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Wissen

Titel: Wissen

Rating: PG

Warnings: Verwirrend

Pairing: Überraschung.

 

 

Rod wusste, dass er nach drei Schritten nach links musste.

Denn Farins Flur war dunkel und hätte er sich nicht so gut ausgekannt, hätte er sich ordentlich hingelegt. Drei Schritte und das Drehen nach links später und es knisterte kurz, bevor das Flurlicht flackernd Helligkeit umherwarf. Rod seufzte.

 

Er wusste, dass er nicht allzu viel verlangen konnte, aber manchmal fragte er sich, warum Farin nicht lüften konnte, bevor er abtauchte. Die Luft war stickig und warm. Definitiv nicht angenehm. Rod seufzte wieder und tastete sich mit dem großen Zeh zuerst vorwärts. Er öffnete die Fenster weit und ließ Licht und Luft hinein. Endlich konnte er wieder etwas sehen und musste sich nicht nur auf seine Erinnerung und seinen Tastsinn verlassen. Er betrat die Küche und machte sich daran, einen großen Salat zu machen. Dann räumte er einen Weg ohne Hindernisse ins Bad und Schlafzimmer frei und legte frische Shorts und ein T-Shirt, sowie den Rasierer und weiche Handtücher heraus. Dann stellte er die Dusche, mit einigem Probieren, schon mal auf die richtige Stellung, damit er gleich nicht mehr groß daran herumwerkeln musste.

 

Mit Erstaunen bemerkte Rodrigo, wie viel Routine bereits in seinen Bewegungen lag. So häufig hatte er das doch gar nicht gemacht, oder? Fünf oder Sechs, höchstens Zehn Mal.

Seufzend fuhr er sich mit den Händen durch die Haare und durchnässte dabei die Hälfte, die die Wärme des Duschwassers überprüft hatte. Er begann daran, sich an diese Begebenheiten zu gewöhnen. Das war nicht gut; hatte man sich erst einmal an Farin Urlaub gewöhnt, dann war es nur noch ein kurzer Schritt bis zur Liebe. Und von da aus war der Schritt zum gebrochenen Herzen sogar noch kürzer.

Und Rod wollte sich nicht das Herz brechen lassen. Nicht von Farin Urlaub. Mit diesem Entschluss stieg er die Kellertreppe herunter, in Farins privates Aufnahmestudio. Aber Farin war an keinem der Instrumente zu hören und auch nicht zu sehen. Auch am Mischpult war niemand.

 

Rod drehte sich verwirrt um die eigene Achse. Wo war er?

Ein tiefes Atmen verriet es ihm schließlich. Rod drehte sich in die richtige Richtung. Farin saß, den Kopf in die Hände gestützt und die Ellenbogen auf den Knien, auf dem Sofa. Rod ging behutsam auf ihn zu. Es war unmöglich zu sagen, in welcher Laune Farin war.

„F-Farin?“ Er stand nun dicht vor ihm, aber Farin reagierte gar nicht. „Farin?“ Rod streckte zögerlich die Hand aus.

Farin schlug sie weg.

 

Rod ging behutsam in die Knie. „…Jan?“ Er benutzte diesen Namen nicht häufig, nur in Situationen wie dieser. Und er fühlte sich immer noch fremd auf seiner Zunge an. Aber Jan konnte reagieren, immerhin. Und der blonde Schopf hob sich etwas und dunkel umrandete, gerötete Augen blickten Rod an wie ein gepeinigtes Tier.

„Es passt nicht. Es…es klingt leer. Wir kriegen es nicht hin…“ Das war einer der Gründe, warum er hier war und nicht Bela. Der wäre ausgeflippt, wenn er gehört hätte wie Jan von sich in der Mehrzahl sprach. Aber es war wichtig, dass er es tat. So konnte Jan zwischen sich und dem anderen, Farin, unterscheiden. Rod lächelte sanft und strich Jan über die Wange. Jan lehnte sich dankbar in diese Berührung. Noch ein Unterschied: Farin hätte ihn weggeschubst und wäre wie ein gefangenes Tier umhergetigert oder auf sein Motorrad gestiegen um den Horizont zu jagen, bis der Tank alle war. Aber Jan brauchte Körperkontakt; er sehnte sich danach. Rod hatte sich erst daran gewöhnen müssen, aber inzwischen konnte er zwischen den beiden unterscheiden und wusste, wann er auf Abstand gehen sollte und wann nicht. „Na komm,“ sagte er mit einem Lächeln. „es wird auf jeden Fall nicht besser, wenn du dich totärgerst. Du musst essen. Und duschen. Und schlafen.“ Er strich Farin noch einmal durchs fettige Haar und musste den Reiz unterdrücken, danach die Hand an der Hose abzuwischen. Dann zog er Jan vorsichtig hoch.

„Aber Farin will…“ „Farin ist nicht hier, Jan. Nur du und ich.“ unterbrach Rod Jans halbherzigen Einwand. Er zog den widerstandslosen Jan hinter sich her. „Na los. Ich hab Salat gemacht. Der wird sonst schlecht.“ Er lächelte noch einmal sanft und küsste Jan auf die Nasenspitze. Jan lächelte und nickte kurz. Dann folgte er Rod.

 

Rodrigo gab ihm Kraft; Kraft, Farin zu widerstehen, wenn dieser auf einem seiner selbstzerstörerischen Trips war. Und deshalb brauchte Jan Rod und wollte es sich nicht mit ihm verscherzen. Er wusste, das Farin ganz andere Sachen von Rod wollte als er selber. Er wollte Rodrigo lieben, mit ihm zusammen sein, für ihn da sein, wie er immer für Jan da war. Farin wollte, um es einmal zusammenzufassen und nett auszudrücken, eher etwas…Körperliches.

Und Jan wollte nicht, dass Farin Rod so benutzte und damit wahrscheinlich sein Herz brach. Denn Rod liebte Farin. Jan bemerkte die Blicke, die Farin von ihm bekam. Es machte Jan ein wenig eifersüchtig, aber er liebte Rod zu sehr um etwas dagegen zu unternehmen.

 

Sie saßen zusammen am Esstisch und Rod beobachtete Jan, wie er as. Farin tobte darüber, dass er nicht weiter an dem Song feilen konnte, obwohl dieser doch noch nicht fertig war; aber mit dem Salat schien etwas von Rod in Jan reinzufließen und er schnitt Farin einfach von sich ab. Stattdessen konzentrierte er sich auf Rodrigo; darauf, wie sich das Sonnenlicht in seinen Haaren spiegelte und wie seine Hände auf der Tischplatte lagen. Jan lächelte beim Essen und Rod lachte und strich ihm Petersilie von der Oberlippe.

Jan wurde leicht rot, lächelte aber weiter und as auch noch den Rest des Salates. Danach ging er duschen, während Rod den Abwasch machte. Jan ließ sich Zeit und ließ das Wasser solange laufen, bis er sich richtig sauber fühlte. Er nahm auch das duftende Duschgel und wuscht sich die Haare so gründlich, wie lange nicht mehr. Danach rasierte er sich sorgfältig und zog lächelnd die Kleidung an, die Rod ihm rausgelegt hatte.

Als er fertig war und im Bett lag, legte sich Rod wie selbstverständlich dazu und kuschelte sich an Jan, der in der Dunkelheit knallrot wurde und so zögerlich wie beim ersten Date seinen Arm um Rod schlang. Sie lächelten beide in die Nacht, während Farin nur schnaubte.

 

 

Später in der Nacht schlief Farin mit Rod. Jan konnte nur zusehen und schüttelte traurig den Kopf. Jetzt würde sein Herz doch brechen.

 

Ende
7.1.09 19:39
 


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