...Because life should be as sweet as this.

 

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Themen
     Vorhergehendes
     Harem (F/R)
     Haustier (F/R)
     Ich gehöre nicht dazu (F/R)
     Mondo Bondage (F/R)
     Feuer (Drabble, R/F)
     Besenschrank (F/R)
     Beweis (F/R)
     Der kleine Zauberer (F/R)
     Der Treppensturz (F/R)
     Die Woche (F/R)
     Wissen (F/R)
     Splitter (F/R)
     Traum (F/R)
     Schlaf Mit Mir (F/R)
     K.Ein Einziges Wort (F/R)
     Mitternachtsimbiss (F/R)
     Machtzentrum (F/R)
     Kugelschreiber (F/R)
     Wie Die Karnickel (F/R)
     Hasenterror (F/R)
     Paranoid (F/R)

* Letztes Feedback






Schlaf Mit Mir (F/R)

Schlaf mit mir

Titel: Schlaf mit mir

Rating: R

Warnings: Rape (erwähnt), Sap, H/C

Pairing: Farin/Rod

 
_____________________________________________

Jan lag auf seiner großen, gemütlichen Couch. Er hatte eines seiner alten Lieblingsbücher wiedergefunden und las schon seit Stunden gebannt und ohne auf die Uhr zu achten. Inzwischen war es draußen tiefste Nacht und er gähnte leise, während seine Augen immer noch gebannt von Zeile zu Zeile flogen.

Dann klopfte es plötzlich. Es war ein zaghaftes Klopfen, als ob sich derjenige, der es verursacht hatte, nicht sicher war, ob er überhaupt klopfen wollte.

 

Jan schüttelte leicht den Kopf. Das Klopfen ertönte wieder. Dieses Mal war es ein wenig energischer.

 

Er seufzte, suchte nach seinem Lesezeichen und steckte es zwischen die Seiten, während er aufstand.

 

Das Buch wurde auf den Couchtisch gelegt und er ging zur Tür.

 

Draußen stand Rodrigo.

 

Jan starrte erst einmal gebannt auf ihn, weil er sich nicht vorstellen konnte, wie dieser hier hergekommen sein könnte. Er sah kein Auto.

 

Das nächste, was ihm auffiel, war das Rodrigo vollkommen durchnässt war. Dann bemerkte er, dass die Klamotten durch die Nässe schwer an seinem Körper hingen und seine Figur betonten.

 

Und dann bemerkte er dass Rodrigo an der Lippe und aus der Nase blutete und schämte sich sofort dafür, dass er  das nicht als erstes bemerkt hatte.

 

„Rod? Was…“

„Schlaf mit mir.“

„Was???“

„Schlaf mit mir. Auf der Stelle.“

 

Jan zog Rodrigo erst einmal in die Wohnung und brachte ihn ins Wohnzimmer, wo sich Rodrigo mechanisch hinsetzte und zu Boden sah.

 

Jan eilte ins Badezimmer und brachte ihm erst ein Handtuch.

 

„Trockne dich erstmal ab, okay? Ich mach’ dir nen’ Tee.“ Rod nickte.

 

Der Tee war fertig gebrüht und Jan brachte ihn wieder zu Rodrigo, der sich in der Zeit kein Stück bewegt hatte.

 

Jan ging noch einmal ins Badezimmer und holte einen feuchten Waschlappen. Dann erst setzte er sich neben Rod und sah ihn fragend an.

 

„Also. Was möchtest du von mir?“ Rodrigo sah nicht auf. Seine Stimme klang seltsam dumpf.

 

„Ich will dass du mit mir schläfst.“ Jan griff nach dem Waschlappen und dann nach Rodrigos Kinn. Er hob es sanft an und musterte das ihm vertraute Gesicht eine Weile, bevor er anfing, das Blut vorsichtig wegzutupfen.

 

Rodrigo schloss die Augen und atmete flach durch den Mund ein und aus. Ohne es wirklich zu wollen bemerkte Jan wie nahe ihm Rodrigo war und wie anziehend er im Moment doch aussah.

 

Aber irgendetwas war…falsch. Jan konnte es nicht beschreiben, aber irgendwas war anders.

 

Und als er dann wieder einmal aufsah und auch Rodrigo in dem Moment die Augen kurz öffnete, da wusste Jan plötzlich, was ihn so irritierte:

 

Es war nicht die Tatsache, dass etwas anders war, sondern die Tatsache, dass etwas fehlte.

 

Und er wusste auch was. Das Glänzen in Rodrigos Augen war verschwunden. Das Glänzen, das die unendliche Tiefe seiner dunklen Augen beleuchtete und sie mit Leben füllte war einfach weg.

 

Es war als sähe er auf einen ausgeschalteten Fernseher.

 

Leer.

 

Als ob Rodrigo seine Gedanken hatte lesen können und seine Augen verstecken wollte, schloss er sie schnell wieder.

 

Jan fühlte einen Schauer seinen Rücken hinunterlaufen. Der Anblick war schrecklich. Er ließ den Arm mit dem Waschlappen sinken.

 

„Rodrigo…was ist passiert?“

 

Rod ließ den Kopf sinken. „Nichts. Ich bin nur hier, damit du mit mir schläfst.“

 

„Rodrigo, lüg mich bitte nicht an.“

 

„Ich will dass du mit mir schläfst.“ wiederholte Rod, fast wie ein kleines Kind. Aber der Vergleich hinkte. Ein Kind war rein. Unschuldig. Wie Schnee.

 

Rodrigo wirkte, als wäre der Schnee mit Blut besprenkelt worden. Unschuldig, aber besudelt, ohne etwas dafür zu können.

 

„Du hast auch mit Bela geschlafen. Dann kannst du auch mit mir schlafen.“

 

„Rodrigo, du weißt doch gar nicht, was du da verlangst. So einfach ist das nicht. Sex hat- auch wenn das jetzt kitschig klingt- immer etwas mit Liebe zu tun!“

 

Rodrigo sah ihn an. Sein Blick war, wenn das möglich war, noch leerer als zuvor und er lächelte sanft, was überhaupt nicht zu seinen Augen passte.

 

„Ach, hat er das?“ flüsterte er kaum hörbar.

 

„Rodrigo…?“ Jan rutschte ein wenig näher zu seinem Freund. Rod zitterte, also legte Jan eine Decke, die immer neben seiner Couch lag, um ihn.

 

„Ich kann nicht einfach so mit dir schlafen. Du hattest noch nie vorher mit einem Mann Sex und außerdem…du würdest es sicher nachher bereuen, wenn du jetzt etwas überstürzt.“

 

„Woher willst du das wissen?“

„Was?“

„Woher willst du wissen, dass ich noch nie vorher von einem anderen Mann gefickt wurde? Ich weiß, wie es geht, Jan. Du hältst mich fest und ziehst mich aus…und dann…dann drückst du mich auf den Boden und hältst mich da fest und dann…“ seine Stimme erstarb.

 

Jan weitete die Augen. Er rutschte von der Couch und kniete sich vor Rodrigo, um seinen Blick besser einfangen zu können.

 

„Rodrigo…hast…wurdest du…etwa…wurdest du etwa…?“

 

„Es hat wehgetan.“ Rodrigo lächelte wieder sanft. Dann sah er zum ersten Mal von sich aus auf in Jans Augen. Seine Stimme zitterte ganz leicht.

 

„Muss es wehtun, Jan?“ Jan biss sich auf die Lippen, um die Tränen zurückzuhalten.

 

Er umfasste sacht Rodrigos Wange und streichelte sanft mit seinem Daumen darüber. „Nein. Nein, dass muss es nicht.“ seine Stimme war rau.

 

Dann drückte er Rodrigo fest an sich.

 

„Es tut mir so leid, Rodrigo…so unendlich leid…“ Rodrigo erwiderte die Umarmung kaum, er legte nur seine Hände auf Jans Schultern. „Es war doch nicht deine Schuld, dass es passiert ist…“ Sie blieben eine Weile in der Haltung.

 

Rodrigo schluckte kurz. „Jan…?“ Jan löste seine Umarmung und sah ihn sanft an.

 

„Ja?“ „Ich…ich möchte aber…trotzdem, dass…dass du mit mir schläfst. Ich- es kann doch auch schön sein…oder?“

 

„Es…es kann sich wunderbar anfühlen. Aber…Rodrigo…ich- ich will dich nicht ausnutzen. Ich…“

 

„Ich möchte, dass du mit mir schläfst. Bitte. Tu mir den Gefallen, Jan.“ Er sah auf, in Jans Augen.

 

„Ich…ich muss wissen, dass…dass es auch schön sein kann. Verstehst du? Ich will nicht, dass das die einzige Erinnerung an…an Sex, dieser Art...ist, die ich habe. Bitte…“

 

Jan stand seufzend auf. Er fühlte sich hin- und hergerissen.

 

Er hielt Rodrigo eine Hand hin. „Na komm. Aber, versprich mir, wenn du dich unwohl fühlst, dann sagst du es. Okay?“

 

Rodrigo nickte.

 

 

Jan zitterte unmerklich, als er Rodrigo sanft bedeutete, die Beine noch ein wenig weiter zu spreizen. Noch nie, nicht einmal mit Dirk, hatte er sich so auf seinen Partner konzentriert. Er hatte es so angenehm wie möglich für Rodrigo gemacht, hatte ihm jeden  Schritt des Vorbereitens erklärt und mindestens tausend Mal gefragt, ob er aufhören sollte, wenn Rodrigo leicht zusammengezuckt war.

 

Dann hatte er fast den Mut verloren, als er Rodrigo ausgezogen hatte und die Blutergüsse auf seinem Körper gesehen hatte.

 

Nun kniete er vor ihm, blickte noch einmal zu Rodrigo auf, der den Kopf in den Nacken gelegt hatte und die Augen geschlossen hielt.

 

Er war der Dominierende in diesem Gespann, aber er war noch nie so unsicher gewesen.

 

Dann stieß er so langsam wie es ihm möglich war, nach vorne und drang in Rodrigo ein, der leise aufkeuchte.

 

Jan hörte sofort auf. „Tut es weh? Soll ich-“ „Nein. Ich...es fühlt sich so…anders an als vorhin…es…es tut nicht weh…“ er neigte den Kopf und sah mit dankbaren Blick Jan an.

 

„Wie du gesagt hast…es muss nicht wehtun…“

 

Es war wieder da…

 

Jan hätte weinen können. Es war zwar nur ein schwaches, gedämpftes Flackern, aber das Leben war in Rodrigos Augen zurückgekehrt.

 

 

Von jetzt an würde er für immer darauf aufpassen.

 

ENDE.

7.1.09 19:21





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung