strich ihm Petersilie von der Oberlippe.

Jan wurde leicht rot, lächelte aber weiter und as auch noch den Rest des Salates. Danach ging er duschen, während Rod den Abwasch machte. Jan ließ sich Zeit und ließ das Wasser solange laufen, bis er sich richtig sauber fühlte. Er nahm auch das duftende Duschgel und wuscht sich die Haare so gründlich, wie lange nicht mehr. Danach rasierte er sich sorgfältig und zog lächelnd die Kleidung an, die Rod ihm rausgelegt hatte.

Als er fertig war und im Bett lag, legte sich Rod wie selbstverständlich dazu und kuschelte sich an Jan, der in der Dunkelheit knallrot wurde und so zögerlich wie beim ersten Date seinen Arm um Rod schlang. Sie lächelten beide in die Nacht, während Farin nur schnaubte.

 

 

Später in der Nacht schlief Farin mit Rod. Jan konnte nur zusehen und schüttelte traurig den Kopf. Jetzt würde sein Herz doch brechen.

 

Ende
7.1.09 19:39


Harem

Titel: Harem

Pairing: Farin/Rod

Rating: Nc-17

Warnings: Bondage, Spanking, D/S, Dienstmädchenoutfit, SEX

Wörter: 1772

Beta: Niemand

Gewidmet: Der lieben miacharisma, der ich versprochen habe, dass ich ihr eine Farin/Rod zu Weihnachten schenke und die, wie ich hoff, Spaß an Farins sadistischer Ader hat.

Merry Christmas, my dear!

 

Farin war auf der Suche nach Rod. Er betrat die Umkleide und sah sich suchend um, aber bis auf Belas neueste Eroberung war diese leer.

Farin warf der hübschen Frau einen kurzen Blick zu. Wirklich hübsch, dass Dienstmädchenoutfit passte sehr gut. Bela hatte halt einen guten Geschmack, dass musste man ihm lassen…

„Hey, Sorry, aber weißt du wo…Rod?!?“ „Glotz nicht so blöd.“ Murrte dieser. Farin betrachtete ihn noch einmal langsam von oben bis unten. „Ähm…was trägst du da?“ Farin wusste genau, was Rodrigo da trug, aber er wollte es aus Rods Mund hören. „Als wenn du das nicht wüsstest. Und starr mich nicht so an!“ Farin machte es trotzdem. „Warum trägst du dieses Kleid?“ „Bela.“

Nun war Farin beeindruckt. „Wie hat er DAS denn geschafft?“ „Ich hab beim Wettsaufen verloren.“ Farin nickte abwesend und trat auf Rod zu. Er betrachtete ihn noch einmal genauer und runzelte die Stirn. „Sag mal…hast du dir die Beine rasiert?“ Rod wurde rot und trat ein paar Schritte zurück. „Ja, auch wenn es dich nichts angeht. Jan, hör sofort auf mich so anzustarren!“ „Wie starre ich dich denn an?“ Farin stand inzwischen dicht vor dem nervös gewordenen Rod. „So halt! So…so…notgeil!“

Jan grinste. Er umfasste Rods Kinn und hob seinen Kopf. „Ich bin nicht notgeil…ich genieße nur die Aussicht…und außerdem dürfen Spielzeuge keine Widerworte geben…böses Haustier…“ Jan drückte Rod gegen die Wand und stützte sich mit den Händen links und rechts von Rods Kopf ab. „Jan, du spinnst. Geh weg!“ „Seit wann erteilst DU denn hier die Befehle? Du wirst mir in letzter Zeit sowieso zu aufsässig…“ Er leckte sich über die Lippen. „Das werde ich beheben müssen…es ist Zeit für eine kleine Lektion…“ Er drückte Rod einen Kuss auf die Lippen. Dieser riss die Augen auf und schubste Farin weg. „Bist du jetzt völlig übergeschnappt?“

Er verstummte, als Farins Hand seinen Mund zudrückte. „Ah, ah, ah…so nicht Haustierchen…du tust was ich sage…klar?“ zischte ihm dieser entgegen. Rod starrte ihn an. Farin nahm die Hand wieder weg und Rod rannte Richtung Tür.

Er rannte tatsächlich dagegen, so panisch war er inzwischen und rüttelte verzweifelt am Türknauf. „Heilige Scheiße“, dachte Rod und hämmerte gegen die Tür. „Hallo, kann mich jemand hören? Irgendwer?“ „Rod, hör mit dem Gehämmer auf.“ „Bela? Lass mich hier raus, Farin, er…“ „Ich lass dich nicht raus.“ Rod erstarrte. „WAS!?!“ „Glaub mir, hinterher wirst du mir danken…“ Rod hörte sich entfernende Schritte. „Bela? Bela! Bela, lass das! Komm zurück! Lass mich hier raus!“

Rod schnappte erschrocken nach Luft, als Farins Hand ihn am Genick gegen die Tür drückte. „Das war ungezogen…das gibt Strafe, Haustierchen…“ Er spürte mit Entsetzen, wie sich kaltes Metall um seine hinter dem Rücken gehaltenen Handgelenke schloss. „Wo hast du die her?!?“ „Eigentlich ist das egal…aber ich werde dir trotzdem sagen: Bela hat sie vorsorglich hier deponiert. Ich muss ihm eine Belohnung geben…die Idee mit deinem Kleidchen war echt nicht schlecht…“ „Was meinst du damit?“ „Na, ich hab ihm gesagt, er soll dich in einen Raum bringen, damit ich dich…in Besitz nehmen kann, um es einmal so zu nennen…aber das hier war seine Idee…“ „Warum hat er das gemacht?“ „…Ich will es mal so ausdrücken: Glaubst du, er trägt sein Halsband nur als Schmuck?“ „Du Mistkerl!“ Er wurde noch ein wenig fester gegen die Wand gepresst. „Du bist viel zu frech…aber es macht Spaß, sich seine Bettgenossen selbst zu zähmen. Bela ist manchmal auch so aufsässig …“

Rod spürte, wie Farins andere Hand unter den Rock seines Dienstmädchenoutfits wanderte und seinen Hintern umfasste. Er wurde rot, was Farin zu einem leisen Lachen animierte. „Du trägst ja nicht mal Unterwäsche…was für ein unanständiger Junge du doch bist…“ „Nimm deine Finger da weg!!!“ Rod wurde herumgewirbelt und prallte recht schmerzhaft auf den Tisch. Er wurde erneut am Hals gepackt und auf die Tischplatte gedrückt.

Farin holte aus und verpasste Rod einen Schlag auf den Hintern mit der flachen Hand.

„Au! Du Wichser!“ Noch ein Schlag.

„Farin, hör auf damit! Lass mich gehen!“ Noch ein Schlag, dieses Mal extra hart.

Rod schrie erschrocken auf. „Was habe ich dir eben über Befehle gesagt?“

„Arschloch!“ Drei kurze, schnelle Schläge hintereinander ließen ihn dann doch verstummen.

„Das war’s nicht…überleg noch mal…“

„Farin!“ Wieder ein Schlag.

„Du redest dich hier um Kopf und Kragen, mein Lieber…also? Was habe ich gesagt?“ „…Dass…dass du sie erteilst…“ knurrte Rod. „Na geht doch!“ Der Griff um seinen Nacken verschwand und eine Hand drückte Rod jetzt an den gefesselten Handgelenken gegen den Tisch. Mit der anderen schob Farin seinen Rock hoch. „Uh…der ist ja schon ganz rot…“

Rod keuchte leise, ganz leise, als er Farins Fingerspitzen über seinen Hintern gleiten fühlte. Sie fühlten sich kühl an und linderten das Brennen, dass die Schläge verursacht hatten, etwas. Wenn auch nicht viel. Farin hörte ihn aber trotzdem. „Und empfindlich scheint er auch zu sein…“ Farin legte den Handrücken auf das Ende von Rods Wirbelsäule und fuhr langsam tiefer. „Farin…hör auf…“

Langsam, ganz langsam, damit Rodrigo nichts davon mitbekam, beugte sich Farin hinunter und schließlich küsste er Rods Hintern einmal. Dieser zog scharf die Luft ein. „Farin…!“ „Ja?“ hauchte dieser gegen die empfindliche Haut dort unten und entlockte Rod so ein weiteres Keuchen. „Hör…auf…bitte…“ Er richtete sich wieder auf. „Könntest du das letzte Wort noch einmal wiederholen?“ „Du verdammter Mistkerl!“ „Sorry, aber das war es nicht…das hast du dir jetzt selbst eingebrockt…“

Und er begann von neuem mit seiner Behandlung, was Rods Hintern anging. Dieses Mal hört er aber nicht nach ein paar Schlägen auf sondern machte immer weiter, mal fester, mal sanfter und immer in einem unregelmäßigen Rhythmus, damit Rodrigo sich nicht daran gewöhnen konnte.

Rod versuchte immer wieder, sich aufzurichten, oder nach hinten hin auszutreten, aber weil er Farin nicht sehen konnte, war seine Trefferquote sehr gering, um nicht zu sagen, nicht vorhanden. Das allerschlimmste aber an der Sache war, dass Rod spürte, wie er immer erregter wurde. Bei jedem Schlag rieb sein Glied durch den Rock hindurch an der Tischkante, bei jedem Schlag durchfuhr ein Stromstoß seinen Körper, als er erst den Schmerz des Schlages, dann das sanfte Streichen der Hand und zuletzt den Luftzug an der eben noch malträtierten Stelle spürte. Und schließlich konnte Rod nicht mehr. „Bitte…!“ Die Schläge hörten sofort auf und Rod wurde nach oben gerissen. Er spürte Farins Körper an seinem Rücken, wie dicht sie zusammenstanden, wie warm dieser doch war, wie die Muskeln sogar unter dem T-Shirt noch zu spüren waren…

„Sag’s noch einmal…“ Und wenigstens für den Moment vergas Rod seinen Stolz, schluckte ihn herunter, um nicht komplett den Verstand zu verlieren. „Bitte…“ Eine schlanke Hand strich an seinem Schenkel entlang zu seiner Erregung. „Noch einmal…“ „Bitte…!“ Die Hand schloss sich um sein Glied. „Noch mal…!“ „Bitte!“ Und die Hand setzte sich noch während Rod sprach in Bewegung.

Rods gefesselte Hände krallten sich hinter seinem eigenen Rücken in Farins Shirt, als seine Beine weich wurden und er einzig und allein vom starkem Arm um seiner Hüfte hochgehalten wurde, während seine Hand Rod vollkommen um den Verstand brachte. Rod hatte die Augen geschlossen, Schweiß lief an seinen Schläfen entlang, er keuchte und stöhnte immer wieder ein einziges Wort. „Bitte…bitte…bitte…bitte…“ Als Farin sein Kinn auf Rods Schulter legte und ihm einen Befehl ins Ohr flüsterte, da befolgte Rod diesen ohne darüber nach zu denken und ergoss sich dann in Farins Hand. „Stöhn für mich, Haustierchen…lass mich hören, wie sehr es dir gefällt…“

Farin ließ ihn los und Rod sank auf den Boden, wo er atemlos nach Luft schnappte. Er hörte nichts und sah nichts, das einzige, was zu ihm durchdrang war sein eigener Herzschlag und das Rauschen in seinen Ohren. Ihm wurde schwindlig. Rod sackte bereits leicht nach vorne, spürte aber sofort zwei Hände an seiner Schulter, die ihn aufrechthielten. Mühselig öffnete er ein Auge und dann das andere. Vor ihm kniete Farin, der ihn musterte. „An deiner Ausdauer müssen wir wohl noch arbeiten…geht’s?“

Ein schwaches Nicken war alles, wozu Rod in der Lage war. „Na so sieht das eher nicht aus…“ Rod sackte nach vorne und lehnte sich, immer noch schwer atmend, mit der Stirn an Farins Schulter. Er hörte Farin seufzen. Nach einer ganzen Weile öffnete Rod die Augen und richtete sich wieder auf. „Na endlich, Haustierchen…mir sind schon die Beine eingeschlafen…“ Rod wurde nach hinten gedrückt, bis er auf dem Fußboden lag.

Teilnahmslos sah er zu wie Farin eine Tube aus der Tasche fischte und sich eine klare Masse auf den Finger strich. Dann machte es aber ‚Klick’ bei ihm und er ahnte, was Farin mit diesem Finger vorhatte. Reflexartig drückte Rod die Beine zusammen und richtete sich halb auf.

„Entspann dich, Haustierchen. Das ist nur zu deinem Besten. Ficken werde ich dich sowieso, aber es liegt an dir, ob wir beide Spaß dran haben werden oder nicht. Und ich tue meinen Haustieren nicht gerne weh.“ Farins Hände, den befeuchteten Finger sorgfältig weggestreckt, drückten seine Beine leicht auseinander und Rod ließ sie gewähren. Er hatte keinerlei Grund dazu, es war absolut verrückt, was er hier gerade zuließ, aber aus einem seltsamen Grund vertraute er Farin.

Und das war eine kluge Entscheidung, wie sich herausstellte. Seine Welt begann wieder, sich zu drehen, als er spürte wie Farin ihn weitete, aber dieses Mal nicht aus Erschöpfung, sondern aus Lust. Als Farin schließlich fertig war, war Rod vor Erregung bereits halb ohnmächtig und als er vorsichtig in ihn eindrang, da wurde Rod tatsächlich kurz Schwarz vor Augen. Die Stöße und Bewegungen Farins bekam er kaum mit, seine ganze Welt bestand nur noch aus einem Wirbel aus Farben, Gefühlen und Sinneseindrücken.

Er krallte sich an der Person fest, die ihn zu sich hoch zog, in ihren Schoß und ließ sich einfach treiben. Ohne dass er es merkte, murmelte er träge Worte von sich hin, die sich mehr und mehr mit Stöhnen und Keuchen vermischten. Er hob den Kopf und sah seltsam klar gezeichnet Farins Gesicht vor sich, das Gesicht seines neuen Herrchens, wie er feststellte.

Rod brauchte Farin. Dieser war dazu bestimmt, sein Herrchen zu sein. Warum hatte er sich so dagegen gesträubt? Er gehörte zu Farin. Wahrscheinlich gehörte er sogar Farin. Und mit diesem Gedanken kam Rod schließlich zum zweiten Mal, die Augen weit aufgerissen und das Stöhnen von Farins Lippen verschluckt. Er spürte Farins Erguss in sich, der ihn ausfüllte und ließ sich willenlos in dessen Arme sinken.

Und Rod war Bela noch nie so dankbar gewesen, wie in diesem Augenblick.

 

ENDE

20.1.09 21:40


Haustier

Titel: Haustier

Rating: R? Nc-17?

Pairing: Farin/Rod

Warnings: BDSM…

 

 

Jan grinste, als er seine Wohnung betrat und leise die Tür hinter sich schloss.

 

Er zog sich die Schuhe aus und hängte die Jacke ordentlich auf der Garderobe auf. Immer noch grinsend schlenderte er erwartungsvoll Richtung Schlafzimmer, wobei er beim bloßen Gedanken daran, was ihn da erwarten würde, einen Schauer der Erregung fühlte.

 

Schließlich war er am Schlafzimmer angekommen und öffnete die Tür geräuschlos.

 

Rodrigo kniete noch immer auf dem Bett. Nun, nicht das er eine andere Wahl gehabt hätte.

 

Seine Hände waren mit einem Lederband an einem Haken über dem Kopfende angebunden. Nicht zu straff, Jan wollte seinem Eigentum nicht die Schultern auskugeln oder so was.

 

Um seinen Hals sah man das silberne Halsband blitzen, das seinen Kopf etwas nach vorne zog, da es am Gitter des Bettes befestigt war. Reines Silber. Es war nicht billig gewesen, aber dafür war es qualitativ hochwertig und hatte einen besonderen Verschluss, der verhinderte, dass es zu eng wurde. Jan wollte nicht, dass Rod irgendwann durch einen Unfall oder eine Unachtsamkeit seinerseits gewürgt wurde.

 

Ein schwarzes Band war über seine Augen gebunden und hinterließ Rod in vollkommener Dunkelheit. Das Band war natürlich aus Seide. Und absolut pechschwarz. Schwarz stand Rodrigo einfach immer noch am Besten. Und Jan wollte nur das Beste für sein Haustier.

 

Rod keuchte, das konnte man hören. Man hörte auch sein Stöhnen und das intensive Luftholen. Kein Wunder. Er war etwa eine halbe Stunde weg gewesen und eine halbe Stunde lang einen angeschalteten Vibrator im Hintern zu haben, war sicherlich ziemlich…sagen wir…anstrengend.

 

Ganz besonders wenn man dazu auch noch einen Cockring trug, der zu frühe Erlösung verhindern sollte.

 

Jan leckte sich über die Lippen, als er Rodrigos schweißbedeckten Rücken betrachtete und sich ausmalte, was er in der nächsten Zeit alles mit seinem Kleinen anstellen würde.

 

Aber bevor es dazu kam…

 

Er brauchte erstmal ein schönes, kaltes Wasser.

 

Leise verließ Jan den Raum wieder und ging in die Küche, um sich ein Glas mit Wasser zu füllen und auch noch zwei Eiswürfel hineinzutun.

 

Dann ging er langsam zurück ins Schlafzimmer. Er trat neben das Bett und stellte das Glas vorsichtig auf dem Nachtschrank ab.

Der flauschige Teppich hatte seine Schritte unhörbar gemacht und deshalb zuckte Rod auch erschrocken zusammen, als Jan anfing zu sprechen.

 

„Ich hoffe, das Warten war nicht allzu langweilig für dich…“

 

Rod schwieg. Jan hatte ihm befohlen, nicht zu sprechen.

 

„Hast du Durst?“ Und wie er den hatte, seine Kehle fühlte sich staubtrocken an.

 

Rod seufzte erleichtert, als ein Eiswürfel gegen seine Lippen gedrückt wurde…

 

Und dann plötzlich wieder weggezogen wurde.

 

„Na, wenn du nichts sagst…muss ich ja davon ausgehen, dass du keinen  Durst hast…“

 

Hatte Jan sein eigenes Verbot vergessen?

 

Höchstwahrscheinlich nicht. Er wollte ihn damit wohl testen. Würde Rod jetzt etwas sagen, würde er etwas zu trinken bekommen. Und später dann bestraft werden.

 

Würde er nichts sagen, würde er auch nichts zu trinken bekommen. Und seine Kehle tat jetzt bereits weh. Er fühlte sich förmlich ausgedörrt.

 

Also?

 

Der Eiswürfel wurde wieder gegen seine Lippen gedrückt.

 

Rodrigo erzitterte. Er öffnete die Lippen und saugte am Eiswürfel und die Erleichterung, als kühles Nass über seine Lippen floss, war unbeschreiblich.

 

Der Eiswürfel verschwand wieder. Er wimmerte.

 

„…bitte, Herr…!“ Jan drückte den Würfel wieder gegen seine Lippen und Rodrigo öffnete den Mund und ließ ihn hineingleiten.

 

Nach einiger Zeit war der Eiswürfel weg. Rodrigo seufzte wieder. Das war soviel besser…

 

Er schnappte erschrocken nach Luft, als der Vibrator plötzlich aus ihm herausgezogen wurde. „Na…der ist ja schon heißgelaufen…“

 

Das leise Summen des Vibrators stoppte jäh. Die Hand seines Besitzers wanderte sanft streichelnd seinen Schenkel entlang. An der Hüfte angekommen gesellte sich die andere Hand hinzu und beide strichen über Rodrigos Seiten hinauf und schließlich zu seinen Armen.

 

Dort blieben sie eine Weile und massierten die angespannten Muskeln mit leichtem Druck. Rod entspannte sich ein wenig. Eine Hand wanderte wieder hinunter zu seinem Hals, überprüfte, ob das Halsband nicht doch zu eng saß oder das Band zerrte.

 

Schließlich massierte Jan den Nacken seines Kleinen. Rod stöhnte genüsslich und ließ den Kopf hängen.

 

„Geht es noch…? Oder ist es unangenehm?“ Rod schüttelte nur den Kopf.

 

Die Hände verschwanden schnell.

 

„Ach…plötzlich hältst du dich wieder an die Befehle…? Ziemlich dreist…“ Rod biss sich auf die Lippen.

 

Jetzt darfst du wieder reden. Warum hast du eben etwas gesagt, obwohl du doch ganz genau wusstest, dass es verboten war?“

 

Rodrigo schluckte. Und schluckte noch einmal. Seine Kehle war immer noch trocken. Der Eiswürfel war nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen.

 

„Ich…ich war mir nicht sicher, ob du- ob ihr mir etwas zu trinken geben würdet…Herr.“

 

„Ach so.“ Da wusste Rodrigo, dass er etwas Falsches gesagt hatte. Jans Ton verriet alles darüber.

 

„Du missachtest also nicht nur meine Befehle, du hast auch noch keinerlei Vertrauen in mich... Ich bin enttäuscht.“

 

„Herr, ich…so war das nicht gemeint…“

 

„Kein Wort mehr. Ich war wohl in letzter Zeit zu lasch, was deine Erziehung angeht…“

 

Rodrigo hörte wie Stoff raschelte und spürte, wie Jan aufstand.

 

Dann war ziemlich lange nichts mehr. Und das war immer das Gemeinste. Sein Herr würde, machte er etwas falsch, nie sofort mit der Bestrafung anfangen. Er ließ Rodrigo immer erst zappeln, so dass dieser sich ganz in Ruhe sämtliche Schreckensszenarien ausmalen konnte.

 

Plötzlich straffte sich das Lederband um seine Hände und Rodrigo wurde nach oben gezogen, bis er aufrecht kniete.

 

Das Halsband blieb wo es war und zog seinen Kopf nun in einem ziemlich unbequemen Winkel schräg nach unten.

 

„Tut es dir Leid, Rodrigo?“

 

„J-Ja…“

 

„Das glaube ich dir nicht…“

 

Jans flache Hand landete mit einem lauten Knall auf seinem Hintern. Rod zuckte erschrocken zusammen.

 

Schon kam der nächste Schlag. Und wieder der Nächste. Und wieder der Nächste.

 

Rod biss sich auf die Lippen und kniff die Augen fest zusammen.

 

Spanking war, normalerweise, eher schon etwas, was ihn anturnte…

 

Auf dem Schoß seines Herren liegen und sich von ihm den Hintern versohlen zu lassen, wobei sein Glied andauernder Reibung am Sofastoff oder dem Hosenstoff Jans ausgesetzt war, machte Rodrigo sehr, sehr heiß.

 

Dazu kam dann noch das unbeschreibliche Gefühle des…Gehörens und der Gewissheit, dass sein Herr ihn vollkommen unterwarf.

 

Heute schien es Jan allerdings nicht im Geringsten darauf angelegt zu haben, dass es ihm gefiel und Rod fand schnell heraus, dass er diese Variante nicht mochte. Es tat richtig weh, sein Hintern schien in Flammen zu stehen, aber jedes Mal, wenn er wegzuckte, folgte ein noch stärkerer Schlag.

 

„Herr…“

 

„Ich sagte: Kein Wort mehr!“ Jan untermalte seine Antwort mit einer Serie extrem harter Schläge.

 

Rodrigo schluchzte. Er hatte wirklich versucht, es zurückzuhalten, aber sein Versuch war vergeblich.

Es war kaum noch auszuhalten, zu den Schmerzen der Schläge, der sich langsam in ein stetiges Pochen umwandelte, kamen die unbequeme Haltung und die Tatsache, dass sich seine Armmuskeln langsam aber sicher verkrampften.

 

Er spürte, wie sich Tränen  unter dem Seidenband hervorstahlen und seine Wangen hinunterliefen.

 

Rodrigo biss sich auf die Lippen um sein Flehen und Wimmern zu unterdrücken.

 

Er hatte die Augen fest zugekniffen.

 

Plötzlich hörten die Schläge abrupt auf.

 

„Tut es dir jetzt Leid?“

 

„…Ja! Ja, ja, ja, ja, ja…! Bitte aufhören…!“

 

Das Lederband und das Halsband wurden beide losgelöst, das Halsband blieb umgebunden, die Hände gefesselt.

 

Rodrigo sank zusammen, rollte sich zu einer schützenden Kugel zusammen.

 

„Hey…“ Eine streichende Hand auf seinem Rücken, er zuckte automatisch zurück.

 

„Rodrigo…“ Zwei Hände, an seiner Schulter. Rod konnte immer noch nicht sehen, konnte deshalb den sorgenvollen Blick nur erahnen.

 

„Bin ich zu weit gegangen…?“

 

Er wurde hochgezogen und an Jans Brust gedrückt, klammerte sich an ihn.

 

„Warum musstest du das auch unbedingt machen…? Du weißt genau, dass ich dich nicht gerne bestrafe…“

 

„Es tut mir Leid…“

 

„Ist in Ordnung…“

 

„Ich liebe dich…ich liebe dich…“

 

„Ich weiß.“

 

Rodrigos Kinn wurde angehoben und Jans Lippen legten sich auf seine. Seine Zunge schlüpfte zwischen Rodrigos schmale Lippen und er erkundete das ihm bekannte Terrain sorgfältig, als ob er erwarten würde, dass es sich seit ihrem letzten Kuss geändert hatte.

 

„…Herr…“

 

Rodrigo hob seine gefesselten Hände, legte sie um Jans Nacken und drückte sie noch fester zusammen.

 

„Herr…bitte…“ er stöhnte leise und drängte seine Hüften gegen Jans.

 

„Was willst du, Haustierchen?“

 

„Ich…ich will…Erlösung…bitte.“

 

„Aha…“ Ein leises Lachen.

 

„Ich denke, das sollte möglich sein.“

 

Seine Hand schlich sich zwischen sie.

 

Rod keuchte auf, als der Cockring endlich abgezogen und achtlos zur Seite geworfen wurde.

 

„Herr…“ Er klammerte sich noch fester an seinen Herren. Jan umfasste sein Glied. „Du darfst anfangen.“ Rod seufzte erleichtert und stieß zu, unkontrolliert, immer schneller und härter.

 

Er biss sich auf die Lippen und schloss genüsslich die Augen, sein Mund stand weit offen.

 

Schließlich packte Jan sein Glied fester. Rod stöhnte und warf den Kopf in den Nacken, er stöhnte laut und kam heftig.

 

Kraftlos sackte er nach vorne, legte sein Kinn auf Jans Schulter, kuschelte sich so nah es ging an ihn heran. Ihm tat zwar immer noch alles weh, aber gleichzeitig fühlte er sich leicht und frei.

 

„…Herr…Jan…“ Nach kurzer Zeit war er eingeschlafen.

 

Jan saß noch eine Weile mit ihm so da und wand sich schließlich aus seiner Umarmung, legte Rod sanft zurück aufs Laken.

 

Er lächelte. Wenn Rod schlief, sah er aus wie ein unschuldiges Kind, eine Ansicht, die durch die gefesselten Hände, das Halsband und den Samen auf dem Bauch und den Schenkeln, einen ziemlich unanständigen Touch bekam.

 

Er küsste ihn sanft auf die Stirn.

 

„Mein kleines Haustierchen…was wäre ich ohne dich…“

 

ENDE!!!

20.1.09 21:41


Ich gehöre nicht dazu

Pairing: Farin/Rod

Warnings: Fluff

Rating: PG

 

 

Rod krümmte sich vor Lachen und fiel fast vom Sofa. Er umschlang seinen Bauch fest und lachte und lachte und lachte.

Farin sah ihn beleidigt an und schwieg. Schließlich schaffte Rod es, sich einigermaßen zu beruhigen und er setzte sich wieder aufrecht hin.

„Das war jetzt echt übertrieben.“ Der Bassist begann wieder zu kichern, fasste sich aber schnell wieder. Die beleidigte Miene Farins entspannte sich ein wenig. „Ich…komm, Farin, das ist doch absurd. Warum nicht Bela?“

„Weil Dirk es mich nie mehr vergessen lassen würde.“ Das stimmte, dachte Rod. Wahrscheinlich würde Bela noch auf Farins Grabstein schreiben lassen: „Haha, ihr werdet nicht glauben, was ich euch gleich erzähle…“

„Und?“

„Was…und?“

„Machst du’s? Ich kann sonst niemanden fragen.“

Rodrigo seufzte. Das würde so peinlich werden. Für sie beide.

„Okay. Ich geb dir…ich…ich geb dir Tanzunterricht.“

 

Jetzt standen sie beide in der Mitte des Wohnzimmers, sich gegenüber und keiner wagte es, den anderen anzusehen.

„Warum willst du überhaupt tanzen lernen? Bisher hat’s dich doch auch nie gestört.“

„Es…“ Farin zögerte. „Es gibt da jemanden.“

Rod zog beide Augenbrauen hoch. Also herrschten wieder Frühlingsgefühle im Hause Urlaub.

„Das…ist ja schön.“

Sie starrten beide noch eine Weile Löcher in den Teppich, dann fasste sich Rod ein Herz.

 

„Also. Ähm…gut. Als erstes, musst du sie…richtig anfassen.“ Farin grinste.

„Nicht so! Ich meinte die Grundhaltung. Also, du musst die Arme um ihre Hüfte legen und sie festhalten. Aber nicht zu fest! Und sie legt ihre Arme dann um deine Schultern.“

 

Da beide nicht mehr Körperkontakt als unbedingt nötig wollten, wurde bereits dieser einfache Anfang kompliziert. Schließlich seufzte Farin und zog Rod in einer einzelnen schwungvollen Bewegung näher. Zu nah.

Rod wurde herangezogen und stolperte ihn Farin hinein.

„Ähm…das kommt erst danach Farin…“ Farin ließ ihn schnell wieder los.

„Entschuldige. Ich…aber das ist doch absurd, wir sind zwei erwachsene Männer und haben unsere Gefühle…ja…wohl unter Kontrolle. Rod war so damit beschäftigt, sein plötzlich rasendes Herz zu beruhigen, das ihm entging, dass Farin so klang als wollte er sich selbst zur Räson rufen.

 

„Okay. Versuchen wir es noch mal. Und du hast Recht…“

Gleiche Haltung, dieses Mal näher zusammen.

„Das klappt doch schon ganz gut.“

Rod trat mit dem großen Zeh auf die Fernbedienung und schob sie dann aus dem Weg.

„Also…das hier ist eigentlich ganz einfach. Du musst dich nur im Takt der Musik mit ihr bewegen…schön langsam. Und du musst sie festhalten…“ Die ersten Töne füllten den Raum. Die beiden begannen sich langsam zu bewegen.

Schließlich, nach einer Ewigkeit, wie es schien, hörte das Lied plötzlich auf. Farin stellte überrascht fest, dass Rod seinen Kopf an Farins Brust gelehnt hatte.

 

Als der tranceartige Zustand des Tanzes verflog, schien auch Rod wieder aufzuwachen. Er zog schnell den Kopf zurück und sah Farin, knallrot geworden, an.

Jetzt war Farin der Wissende und Halt gebende. Er lächelte Rod sanft an.

„Und…was kommt dann nach dem Tanz?“ flüsterte er heiser und strich Rodrigo gedankenverloren durch die weichen Haare. Rod wagte es nicht, aufzusehen, als er, ebenfalls flüsternd, antwortete:

 

„Dann…dann drückst du deinen Tanzpartner an dich…und…und…“ Er schluckte und schloss die Augen. Seine Wangen röteten sich.

Farin drückte Rod näher an sich und hob sein Kinn langsam mit Daumen und Zeigefinger an.

„Und dann?“

Rod kniff die Augen fest zu. „Dann küsst du ihn…“ flüsterte er kaum hörbar.

Nichts passierte. Ein Handrücken streichelte sanft seine Wange. Schließlich wagte Rod es, die Augen wieder zu öffnen.

„Will der Tanzpartner denn auch geküsst werden?“ wurde er, immer noch flüsternd, gefragt.

Schüchtern nickte Rod. Farin lächelte. „Na, wenn das so ist…“

 

Unendlich sanft legten sich Farins Lippen auf Rods, verschloss sie in einem schmetterlingsgleichen Kuss. Rod schoss wieder die Augen und erwiderte den Kuss zurückhaltend. Er spürte wie Farin weiter durch seine Haare strich und vergrub auch seine Hände in den blonden Schopf des Größeren.

 

Schließlich, nach einer weiteren Ewigkeit, wie es Rod schien, löste Farin sich von Rod und sah ihn verliebt an.

„Nächste Woche üben wir dann den Tango, ok?“ Rod nickte lächelnd.

 

Ende^^

20.1.09 21:42


Mondo Bondage

Titel: Mondo Bondage
Rating: Nc-17
Pairing: Farin/Rod
Warnings: Nichts, es ist allerdings eine absolute PWP

Es gilt dasselbe wie eigentlich immer: Wenn es euch gefallen hat, bitte ich euch, zu kommentieren. Und zwar euch alle^^

Und sonst: Enjoy!



Rod stand im Aufnahmeraum, die Hände an den Kopfhörern, aus denen ‚Mondo Bondage’ tönte, die Augen geschlossen und konzentrierte sich ganz und gar aufs Singen.

Er ging vollkommen darin auf und nahm um sich herum nichts mehr wahr.

Deswegen hörte er auch nicht, als sich die Tür plötzlich öffnete und kurz darauf leise wieder schloss.

Er spürte es aber, als ihm jemand die Kopfhörer in den Nacken schob und die Hände auf seine Hüften legte.

Er zuckte zusammen und drehte sich halb um, erhaschte aber nur einen kurzen Ausblick auf ein schwarzes T-Shirt, bevor er wieder umgedreht wurde.

„Schön weitersingen…“ wurde in sein Ohr geflüstert.

„Jan…! Was…“ „Ah, Ah, Ah…einfach singen…“ eine Hand legte sich über seine Augen.

„Ignorier mich einfach…oder versuch es zumindest…“ Rod sah das teuflische, verführerische Grinsen zwar nicht, konnte es aber aus der Stimme heraushören und er verfluchte sich für sein Gedächtnis, das ihm zahllose Begebenheiten vor Augen führte, an denen er dieses Grinsen bereits im Gesicht seine Liebhabers gesehen hatte.

Nächte voller süßer Hilflosigkeit, in denen er ihm vollkommen ausgeliefert war und nach denen er jedes Mal tagelang nicht richtig sitzen konnte…

Im Halbdunkel eines Besenschranks gestohlene Küsse…

Im Nervenkitzel einer jederzeit möglichen Entdeckung auf dem Rücksitz eines Autos…

Direkt vor, während oder nach einem Konzert in einem leeren Gang…

Wilde Berührungen während eines Kinofilms…

Stunden andauernde Spiele auf der großen Couch, bis er halb wahnsinnig vor Erregung war und seinen ‚Meister’ um Erlösung anflehte…


Ihm lief ein Schauer den Rücken hinunter.

Wieder diese sündige Stimme in seinem Ohr:

„Ich hab doch noch gar nicht angefangen…sind wir heute ungeduldig?“

„Jan…“

„Ich hab doch gesagt, dass du mich ignorieren sollst…“ die Worte wurden dicht neben seinem Ohr geflüstert.

Rod schluckte, atmete tief durch und fing wieder an zu singen.

Jans Hände wanderten nach oben und knöpften dabei sein Hemd auf und die Fingerspitzen, die dabei ab und zu ‚zufällig’ über seine Haut glitten, reichten bereits aus um Rods Stimme kurz erzittern zu lassen.

Dann war das Hemd offen.

Die Hände trennten sich und während die eine anfing, federleicht über Rodrigos Brustkorb zu streichen und dabei ganz bewusst die Brustwarzen ausließ, schlich sich die andere nach unten und drehte eine immer kleiner werdende Spirale um den Bauchnabel.

Schließlich tauchte der Finger kurz hinein, drehte sich einmal und aus dem ‚Hilflos wunderschön’ des Refrains wurde ein Stöhnen.

Ein leises Lachen hinter ihm.

Der Finger verschwand wieder und die Spirale ging von neuem los, dieses Mal größer werdend.

Die obere Hand hatte inzwischen ein Einsehen und widmete sich mit grenzenloser Sorgfalt seinen Brustwarzen.

Ein Mund saugte sich an seinem Hals fest, verteilte Küsse und Bisse überall auf der dunklen Haut.

Und die Spirale kam an seinem Hosenbund an. Rod spürte, wie Farins Lippen, die sich gerade unter seinem Ohr ein Plätzchen ausgesucht hatten, wieder dieses unwiderstehliche Lächeln formten.

Er stöhnte wieder und dieses Mal ging ‚ deine Tiefe spüren’ verloren.

Geschickte Finger öffneten seinen Hosenknopf und den Reisverschluss- und wanderten wieder nach oben.

Sie drückten seinen Kopf nach hinten, legten ihn auf Jans Schulter und Jans Mund nahm neues Gebiet in Angriff.

Er verwöhnte die sich ihm ungeschützt darbietende Kehle und Rodrigo konnte kaum noch Singen, der größte Teil des Gesangs bestand inzwischen aus Stöhnen und Keuchen und nur ab und zu tauchte ein Textfetzen darin auf.

Seine Beine zitterten und sofort schlang sich ein Arm um seine Hüfte und stützte ihn.

„Obacht…nicht dass du mir zusammenknickst…“

Rodrigo nickte nur, er wusste, dass Jan ihn nie fallen lassen würde. Seine Hände legten sich um Jans Kopf, streichelten durch die Haare und sein Körper war bereits so sensibel, dass das Gefühl von Jans feuerroten, weichen Haaren an seinen Fingern ein Seufzen hervorrief.

Die Hände wanderten zu Jans Wangen und zogen ihn weg von der Kehle und hin zu Rodrigos suchenden, gierigen Lippen.

Rod war so versessen auf den Kuss, dass er Jan zuerst verfehlte und seine Lippen neben dem Mund landeten und Rod wimmerte, als ihm das, was er so verzweifelt wollte, verwehrt blieb.

„Jan…Jan…Jan…!“

„Sssssssch…“ Jan gab Hilfestellung, packte Rods Kinn und zog ihn zu sich.

Nun gaben Rods Knie endgültig nach. Als er Jans Lippen auf seinen spürte und die Zunge in seinen Mund schlüpfte, stöhnte er noch einmal und kam dann, was ihn selbst überraschte.

Er keuchte ein atemloses „Jan…“ gegen die Lippen und ließ sich fallen.

„Jan…du…bist irre…“ Rod lächelte müde und genoss das Gefühl, von Jan gehalten zu werden.

Er ließ sich aufheben und erkannte an der vorbeischwebenden Studioausrüstung, dass Jan ihn in den leeren Aufenthaltsraum brachte.

Er wurde auf die Couch gelassen und nickte weg.

Nach einiger Zeit wachte er wieder auf und blickte leicht orientierungslos auf den im Sessel sitzenden Jan, der ihn grinsend musterte und dabei über einen Lautsprecher Musik hörte.

Als er sah, dass Rod wach war, nahm Jan die Kopfhörer ab und lächelte ihn sanft an.

„Wieder wach, Dornröschen?“

„Ja. Was…hörst du da?“

Nun nicht mehr lächelnd sondern grinsend rutschte Jan vom Sessel, kniete sich neben Rod und setzte ihm die Kopfhörer auf.

„Meine Lieblingsversion…“

Rod hörte eine Weile zu. Und dann, als der erste Refrain einsetzte, da wurde er, an einer ganz bestimmten Stelle, knallrot.

„Das…das…ist die Aufnahme…von…eben???“

„Jep. Du bist wirklich ein Gesangstalent, weißt du das?“ grinste Jan und zog Rod in einen verspielten Kuss.

Ende

20.1.09 21:43


Feuer

Pairing: Rod/Farin

Rating: R

Warnings: Schlechte Feuer-Wortwitze? Rod ist Seme.

 

„Pass auf!“ Rod zog Farin von dem Grill weg. Gerade rechtzeitig- eine Flamme loderte auf und hätte ihm mit Sicherheit mindestens die Brauen versengt. „Puh.“ Farin ließ sich nach hinten, in Rods Arme fallen.

 

„Das war knapp. Danke, mein Held!“ Grinsend drehte er sich um und legte seine Arme um Rods Nacken. „Darf ich meinem Helden danken?“

 

„Aber immer doch!“ Immer noch  grinsend lehnte Farin sich nach vorne und ging auf ein heißes Zungenspiel mit seinem chilenischen Engel ein.

 

„Ich wundere mich…“ murmelte er, nachdem sie sich wieder getrennt hatten. „Ich wundere mich, warum ich mich noch nie an dir verbrannt hab. Ich meine…du bist doch mal ein selten feuriger Typ!“

 

Rod lächelte und hauchte einen weiteren Kuss auf Farins Lippen.

 

„Das kommt daher, dass ich für dich immer nur auf Sparflamme bin…“

 

„Ach…tatsächlich? Und wie sieht’s aus, wenn ich Öl ins Feuer kippen würde?“

 

„Dann würdest du dahinschmelzen…!“ Rod zog Farin bereits langsam in Richtung Schlafzimmer. Der Grill war ihm in diesem Moment scheißegal.

 

„Na, das wollen wir ja mal sehen!“

 

ENDE!!!

20.1.09 21:44


Besenschrank

Titel: Besenschrank
Rating: R
Pairing: FU/Rod



„Was zur Hölle soll das heißen?“

„Ich liebe dich. I love you, je t’aime, yo te quiero, ai shiteru…“ Rod unterbrach ihn. „Darüber macht man keine Scherze, Farin!“

„Ist ja auch nicht als Scherz gedacht. Ich meins ernst. So wahr ich Farin Urlaub heiße.“ „Du heißt aber nicht Farin Urlaub! Du heißt Jan Ullrich Max Vetter-Marciniak!“

„Du weißt genau, was ich meine!“ „Nein, weiß ich nicht!“ Kurze Stille.

„Du…du hast mich geküsst!“ „Jep. Hats dir gefallen? Soll ich weitermachen? Könnte ein bisschen eng werden, aber wenn du dich gegen die Tür lehnst…“

„NEIN! Du sollst nicht weitermachen! Meine Güte, wie oft denn noch? Ich bin weder schwul, noch liebst du mich! Wir sind nicht auf der Bühne, falls dir das entgangen sein sollte!“

„Hältst du mich für blöd, dass ich das hier mit einer Bühne verwechseln könnte? Das gibt Strafe!“

„Farin, nimm deine Hand von meinem Hintern!“

Ein klatschendes Geräusch.

„Au! Was war das, verdammt noch mal?!?“ „Das, mein süßer, kleiner Rodrigo, war ein Vorgeschmack dessen, was du bekommst, wenn du mich weiterhin nicht ernst nimmst und für doof hältst.“

„WAS???“ „Und schrei nicht immer so. Ich kann dich gut verstehen, okay?“

„ICH SCHREIE, WANN ICH WILL, DU WAHNSINNIGER, NOTGEILER MISTKERL!!!“

Mehrere klatschende Geräusche, immer wieder unterbrochen von jaulenden Lauten, die sich verdächtig nach Rodrigo anhören.

„Hör auf!“

Noch ein klatschendes Geräusch.

„Farin!“

Klatsch.

„Ja?“

Klatsch. Klatsch.

„Hör auf!“

Klatsch.

„Sag: Bitte, liebster Farin, hör bitte auf, ich liebe dich doch auch. Dann höre ich auf.“
Klatsch.

„Nie im Leben!“

Klatsch.

„Okay. Dein Problem, ich hab Zeit…“

Klatsch.

„Farin!“

Klatsch.

„Lass es!“

Klatsch.

„Okay! Okay, ich sag’s ja!“

„Na dann…schieß los.“

Ein Seufzen.

„Bitte, liebster Farin, hör bitte auf, ich liebe dich doch auch.“

„Geht doch. Kann ich dann jetzt endlich zur Sache kommen?“

„Nicht.“

„Was?“

„Ich liebe dich auch nicht.“

„Soll ich etwa wieder anfangen?“

„Nein!“ „Also.“

Dieses Mal hält die Stille länger an. „Farin, hör…“

Ein schmatzendes Geräusch.

Man hört Stoff rascheln.

„Fa…rin…nicht…ich…ich bin kitzlig…“

„Ach…tatsächlich?“

„Oh Mist…“

Ein Reißverschluss wird aufgezogen.
„Dein Hintern ist bestimmt schon ganz rot…er fühlt sich…so warm an…“

„Jan, du Mistkerl…Perversling…mich einfach so zu verführen…“

„Ich bin ein schlimmer…Finger.“ Man hört das Grinsen förmlich aus den Worten heraustriefen.

„Ein…ein ganz…schlimmer…Finger…oh…“

Wieder ein schmatzendes Geräusch, dieses Mal von raschelndem Stoff begleitet.

„Dreh dich um, Rodrigo…“

„Jan, ich hab noch nie…“

„Das will ich ja auch hoffen…ich hatte gehofft, dich entjungfern zu können.“

„Mach dich nicht lustig über mich.“

„Tu ich nicht. Ich würde nie auf den Gedanken kommen mich über eine…Jungfrau…lustig zu machen.“

„Jan…!“ „Sssssch.“

„…Jan, was machst du da…?“ „Willst du das wissen?“ „Nein…nicht wirklich.“

„Na also. Lehn dich mit den Händen…ja. Gut, genau so. Und jetzt entspann dich.“

„Was meinst du…Heilige Maria Mutter Gottes!“

Es kommt keine Antwort.

„Jan! Oh Gott, JAN!“

Ein seltsames, entfernt an ein Schmatzen erinnerndes Geräusch. „Ja?“

„Ich…hast du…etwa…was…was ich denke, was…du getan hast?“

„Ich hab das Gleitgel vergessen, da musste die gute, alte Zunge herhalten. Und jetzt aufpassen und weiter entspannen. Sonst tut’s nur unnötig weh…“

„Was…?“

Die Stimmen verstummen. Man hört nach einer Weile nur noch keuchende und stöhnende Geräusche.

Ende. Kommis sind sehr, sehr erwünscht.

20.1.09 21:44


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